Neuer Konflikt in Syrien: Die Errichtung eines kurdischen Staates

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Unter dem medialen Gewitter über den Einmarsch von Erdoğans Truppen, den damit einhergehenden interkulturellen Verwerfungen zwischen kurdischen und türkischen Mitbürgern auf deutschem Boden und Headlines über das Entkommen von IS-Häftlingen bis hin zum drohenden Genozid, stellt sich eine möglichst nüchterne Einschätzung der derzeitigen geopolitischen Lage im Nordosten Syriens als äußerst schwierig dar. Dabei scheinen in der gängigen Berichterstattung die Rollen der Guten und der Bösen in diesem Konflikt weitestgehend geklärt zu sein, grundlegende Fragen über Souveränität und Völkerrecht sowie historische Konflikte und Ethnographie finden kaum noch Beachtung.

_ von Marvin Timotheus Neumann

Die Darstellung des linksliberalen Mainstreams im Westen ist relativ klar. Zum einen steht das Bild von einem türkischen Despoten im Raum, der den Abzug der US-Truppen kalt kalkuliert ausnutzt, um die Grenzen der Türkei gen Süden zu erweitern, die Region von Kurden ethnisch zu säubern und dem Traum eines neuen Osmanischen Reiches einen kleinen Schritt näher zu kommen. In anti-türkischen Reflexen stürzten sich auch einige deutsche Konservative und Rechte auf diese Trope. Auf der anderen Seite stünden dort die marginalisierten Kurden, welche als ewig unterdrückte und misshandelte Minderheit in der Region, nun um ihr Leben bangen und deren militanten Widerstandsgruppen, die PKK und die YPG, Solidarität oder wenigstens Verständnis verdient hätten.

Obendrein lauert die syrische Armee mit Giftgas-Assad als das konstante Unheil bedrohlich im Süden. Und zuletzt gilt Donald Trump mal wieder als Unmensch, der für alles verantwortlich sei, da er die amerikanischen Truppen aus dem mittleren Osten abziehen, die Menschen ihrem Schicksal überlassen und das Militär der Vereinigten Staaten als ewige Weltpolizei und militanten Motor des Globalismus auf eine rein national dienliche Dimension zurückfahren möchte – zumindest soweit dies im Rahmen des Möglichen steht. Die Lage scheint relativ eindeutig, doch obgleich an allem immer etwas dran ist, lohnt es sich bei den Grundannahmen und Aufhängern dieses Narrativ einmal genauer hinzusehen.

Die Kurden

Die Kurden stehen in diesem Konflikt klar im Zentrum. Sie werden in der westlichen Wahrnehmung gern als unterdrücktes Volk eingestuft, welches in der Geschichte von einem Peiniger zum nächsten stolperte und nie seine Emanzipation erlangen konnte – ähnlich wie Polen bis zum Ende des Kalten Krieges in etwa. Für Linke kommen dabei alte Gefühle auf, man phantasiert vom Kampf der Internationale gegen das faschistische Imperium (in diesem Falle sowohl die Türkei als auch Syrien), vom vereinten Kampf der Genossen unter dem roten Stern der YPG – der Landesgeschäftsführer der sächsischen Linken beispielsweise teilte im Austausch mit einem Stadtrat aus Leipzig auf Twitter die Sehnsucht nach einem bewaffneten linken Freiheitskampf, ganz in Che Guevara-Romantik.

Dies darf natürlich niemanden überraschen, verbirgt sich hinter linken pazifistischen Weltfriedensfloskeln doch oftmals eine heimlich leidenschaftliche Begeisterung für ideologisch gerechtfertigte Kriege – die Grünen, als Speerspitze der Neuen Linken, bewiesen dies bereits in den frühen Neunzigern. Das Problem an diesem Framing ist jedoch die Tatsache, dass es gar keine historisch-homogene ethnische Gruppe der Kurden in diesem Sinne gibt. Es handelt sich um eine Ansammlung verschiedener Nomadenvölker aus der westlichen Region Kurdistan im Irak, welche sich seit dem Ende des Ersten Weltkrieges über den Norden Syriens bis ins Herz Anatoliens ausgebreitet haben – was die Idee eines geplanten Genozids durch Erdoğan relativ unglaubwürdig erscheinen lässt, leben viele kurdische Gemeinden doch unmittelbar im Umkreis von Ankara. Die Kurden sind im Norden Syriens oder im Osten der Türkei somit keine historisch angestammte autochthone Bevölkerungsgruppe – im Gegensatz zu Armeniern, Anatoliern, syrischen Arabern und assyrischen Christen.

