Polizei findet Waffenarsenal bei G-20-Steinewerfer – lässt ihn gehen

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Die Hamburger Soko „Schwarzer Block“ fand bei einem überführten G-20-Randalierer am Donnerstag ein ganzes Waffenlager. Ein Haftgrund liege aber nicht vor.

Nach drei Monaten gelang es Behörden endlich einen Welcome-to-Hell-Randalierer ausfindig zu machen, der während eines Steinewurfs auf Polizisten am Hafenrand fotografiert worden war. Dabei handelt es sich um den 50-Jährigen Thomas S. aus Hitzacker im Landkreis Lüchow-Dannenberg.

Ermittlungen der Soko „Schwarzer Block“ sowie Hinweise von Bürgern hätten auf die Spur des Mannes geführt.

Da er als Sportschütze registriert ist, sei bei der Vollstreckung des Durchsuchungsbeschlusses auch ein Mitarbeiter der zuständigen Waffenbehörde zugegen gewesen, so die Polizei. In der Wohnung stießen die Ermittler auf ein ganzes Arsenal legaler und auch illegaler Waffen.

Aus der Polizeimeldung:

Bei den legalen Waffen handelt es sich um Folgende:

– zwei scharfe Faustfeuerwaffen
– fünf scharfe Langwaffen
– zwei Perkussionswaffen
– zwei Paintball-Marker
– eine CO-2 Pistole
– drei Luftgewehre
– ein Maschinengewehr

Bei den illegalen Waffen handelt es sich um einen Revolver und ein Luftgewehr.

Thomas S. auf frischer Tat ertappt. Screenshot Twitter

Irre: Die Waffenbehörde des Landkreises müsse nun prüfen, ob die Waffenerlaubnis des 50-Jährigen widerrufen wird und die Waffen eingezogen werden. Weiter heißt es: „Der 50-Jährige wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen, weil keine Haftgründe vorlagen.“

Hätte es sich um einen sogenannten Reichsbürger oder Identitären gehandelt, gebe es wohl nichts mehr zu prüfen und auch ein Haftgrund wäre schnell gefunden worden.

831 Polizisten wurden bei den G-20-Krawallen verletzt. Ganze Stadtviertel wurden demoliert. Die Hamburger Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs gegen Thomas S.. Dem drohen theoretisch sechs Monate bis zehn Jahre Haft. Jedoch sei er bislang nicht im Zusammenhang mit politisch motivierten Straftaten bekannt gewesen.

GegenüberBild Online gibt sich der arbeitslose Raumausstatter reuig: „Das ist alles im Affekt passiert, wir hatten Bier getrunken, nicht groß darüber nachgedacht. Das war eine große Dummheit.“

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Über den Autor

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Max Z. Kowalsky, Jahrgang 1979, bestreitet sein Dasein als Privatdozent im schönen Genf. Seit 2015 schreibt der studierte Slavist für COMPACT.

 

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