Protektionist unter Globalisten: Donald Trump kommt nach Davos

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Mit einer geschätzten Entourage von 1.500 Personen wird der US-Präsident nächste Woche zum 48. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos eintrudeln. Da wird es anderem um die Frage gehen, welche Chance dem Einen Prozent gegenüber den 99 Prozent bei der sogenannten 4. industriellen Revolution eingeräumt werden soll.

Neben Trump besuchen auch Außenminister Rex Tillerson, Säckelmeister Steven Mnuchin sowie Schwiegersohn Jared Kushner, der Nahost-Missionar, das Weltwirtschaftsforum (23.-26. Januar). Weitere hochkarätige Regierungsleute sind angekündigt u.a. der indische Präsident, Narendra Modi, sowie die deutsche Geschäftsführende Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel. Rund 3.000 CEOs samt zahlreicher Clarks und anverwandter Kreise aus Politik, NGOs sowie Verwaltung hirnen während vier Tagen über eine Welt, die sich aktuell wie folgt ausnimmt: „Creating a Shared Future in a Fractured World“, übersetzt: gemeinsam Zukunft in einer gebrochenen Welt schaffen.

Antifanten demonstrieren am 14. Januar in Bern. Screenshot Twitter@Newsweek

In der Einleitung zum WEF-Gipfel steht: „Der globale Kontext hat sich dramatisch verändert, geostrategische Risse haben sich an mehreren Fronten aufgetan mit weitreichenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen“. Ferner würden neue politische und spalterische Narrative eine Governance (politisch-gesellschaftliche Steuerung) bedrängen. Das Forum der Globalisten will die wirtschaftlichen Politiken so formuliert wissen, dass die Vorteile der globalen Integration (denke, es geht in Richtung NWO mit sämtlichen damit einhergehenden Normierungsprozessen auf allen Regierungsebenen) bewahrt werden bei gleichzeitiger gemeinsamer, nachhaltiger Entwicklung sowie integrativem Wachstum in der Bewältigung der 4. industriellen Revolution. Auf Deutsch: Begrenzung der Auswirkungen auf die Menschen durch Roboterisierung und Digitalisierung ganzer Wirtschaftsbereiche (Autoindustrie, Verkehr-Transport, Logistik et al).

Eine Quadratur des Kreises, wo die Arbeit in Zukunft zu großen Teilen menschenbefreit erledigt bzw. gefertigt wird. Wie sinnvoll solche Szenarien sind, bliebt dahingestellt. Selbst dem Begründer des WEFs, Prof. Dr. Klaus Schwab, wird es bei diesen Prozess-Aussichten „gschmuech“ (ungemütlich). Er diagnostiziert, luzide genug, dass diese Revolution ihre Kinder fressen wird, die mit den neuen Technologie-Entwicklungen nicht mithalten können. Im Klartext für Menschen, die von der Natur mit kleineren Intelligenzquotienten beschenkt worden sind. Hingegen heißt es im Strategiepapier für diejenigen, die mit einem hohen ausgestattet sind: „Ich bin jedoch überzeugt, dass TALENT in Zukunft mehr als Kapital den kritischen Produktionsfaktor darstellt“. Allerdings werde die Mittelschicht bei dieser Politik ausgedünnt. Nun, wenn das nicht im Sinne der Globalisten ist?

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Da fliegt Donald Trump, der den Laden offenbar mit „America Great again“ und „America first“ aufmischen will, gerade zur rechten Zeit ein. Hoffnung auf Renationalisierung oder Chimäre? Der will doch die Jobs wieder in die USA zurückholen und greift zu protektionistischen Wirtschaftsmaßnahmen, die in solchen internationalen Gremien verpönt sind? Wie soll man seine Unternehmens-Steuerreduktion von 35 auf 21 Prozent sonst verstehen? Jedenfalls ist dieses Signal für die Schweiz mehr als deutlich, denn die vielen amerikanischen Großkonzerne, die von hier aus ihr Business betreiben, generieren einen Anteil am schweizerischen Bruttoinlandprodukt von ganzen acht Prozent.

Bundespräsident Alain Berset, sowie Finanzminister Ueli Maurer werden dem „stabilen Genie“, als dass sich der US-Präsident selbst bezeichnet, wohl auf den Zahn fühlen wollen, was genau es im Schilde führt. Zögen nämlich Teile der USA-Großkonzerne aus der Schweiz ab, dürfte damit ein Steuersubstrat von zwei bis drei Milliarden CHF die Landwasser hinunterfließen – und an der Ostküste der USA anlanden. Ironischerweise ist für die Schweiz der geschmacklose Plakatspruch der Globalisierungskritiker „Kill Trump with his own weapon“ also nicht ganz fehl am Platze – natürlich nur, falls er rhetorisch gemeint sein sollte!

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