Propaganda-Medien: „Jeder vierte Merkel-Flüchtling hat einen Job!“ – 75 Prozent haben also keinen

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Laut GEZ und anderer Propagandamedien hätte jeder vierte Flüchtling inzwischen einen Job gefunden. Ein Triumph von Merkels Wirtschaftspolitik? Ein wenig Skepsis dürfte erlaubt sein…

Diese Nachricht ließ frustrierte Merkel-Trolle nochmal so richtig aufleben: Gestern jubelte ein „Kommentator“, der uns regelmäßig mit Propaganda-News „versorgt“, dass jeder vierte Flüchtling seit 2015 Arbeit gefunden habe. Das sei mehr als ostdeutsche „Hartz-IV-Faulenzer“ zustande brächten.

Sein Delirium lässt sich rekonstruieren: Er hatte kurz zuvor über die GEZ-Medien erfahren, dass von „den seit 2015 aus Kriegs- und Krisenländern nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen inzwischen jeder Vierte Arbeit gefunden“ habe. (…) Rund jeder Fünfte sei sozialversicherungspflichtig beschäftigt. (…) „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, hat nach fünf Jahren die Hälfte der Zuwanderer eine Arbeit‘, sagte Herbert Brücker, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Migration. Nach seinen Schätzungen dürften bis Jahresende monatlich 8.500 bis 10.000 weitere Flüchtlinge einen Job finden.

Na also. Auf Mutti vertrauen lohnt sich eben doch. Wenn sie nicht Lohndumping (bei gleichzeitigem Mietpreishorror und ähnlichem) bei denen in den Griff kriegt, die schon länger hier wohnen, dann doch zumindest bei Zuwanderern. Haben sich die Ungläubigen wieder völlig umsonst gesorgt. Oder?

Wie der Autor Michael Grandt gestern erwiderte, hat die Rechnung ein paar Häkchen. Zum einen: Wenn jeder Vierte einen Job hat, heißt das: Drei haben noch keinen bekommen. Das sind immerhin 75 Prozent. Nach bald drei Jahren. Außerdem ist der Informationsgeber, das Institut für Arbeitsmarkt und Forschung (IAB), Bestandteil der hochgeschätzten Bundesagentur für Arbeit (BA).

Die aber ist nicht nur erfindungsreich im Austüffteln neuer Foltermethoden für Hartz-IV-Empfänger, sondern auch im Senken der Arbeitslosenstatistik: Aufstocker, Besucher von Umschulungen oder Fortbildungen, Arbeitsunfähige, Kinder, Jugendliche und Alte gelten beispielsweise nicht mehr als „arbeitslos“.

Deshalb hören wir auch ständig Jubelpropaganda wie „Rekordtief an Arbeitslosen!“. Bei so viel Kreativität bei gleichzeitiger Regierungstreue sind deren Statistiken also mit äußerster Vorsicht zu lesen.

Laut Raimund Becker (Nürnberger Agentur für Arbeit) seien 70 Prozent der Flüchtlinge unter 30 Jahre alt. Bis zur Beschäftigungsquote bei 70 Prozent dürften deshalb noch circa 15 Jahre vergehen. Vor allem aber werde es etwa sechs Jahre dauern, bis die Flüchtlinge im deutschen dualen System eine Ausbildung erhalten. Bis dahin werden sie nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik geführt.

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