Die Christen

Ganz aus dem Blick der Berichterstattung der GEZ-Medien scheinen die christlichen Syrer in der Region gerutscht zu sein. Das Verhältnis zwischen den Kurden und den christlichen Minderheiten ist nämlich alles andere als harmonisch und spielt eine große Rolle. Die Kurden sind in der Region, welche sie beanspruchen, nicht einmal die Mehrheit, weshalb Spannungen zu den (weitestgehend unbewaffneten) autochthonen Gruppen vorprogrammiert sind. Konflikte zwischen den assyrischen und kurdischen Gruppen haben dabei eine lange Geschichte, doch fanden erst zuletzt einen neuen Höhepunkt. Anfang Oktober wurden zahlreiche christliche Privatschulen im Nordosten Syriens, welche von der syrisch-orthodoxen Kirche verwaltet werden, von kurdischen Autoritäten geschlossen. Der Grund war die Ablehnung eines neuen Curriculum, welches laut den Schulbehörden die Identität, Kultur und Geschichte der Christen in der Region untergraben und kurdischen Nationalismus stattdessen propagieren würde.

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Die Iraqi Christian Foundation geht so weit zu behaupten, dass in den vergangenen 300 Jahren keine Gruppe stärker an der Verfolgung, Unterdrückung und Ermordung von indigenen Christen im Mittleren Osten beteiligt gewesen sei als die der Kurden. Das World Council of Arameans (Syriacs) macht in einem Pressestatement vom 9. Oktober die kurdische YPG für die Eskalation und den Einmarsch der Türken verantwortlich, gibt im selben Dokument Donald Trump, welcher nur verlauten ließ, dass die Kurden ja nun auch keine Engel wären, bei seinen Absichten des Truppenabzugs Recht und fordern die syrische Armee als Ordnungsinstanz. Durch die Aufrüstung der kurdischen Milizen im Kampf gegen den IS, würden diese nun die Absicht der gewaltsamen Errichtung eines souveränen Kurdistans verfolgen, was als Konsequenz die Unterdrückung nichtkurdischer Einwohner und die militärische Involvierung der Türkei und Syriens mit sich bringe.

Der kurdische Staat

Und das Programm der Errichtung eines kurdischen Staates ist zufällig weit oben auf der außenpolitischen Agenda der amerikanischen Neocons. 2006, noch vor Obamas Präsidentschaft, in der sowohl Al-Qaeda als auch ISIS erst von den USA aufgebaut wurden, veröffentlichte der amerikanische Oberstleutnant Ralph Peters im Armed Forces Journal eine Karte für eine angestrebte Neuordnung des Mittleren Ostens – mit einem verkleinerten Syrien, einer stark verkleinerten Türkei und einem „Free Kurdistan“ von Kirkuk (Irak) bis an die georgische Grenze und das Schwarze Meer. Viele der darin implizierten Veränderungen im Mittleren Osten haben wir in den vergangenen zehn Jahren wahrnehmen können, beginnend mit dem sogenannten arabischen Frühling.

Diesen Bestrebungen kommt ein Donald Trump, der scheinbar von all dem eigentlich nichts wissen möchte und seine „heroes“ lieber gänzlich aus der Region abziehen will, ziemlich in die Quere – was sein bisheriges Scheitern in den Rückzugsbestrebungen erklären dürfte. So überrascht es nicht, dass bei der letzten Verlautbarung Trumps bezüglich des Truppenabzugs im Frühjahr prompt ein Grund gefunden wurde, die U.S. Army in Syrien zu halten. Meldungen über Giftgasangriffe Assads kommen da praktisch wie gerufen. Senator Lindsey Graham schob außerdem die Ermordung vier amerikanischer CIA-Agenten, welche einem Treffen mit – ausgerechnet – kurdischen Vertretern im Januar 2019 beiwohnten, als eindeutigen Beweis für die Notwendigkeit einer anhaltenden angloamerikanischen Besatzung vor. Man würde ja sonst nur Putin und Assad einen Gefallen tun.

