NS-Sprache: ZDF bezeichnet Maaßen als „Schädling“, vor dem man sich schützen müsse

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Linke Mikrointelligenzen durchwühlen Texte nach „struktureller Diskriminierung“, „strukturellem Faschismus“, antifeministischen „Mikroagressionen“ und anderen Sachen, die nicht darin enthalten sind. Zugleich verwendet das Zwangsgebühren-TV ganz offen einen Hass-Begriff aus der NS-Zeit, einst angewandt auf Menschengruppen, die man zur Tötung freigab: Ab 1939 wurde sogar eine Liste der sogenannten Volksschädlinge angelegt.

Im Falle vom Chef des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, wollte das ZDF vielleicht testen, wie viel Entmenschlichung das Publikum bei offiziellen Regimeverrätern toleriert. Deshalb brachte die ZDF-„heute-show“ auf Twitter und Facebook einen Post mit der Überschrift: „Vor Schädlingen sollte man sich schützen. #Maaßen“

Screenshot Twitter

Zwar gilt der Maulwurf im Tierreich nicht als „Schädling“, aber die Analogie vom „Untergraben“ war den ZDF-Hetzern wahrscheinlich zu verlockend. Hier lässt sich aus dem Vollen schöpfen: Dass man ihn nicht im Garten haben will, (soll wahrscheinlich heißen: Man will den „Volksschädling“ nicht mehr im Land), dass er alles untergrabe (Zersetzer) und dass man ihm „auf den Kopf gemacht“ (ins Gehirn geschissen) habe. Welch subtiles Spiel mit den Assoziationen!

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Immerhin löste der Tweet noch so viel Empörung aus, dass er gelöscht wurde. Aber wird dem ZDF bei Twitter oder Facebook jetzt der Account gesperrt? Nimmt die Amadeu-Antonio-Stiftung den Sender wegen Hate-Speech in ihre Denunziationslisten auf?  Garantiert nicht. Mancher wird vielleicht auf den Satire-Charakter der „heute-show“ hinweisen. Ja, aber was wäre passiert, wenn man einen bekennenden Establishment-Politiker in dieser Weise „satirisch“ präsentiert hätte? …

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