Pestel-Institut: 2035 lebt jeder vierte Rentner in Armut. Grundrente hilft da wenig

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Uns gings noch nie so gut wie heute. Das kann das Pestel-Institut nur bestätigen. Denn nach deren Untersuchung stürzt um 2035 jeder vierte Rentner in die Altersarmut.

Das Hannoveraner Forschungsinstitut Pestel kam nach eingängiger Analyse zu dem Ergebnis: im Jahre 2015 befindet sich jeder vierter Rentner in Altersarmut und benötigt staatliche Unterstützung zur Sicherung des Existenzminimums. In Zahlen sind das: fünf Millionen von insgesamt 21,4 Millionen Pensionären. Auch die kürzlich beschlossene Grundrente können das Problem nicht wesentlich entschärfen. Die darin geforderte Mindestzeit von 35jähriger Einzahlung bekämen viele nicht zusammen.

Matthias Günther, Leiter des Pestel-Instituts, erklärte gegenüber der Funke Mediengruppe: „Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt oft der sogenannte Rentenschock. Das Nettoeinkommen sinkt, aber die Fixkosten bleiben erhalten“. Das beträfe vor allem das Wohnen. Eine Verkleinerung des Wohnraums im Alter sei oft unmöglich, weil kleinere Wohnungen in Relation nicht selten teurer seien als große. Daher müssten Rentner oft die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufbringen. IG-Bau-Chef Robert Feiger bestätigt, ebenfalls gegenüber den Funke Medien: „Wenn 2035 jeder vierte Rentner auf Grundsicherung angewiesen sein wird, ist das eine soziale Horrorvorstellung“. Er warnt: „Immer mehr Menschen wohnen sich arm“. Ein Phänomen, das „längst die Mitte der Gesellschaft erreicht“ habe.

Zumal mit künftigem Anstieg des Mietspiegels zu rechnen ist. Wird am Ende ein JobCenter im Westerwald Schule machen, der Alten und Kranken – also Menschen ohne Marktzukunft – das Recht auf Obdach absprach, ihnen eine Unterkunft im Wohnwagen auf dem Campingplatz empfahl? (COMPACT-Online berichtete über diesen Vorfall.) Chris Kühn, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen, verlangte als Reaktion auf die Erkenntnisse des Pestel-Instituts Mietobergrenzen und Investitionen in den öffentlichen Wohnungsbau.

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11 Kommentare

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    Vor gar nicht allzu langer Zeit war es üblich, um das Budget aufzubessern, abzuvermieten.

    Wenn also für Rentner die Wohnung zu groß wird, eine kleiner vieleicht sogar mehr kostet, was hindert sie daran, unterzuvermieten? Da die Preise für kleinere Wohnungen verhältnismäßig teuer sind, ließe sich so für einen Teil der Rentner die Altersarmut abmildern.

    Solches Verhalten würde auf jeden Fall den angespannten Wohnungsmarkt entlasten und wäre weit effektiver, als die ewigen Enteignungs- und Verstaatlichungslitaneien. Außerdem wären damit die Probleme der Vereinsamung im Alter behoben. Man müsste ja nicht jeden in seine Wohnung einziehen lassen, sondern man könnte nach Sympathie auswählen.

    Viele Menschen sind es allerdings gewöhnt, dass der Staat alles regelt. DAS ist ein großes Problem in unserem Land.

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    Heinrich Wilhelm am

    Es wird in letzter Zeit ständig ein Aspekt vernachlässigt, wenn es um Fragen des Wettbewerbs auf allen Gebieten geht:
    Der Wegfall des Ostblocks! Der Westen strengt sich nicht mehr an…
    Was ist passiert? Der Westen wähnt sich als Dauersieger und es hat sich die Auffassung verbreitet, dass dies für alle Ewigkeit so bleibt. Die Folgen sind Trägheit, mangelnde Anstrengung, Mittelmaß, zufriedenes Zurücklehnen und das Präferieren der ideologisch/gutmenschlichen Überheblichkeit: "Wir sind Exportweltmeister und müssen die Welt retten und missionieren."
    Eine solche Haltung bringt zwangsläufig den Untergang. An die Stelle des Ostblocks sind längst harte Wettbewerber getreten, die offensichtlich nicht für voll genommen werden.