Außerdem wäre da ja die Gefahr eines Wiederauferstehens des IS, sollten keine US-Soldaten mehr auf syrischem Boden stehen. Meldungen über das Entkommen von eingesperrten islamischen Kämpfern aus kurdischen Gefängnissen machten nun prompt die Runde. Nur wurden diese frei gelassen und sind nicht entkommen, die Kurden drohten bereits zuvor, diesen Schritt zu gehen. Die kurdischen Milizen bekämpften den IS von vornherein eher aus opportunen Gründen, in der Annahme, sie würden vom Westen dafür entlohnt werden. Besiegt wurde der IS jedoch in erster Linie von der syrischen Armee, welche gleichzeitig die Al-Qaeda, die sich wiederum im Besitz amerikanischer Waffen befand, bekämpfte. Und es sind verschiedene von den USA aufgerüstete Gruppen, die nun wiederum den Einmarsch der Türkei unterstützen. Dies mag unübersichtlich scheinen, es sollte jedoch schnell klar werden, dass die Amerikaner bzw. die Neocons kein genuines Interesse am Schutz der Kurden hegen und deren Staatsbestrebungen lediglich aus geopolitischstrategischen Gründen unterstützen.

Die Außenpolitik der Neocons

Nun mag man die Frage stellen; cui bono? Das Pentagon würde seine Armee gerne zeitlich unbegrenzt im Mittleren Osten stationiert sehen, doch wozu? Die Öl-Reserven im Osten Syriens werden seit langem von US-Truppen besetzt, doch diese sind dermaßen gering, dass es sich hierbei anstelle der Nutzung der Energiequellen vielmehr um den strategischen Plan der Abschneidung der Ressourcen zur Destabilisierung des Assad-Staates zu handeln scheint. Die Destabilisierung des syrischen Staates und die Errichtung eines Kurdistan, ist für die Neocons in erster Linie von Bedeutung, da sie in der Region primär im Sinne der israelischen Außenpolitik handeln. Für Israel, der größte Verbündete der Amerikaner und in geopolitischer Hinsicht ihr wichtigster Außenposten, ist die Zersplitterung und Destabilisierung seiner Nachbarstaaten, die je her eine Gefahr für den Judenstaat darstellen, von großem Interesse. Man muss sich keinen verschwörerischen Spekulationen über ein geplantes „Groß-Israel“ vom Nil bis zum Euphrat zuwenden um zu erkennen, dass auch territorial ein Gewinn bei diesen Plänen für die Israelis rausspringt – die israelische Annexion der ursprünglich syrischen Golanhöhen nach dem Sechstagekrieg, welche bisweilen international nicht anerkannt wurde, fand am 25. März die offizielle formale Anerkennung durch die Amerikaner. Und nachdem dort Ölvorkommnisse durch Israel festgestellt wurden, saugt die amerikanische Firma Genie Energy, zu deren Beratern Jacob Rothschild und auch Dick Cheney gehören, die Rohstoffe ab. Eine Interessenkongruenz der Israelis und Amerikaner liegt auf der Hand.

Es ist offensichtlich, dass die Neocons in den USA, rangelnd mit dem Präsidenten und doch in Übereinstimmung mit Israels außenpolitischen Interessen, die Destabilisierung Syriens und die Errichtung eines kurdischen Staates im Rahmen einer Umgestaltung des Mittleren Ostens beabsichtigen. Präsident Trump ist dabei immer eine relativ ambivalente Figur, ist er doch eindeutig israelfreundlich eingestellt, mit Jared Kushner als eigenem Schwiegersohn, zugleich aber der gängigen neokonservativen und neoliberalen Geopolitik abgeneigt. Regime Change ist aber offenbar immer noch das Ziel, Assad soll gestürzt, ein Kurdistan errichtet und die amerikanischen Truppen als Wegbereiter dieses geopolitischen Plans auf unbestimmte Zeit in der Region stationiert bleiben.

