Özoguz: „Deutschland hat seit dem Zweiten Weltkrieg Probleme mit Islamisten.“

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Die türkische SPD-Integrationsbeauftragte setzte am Freitag einen neuen Rekord in Sachen Verklärung und Verharmlosung von Islam-Terror.

Aydan – „eine deutsche Kultur ist schlicht nicht identifizierbar“ – Özoguz äußerte sich am Freitagmorgen im Deutschlandfunk über die Absage des türkischen Moscheenverbands DITIB, an einer sogenannten Ramadan-Demo gegen Terror am Samstag in Köln teilzunehmen. Es kam das übliche Blabla vom „stärkeren Dialog mit den Moscheen“…

Doch als Özoguz die Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland zu verbieten, ablehnt („dann hätten viele Muslime überhaupt gar keine Anlaufstelle mehr“), unterbricht sie die Interviewerin ungewöhnlich scharf.

„Das ist dann aber doch eine fatale Situation in Deutschland“, greift sie ein. „Wir haben doch jetzt auch durch die Flüchtlingsbewegung erheblich mehr muslimische Einwohner im Land. Wenn die nur in ausländische Moscheen gehen können, wie können wir die denn überhaupt versorgen, dass die ihren Glauben ausleben können, aber eben nicht zu Fundamentalisten gehen sollen?“

Özoguz erwidert völlig unbesorgt: „Naja, wir arbeiten ja dran, Frau Büska. Aber ich meine, das Problem ist ja nicht eins, was wir seit heute haben, sondern seit Jahrzehnten, eigentlich schon seit dem Zweiten Weltkrieg, wenn Sie so wollen. Dass man eben gesagt hat, der Islam, ja, das soll sich irgendwie selber organisieren und selber regeln und wir kucken bequem zu, und das reicht dann schon.“ (1)

Aha! Die hiesige Aufnahmegesellschaft hat also beginnend 1945 versagt, die Probleme der Moslems zu organisieren!

Wenn die Erdogan-Türken der DITIB noch eine Steilvorlage gebraucht hätten, ihre Zusage an der angeblichen Moslemdemo gegen den Terror zu begründen, das wäre sie gewesen. In deren Stellungnahme heißt es ähnlich verlogen: „(…) ein Zeichen gegen den Terror zu setzen, ist eine Aufforderung an die gesamte Gesellschaft, die darin sozusagen ‚Gesamtschuldner‘ ist.“ (2)

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(1) http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/06/16/zu_koelner_muslim_marsch_interview_aydan_oezoguz_dlf_20170616_0716_b66396a3.mp3
(2) http://www.ditib.de/detail1.php?id=603&lang=de

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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