Ein mittlerweile über zwei Millionen Mal angeklicktes Facebook-Video zeigt, wie Polizisten am helllichten Tag auf dem Postplatz im sächsischen Plauen angegriffen werden. Die beschauliche Stadt im Vogtland hat mittlerweile ihren inneren Frieden vollständig verloren.

     _von Sven Reuth

     Wer auf der A 72 von Sachsen nach Franken fährt, der kommt auch an Plauen, der Hauptstadt des Vogtlandes, vorbei. Ein Autobahnschild mit der Aufschrift „Plauen 7.10.89 ‒ Friedliche Revolution“ erinnert an ein historisches Ereignis.

    Hier wurde nämlich deutsche Geschichte geschrieben, als am 7. Oktober 1989 nach Jahrzehnten wieder die erste Großdemonstration gegen die SED-Diktatur stattfand. Die DDR feierte ihren 40. Geburtstag, aber die rund 20.000 Demonstranten führten Plakate mit Losungen wie „Für Reformen und Reisefreiheit gegen Massenflucht – vor allem Frieden“ oder „Reisefreiheit – Meinungsfreiheit – Pressefreiheit“ mit sich. Seit dem 17. Juni 1953, dem Tag des Volksaufstandes in der DDR, hatte es derartiges im Arbeiter- und Bauernstaat nicht mehr gegeben.

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    Der Otto-Grotewohl-Platz in Plauen heißt heute Postplatz, aber auch sonst hat sich einiges geändert. Die früher so beschauliche Vogtlandmetropole im Land der Burgen, Brücken und Talsperren mit ihren gut 65.000 Einwohnern ist nämlich seit 2015 wegen ihrer guten Lage bei noch verhältnismäßig günstigen Mietpreisen zu einem Anziehungspunkt für Asylbewerber geworden. Mit der Beschaulichkeit ist es jetzt an vielen Orten vorbei. Der Postplatz, von den Einheimischen nur „Tunnel“ genannt und einst einer der Demonstrationsschwerpunkte während des 89-Wendeherbstes, wurde zum Kriminalitätsschwerpunkt. In einem Radius von 300 Metern rund um den Platz stieg die Zahl aller festgestellten Straftaten von 863 binnen eines Jahres auf 1.044 im Jahr 2017. Häufig kommt es hier zu Diebstählen und Raubüberfällen, außerdem werden Drogen verkauft.

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    Es liegt auf der Hand, warum der Platz mittlerweile zu einem gefährlichen Ort mutiert ist. Man muss nur einen Blick auf den Fall Hatem S. werfen. Der Syrer, der angeblich mittlerweile 21 Jahre alt ist, kam im Oktober 2015 als einer der Merkel-Flüchtlinge nach Deutschland, einen Monat später ließ er sich in Plauen nieder. Im Oktober 2017 wurde er vom Amtsgericht Plauen wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Bewährung war schnell vorbei, denn seit November vergangenen Jahres sitzt er in Untersuchungshaft. Polizei und Staatsanwaltschaft sollen angeblich in 400 Fällen (!) gegen ihn ermitteln, unter anderem soll er einen Passanten in den Bauch gestochen haben und einem anderen eine abgebrochene Bierflasche über den Kopf gezogen haben.

    Am Sonntag wurden wieder zwei Polizisten auf dem Plauener Postplatz am helllichten Tag angegriffen, Hauptakteur war ein 23-jähriger Libyer. Es existiert ein Handyvideo von dieser Attacke, das auf Facebook schon mehr als 2,4 Millionen Mal geklickt wurde. Es zeigt, wie selbst in einer mittelgroßen sächsischen Stadt die Polizei ihr Gewaltmonopol zunehmend an Zuwandererbanden verliert, die sich einfach alles mit Gewalt nehmen, was sie haben möchten.

    Die Staatsanwaltschaft Plauen ermittelt mittlerweile gegen einen 38-jährigen Mazedonier, einen 21-jährigen Libyer und einen 16-jährigen Kroaten wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung. Außerdem wird nun darüber nachgedacht, die Plauener Polizei mit Bodycams auszustatten. Das wird allerdings nur wenig daran ändern, dass viele Frauen und Mädchen den Platz mittlerweile erklärtermaßen meiden. Jörg Förster von der „Bürgerplattform für demokratische Erneuerung“ forderte vor fünf Monaten bei einer Demonstration in Plauen, dass Bürgermeister, Landrat und Staatsregierung endlich den „sofortigen Stopp von Zuwanderung in die Stadt und in das Vogtland“ organisieren sollten. Man müsse in jede Straße gehen können, ohne Gefahr zu laufen, dass man angepöbelt, beraubt oder dass Mädchen und Frauen belästigt oder gar vergewaltigt werden.

    Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer die politische Verantwortung dafür trägt, dass es so weit mit der einstigen Wendehochburg kommen konnte.

    Verweis zu einem Bericht über das Handyvideo:

     

     

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