Die Türkei will hierbei wie Syrien in erster Linie die Hoheit über ihr Staatsgebiet aufrechterhalten und ihre Grenzen vor aufgerüsteten linksmilitanten kurdischen Gruppen schützen. Natürlich wittert Erdoğan hierbei die Chance auf größere geopolitische Einflussnahme und ist im Umgang mit kurdischen Bürgern nicht grade zimperlich und natürlich sind türkische Truppen besonders für christliche Minderheiten in der Region keine gute Neuigkeit. In erster Linie aber hat Syrien als souveräner Staat das Recht darauf, sein Territorium sowohl gegenüber ausländischen Mächten – die Vereinigten Staaten und die Türkei – als auch linksterroristischen Separatisten – die PKK und die YPG – zu verteidigen und als Schutzmacht über seine Minderheiten zu wachen. Was nach all den Kriegen der letzten Jahre am nötigsten in der Region gebraucht wird, ist Frieden und die Stabilisierung der bestehenden, souveränen Staaten – in diesem Sinne ist Trumps geplanter Abzug der amerikanischen Truppen und damit die Restabilisierung Syriens für ein Ende der „endless wars“ der richtige Weg und eine Chance auf die Einkehr von Ordnung und Frieden im Mittleren Osten – zumindest auf unbestimmte Zeit.

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29 Kommentare

  1. Avatar
    Rumpelstielz am

    wie oft hat Erdowahn, von der Welt ungehindert die Kurdengebiete bombardiert – wieviele Jesiden wurden von den Jungtürken ungestraft masskriert…
    Die Türkei muss diese Gebiete abtreten und hinnehmen, dass die Großtürkei etwas kleiner wird.
    Längst überfällig – Europa muss Druck ausüben und den Obertürk seinen Platz zuweisen.
    Insbesondere darf keine Hochtechnologie erlangen. Tourismus ade… bis dahin…

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      Bakaro, mein nächster Urlaub findet an der türkischen Mittelmeerküste statt und Ich werde dort einige Gläschen Raki auf die Erinnerung an Gallipoli trinken.

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    Heinrich Wilhelm am

    Nur mal so als Einwurf:
    Man filmt mit dem Smartphone eine Kompanie US-Truppen auf irgendeinem Marsch und titelt:
    "USA ziehen ihre Truppen ab!"
    Kommt auf n-tv oder N24 usw. gut, wirkt glaubwürdig und provoziert endlose Spekulationen.
    So kann man die Öffentlichkeit in Vollzeitbeschäftigung versetzen.
    Bitte auch solche Aspekte einbeziehen.

  3. Avatar
    Sonnenfahrer Mike am

    Die Konflikte und Interessen im Nahen Osten sind so vielfältig und verworren, daß wir Deutschen
    und Europäer aller bestens beraten wären, uns da komplett herauszuhalten und uns ganz auf
    uns selbst sowie auf unsere eigenen Herausforderungen und Probleme hier bei uns in Europa
    zu konzentrieren. Sprich, ginge es nach mir, würden wir sofort all unsere Soldaten Heim holen,
    sofort alle Unterstützungen und Hilfszahlungen an jedwede Nichteuropäer komplett einstellen
    und sofort damit beginnen, wirklich alle Nichteuropäer restlos aus Deutschland und ganz
    Europa auszuschaffen.
    Und diese gigantischen, dadurch freiwerdenden Gelder und Kapazitäten wiederum, würde ich
    sodann endlich mal in die Entlastung unserer eigenen Steuerzahler, die Förderung unserer
    eigenen Kinder und Familien, in die Unterstützung unser eigenen Rentner, in den Ausbau
    und die Instandsetzung unserer eigenen Infrastruktur sowie in die Förderung unserer
    eigenen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur stecken.

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      Sonnenfahrer Mike am

      Eines sollte auch endlich mal klargestellt werden, wenn die Nichteuropäer denken, untereinander Krieg
      führen zu können, dann sollen sie künftig bitte auch
      gefälligst selber für die Folgen ihrer Kriege aufkommen, sprich sich künftig selbst
      und selbständig um ihre eigenen Kriegsopfer und den Wiederaufbau ihrer eigenen
      Städte und Dörfer kümmern und vor allem dies auch selbst alles bezahlen,
      statt uns Deutsche und Europäer immer dafür aufkommen zu lassen.

