Präsident Macron verspottet Arbeitslose

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Frankreichs Präsident Macron bezeichnet Arbeitslose als „gewisse Leute“, die sich lieber einen Job suchen sollten, anstatt Chaos zu stiften. Das ist der Präsident, für den die Lügenpresse geglüht hat.

Opferverhöhnung gehört untrennbar zum Neoliberalismus. Das hat Gerhard Schröder mit seiner Agenda 2010 vorgemacht. Den Arbeitslosen rief er damals zu: „Es gibt kein Recht auf Faulheit!“ Die Mainstreampresse protestierte nicht, sondern machte von ihrem Recht auf Denk-Faulheit reichlich Gebrauch.

Der Neoliberale kann nicht nur, er muss sogar seine Opfer verhöhnen. Sonst stürzt seine Ideologie, dass ein befreiter Markt sich selbst regulieren und jedem eine Chance bieten würde, in sich zusammen. Nein, wer keinen Job bekommt, hat seine Chance nicht genutzt, ist also selber schuld.

Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, ein Hardcore-Neoliberaler, seiner Verachtung für sozial Schwache öffentlich eingestehen würde. Schon kürzlich verriet er, dass „Faulpelze“ ihn nicht von der Arbeitsmarktreform (zu Ungunsten von Arbeitnehmern) abbrächten. Jetzt ging er noch einen Schritt weiter.

Bevor der „Präsident der Reichen“, wie ihn manche Linke in Frankreich nennen, heute die Stadt Egleton besuchte, hatten entlassene Arbeiter eines dort ansässigen Herstellers für Autoteile protestiert. Tenor: Macron setze sich nicht für ihre Interessen ein.

Macron sprach mit dem sozialistischen Regionalpräsidenten Alain Rousset und rief dabei „gewisse Leute“ auf, sich lieber einen Job zu suchen, „anstatt Chaos anzurichten“. Ein Audiomitschnitt dieser verbalen Unverschämtheit ging heute durch französische Medien.

Linke und rechte Oppositionsparteien protestierten gemeinsam gegen diesen Spott. Konservative warfen dem Präsidenten vor, dass er keinen Respekt vor Bürgern in sozialen Schwierigkeiten habe.

Der Regierungssprecher, offensichtlich um Schadensbegrenzung bemüht, machte alles noch schlimmer: Frankreichs jüngster Präsident habe nur gesagt, was die Franzosen dächten… – O la la. Nicht nur, dass Politiker – wie hierzulande – Teile der Bevölkerung beschimpfen! Mehr noch: Indem sie ihre eigene Verachtung zur Mehrheitsmeinung erklären, treiben sie Spaltung und Klassen-Hass voran. Auch hier ist die Parallele zu Deutschland seit Schröder überdeutlich.

Das, liebe Leser, ist der Präsident, für den unsere Lügenpresse geglüht und gegrunzt hat. Für den sie eifrig ihre Wahlempfehlung posaunte.

Schickt die Lügenpressler in die Arbeitslosigkeit, in dem Ihr deren Produkte nicht mehr kauft. Stattdessen: Lest Medien, die euch verstehen. Die euch beistehen: Ein Magazin wie COMPACT. Weitere Informationen hier.

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