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    Das Elend kommt nur deswegen weil die Leute gewissermaßen dazu gezwungen werden imme älter zu werden und in die Pflegebedürftigkeit zu rutschen. Aus der Krankenversicherung konnte man früher austreten und so lebensverlängernde Schulmedizin verhindern. Heute müssen selbst Schwerkranke, die das nicht mehr wollen, für teuer Geld in die Schweiz fahren!
    Klar, wohnen wird zu teuer, das kommt widerum daher, daß es keine Zinsen mehr gibt und Leute, die ohne Arbeit zu Geld kommen wollen, auf den Immobilienmarkt ausweichen. Das sind aber nicht zuletzt Rentenversicherungen und ähnliche Institutionen. Auch müssen Verbrauchsgüter in dem Moment geschaffen werden, wenn sie gebraucht werden und das Problem ist, daß zu viele Alte auf wenig Junge kommen. In den 50er und 60er Jahren hat alles prima funktioniert, weil gerade Alte den Krieg eher nicht überlebt haben. Man darf vor allem nichts mehr tun, um die durschnittliche Lebenserwartung noch mehr zu steigern! Das Kriterium gehört auch aus dem Lebensstandart raus. Wahrscheinlich sind wir alle nur Versuchskaninchen für ein paar Superreiche, die von ihrem Machterhalt nicht genug bekommen können. Z.B.Herr Soros ist m.W. auch schon 87 und herrscht noch. Für die meisten ist es eher ein Fluch so alt werden zu müssen. Was nicht gerade körperliche Knochenarbeit ist, kann noch bis ins hohe Alter geleistet werden.

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      2.Herr Soros und die Queen sind ein gutes Beispiel dafür! Bismarck hat deswegen nur körperlich hart arbeitende Lohnarbeiter für die Rente (ab 70!) vorgesehen.
      Gerade wegen der Bevölkerungsstruktur können wir uns Jugendwahn nicht mehr leisten! Und Frau Merkel könnte den Facharbeitermangel beheben, indem man es ähnlich wie einst in der DDR macht: Leute die gebraucht werden, können unbegrenzt weitermachen und zahlen auf ihre Einkünfte keine Sozialabgaben mehr – dagen sind die anfallenden Steuern i.d.R. ein Witz!

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    HERBERT WEISS am

    Eine wesentliche Ursache dieses Problems liegt im stetigen Wachstum der Ballungsräume, während die abgelegenen Regionen weiter veröden. Beschleunigt wird dies durch den schwindsüchtigen Euro, der viele Vermögende zur Flucht ins Betongold treibt.

    2019 standen wir vor dem Abgrund, doch dann haben wir einen großen Schritt vorwärts getan!

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    Die Parteien-Diktatur des seit 1949 bestehenden CDU-SPD-Regimes
    schickt Millionen Deutsche demnächst in die Altersarmut und damit in
    die Einsamkeit, weil sie aus Geldmangel nicht mehr am sozialen Leben
    in der Gesellschaft teilnehmen können.

    Das CDU-SPD-Regime sollte langsam mal strafrechtlich verfolgt werden.

    Es sind Feinde des deutschen Volkes und sie handeln zum UN-Wohl eben
    diese Volkes….

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    Hans Hamperger am

    Wer nicht mal 35 Arbeitsjahre zusammen bekommt soll auf der Parkbank pennen. Sorry , aber das ist Assi. 50 Jahre kann jeder schaffen.

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      @ HANS HAMPERGER

      Stimmt. 50 Jahre auf einem bequemen Beamten-Furzsessel
      im demokratisch deformierten Rechtsstaat sind möglich,
      wenn man rechtzeitig der Jungen Union oder den Jusos
      beigetreten ist.
      Zumindest mit der SPD wird das künftig aber nicht mehr gelingen.

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    Lila Luxemburg am

    "Uns gings noch nie so gut wie heute. Das kann das Pestel-Institut nur bestätigen. Denn nach deren Untersuchung stürzt um 2035 jeder vierte Rentner in die Altersarmut."

    Na, dann stimmts doch! Uns gings noch nie so gut wie HEUTE – von 2035 ist da ja (noch) keine Rede … 😥 Davon abgesehen müßte man auch noch ein wenig das ‚uns‘ hinterfragen … WER GENAU ist das?? Wenn es sich auf die Angehörigen der herrschenden Kaste beziehen sollte … dann stimmt es doch auf jeden Fall … oder etwa nicht?

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    Sachsendreier am

    Was kein Wunder ist, denn bis dahin sind die Strom- und Heizungskosten dank der erfüllten Wünsche aller Klimahysteriker wahrscheinlich beinahe doppelt so hoch. Es gibt eine erschütternde fiktive Geschichte über das Dasein eines betagten Deutschen im Jahre 2030. In der die durch den enormen islamischen Zuwachs veränderte Gesellschaft auch ein eine Rolle spielt. Weil bis dahin viele Muslime in einflussreiche Positionen gekommen sind, werden Veränderungen bei der Leistungsgewährung beschlossen und bei Biodeutschen die Prozente zur Rentenermittlung gekürzt. Außerdem ist die Stromerzeugung wegen der erneuerbaren Energien nicht dauerhaft gewährleistet, es gibt mehrmals die Woche Stromausfälle. Tja, klingt alles seltsam logisch, oder?

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