      Und an alle selbsternannten "Gutmenschen" hier in Europa:
      Nehmt gefälligst künftig Euer eigenes Einkommen und Euer eigenes Vermögen,
      statt unser aller Geld und Vermögen, wenn ihr irgendwelchen Nichteuropäern
      unbedingt helfen wollt und helft den Nichteuropäern gefälligst dort vor Ort in
      deren eigenen Ländern, statt diese weiterhin zu uns hinein zu holen, denn
      Deutschland und Europa gehört euch nicht allein, sondern allen Deutschen
      bzw. Europäern, sprich wir wollen weder länger Eure Arbeitssklaven, noch
      länger die Arbeitssklaven Eurer Schützlinge/Goldstücke sein.

    • Avatar
      Peter Fassbender am

      Richtig!
      Die REMIGRATION ist durchaus möglich!
      .
      WIR KÖNNEN DIE REGIERUNGEN ZWINGEN (!!!), die REMIGRATION durchzuführen! Denn seit 20 J. haben sich alle UNO-Staaten auf den SACHS-Plan VERPFLICHTET.
      Die Industriestaaten schließen Verträge mit den Entsendestaaten und geben dafür GEZIELTE Entwicklungshilfe. Natürlich unter Bedingung der Remigration und der Beschränkung der bedrohlichen Explosiven Geburtenrate.

      Das SACHS-Konzept erlaubt es, die GRENZEN DICHT zu machen, die FREMDEN in Würde HEIMZUSCHICKEN, die Geburtenrate in der Dritten Welt zu normalisieren und die NOT IN DER WELT zu beenden. Und das ganze ist noch dazu zum NULLTARIF zu haben, weil die BRD ihre bisher ungezielt vergebene Entwicklungshilfe umwidmen kann!

      COMPACT hat das Konzept veröffentlicht (https://www.compact-online.de/migrationsproblem-loesen-weltweite-armut-beenden-ein-politsches-konzept/ ).

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    Peter Aschbacher am

    Teile Syriens und der Irak sind genauso wie Restdeutschland eine Besatzungszone der Westalliierten und sind übersät mit den Gräbern der Millionen ermordeten Einheimischen. Der Unterschied ist nur, dass der Irak und Syrien seine Besatzer raus haben möchte.

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    Sind in den letzten Jahren noch nicht genug deutsche Soldaten im Ausland, Hindukusch usw. gefallen?

    Die inländischen Politiker, die sich dafür stark machen weitere deutsche Soldaten zu entsenden, sollten ihre Kinder, Verwandten, Bekannten mit in die Krisengebiete schicken.

  6. Avatar

    **EILMELDUNG**
    Flüchtlinge mit russischem Pass: Zahl der Abschiebungen von Tschetschenen steigt – Tagesspiegel.de
    Die Menschenrechtslage in der russischen Teilrepublik Tschetschenien ist desolat. Dennoch schiebt Deutschland immer mehr Tschetschenen ab. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, kritisierte, Bund und Länder forcierten Abschiebungen nach Russland, obwohl die Bundesregierung selbst sage, dass es in Tschetschenien schwere Menschenrechtsverletzungen gebe. „Diese verschärfte Abschiebepolitik ist unverantwortlich und muss sofort gestoppt werden“, sagte Jelpke dem Tagesspiegel. „Menschen, die von den tschetschenischen Behörden verfolgt werden, sind auch im übrigen russischen Staatsgebiet nicht sicher.“
    https://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-mit-russischem-pass-zahl-der-abschiebungen-von-tschetschenen-steigt/25143314.html

    Danke, Ulla, für die klaren Worte. Das Problem: Die meisten Mitglieder und Funktionsträger von DIE LINKE haben im Rektum Putins ihr Zelt aufgeschlagen. Ist das wirklich nötig? Putin lässt seinen Statthalter in Grosny, Ramsan Kadyrow, unbehelligt foltern, verschleppen und morden. Warum seid ihr in puncto Putin alle devot? *kopfschüttel*

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      Gesslers Hut am

      Rettet die Tschetschenen!

      Kennste den viele von den Lieben, außer die, die du hoffentlich in deinem eigenen Keller versteckt hast?

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      Peter Fassbender am

      FALSCH!
      Die BRD ist kein Nachbarland von Russland. Wenn dort Krieg herrschen täte, wären die Tschetschenen zur Flucht in ein NACHBARLAND berechtigt, wo sie von der UNO betreut würden.
      .
      Keinem einzigen Tschetschenen kommt ein Asylanspruch zu.
      Sie kommen über sieben sichere Drittstaaten aus Russland, das auch ein sicherer Drittstaat ist.
      . Man kann Putin kritisieren, bis der Arzt kommt. Das heißt noch lange nicht, daß wir seine Problemgruppen importieren müßten!

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    Der Türke spricht laut zu den Kurden, euch alle werde ich erwurgen.
    Der Israeli sagt dazu, dann krieg ich neues Land, juhu.
    Schnell kommt der Ami angerannt, ihr Deppen sterbt durch meine Hand.
    Den Syrer lässt das alles kalt, Murkel bezahlt Urlaub im Westerwald.

  8. Avatar

    Türken u. Kurden auf deutschem Boden sind keine "Mitbürger" und wer sie zu Mitbürgern erklärt ist auch nicht mein Mitbürger.

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      Mein kurdischer Freund, der seit 30 Jahren eine Dönerbude betreibt, war mein Trauzeuge. Der Typ hat mehr Anstand im Leib als du. Schreib keinen Scheiß.

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    Rumpelstielz am

    Keine Frage ein Kurdistan muss her – ein Teil der heutigen Türkei. Und wenn der Völkermörder in Ankara vor Wut platzt.

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      der gründer des staates israel war nicht ben gurion, sondern adolf-nazi. völlig okay und logisch, dass man nach dem holocaust den juden/israeliten einen eigenen staat gab. dasselbe sollte den kurden jetzt ebenso eingeräumt werden. man muss sich das vergegenwärtigen: sie waren es, die die jesiden vorm is retteten. sie verloren 11.000 soldatInnen im kampf gegen den is. und jetzt werden sie durch trumps entscheidung vertrieben oder zur schlachtbank geführt. dieser us-präsident ist einfach nur zum fremdschämen peinlich.

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        Peter Fassbender am

        Blödsinn.
        Auch ein unterstellter Massenmord berechtigt eine Menschengruppe nicht zur Annexion und Vertreibung!
        Stalin hat den Juden der Welt eine Heimstatt in Birobidjan zur Verfügung gestellt, GB hat Kenia vorgeschlagen, Polen und Frankreich haben Madagaskar vorgeschlagen.
        .
        Die Vertreibung der Kurden aus ihren Wohngebieten und die Attacken auf die Zivilbevölkerung sind ein Skandal. Warum gibt es keine Volksabstimmung in den kurdischen Gebieten? Dann würde man sehen, welchen Anteil sie stellen, und was das Volk will, nicht Erdogan, Netanyahu, Trump.

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        Tausendnicks,von Dankbarkeit an diesen "Staatsgründer" ist aber in Israel nichts zu spüren.

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      Jeder hasst die Antifa am

      Karl May muss wieder her er weis wie man durchs wilde Kurdistan reist.

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    Deutschösterreicher aus dem Wienerwald am

    Das alles ist natürlich nicht ganz falsch. Zwei Argumente sind für mich aber zumindest zweifelhaft. Die Souveränität des syrischen Staates ist Resultat des Geschachers von England und Frankreich nach dem 1.Weltkrieg. Welche moralische Qualität soll das haben? Zweitens: Die Existenz eines kurdischen Volkes soll durch seine Stammesstruktur widerlegt werden? Dann gäbe es aber auch kein deutsches Volk und diese Behauptung wollen wir doch der antideutschen Linken überlassen.

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      Werter Landsmann,die Unterschiede zwischen den Kurden sind ein fettes Stück größer als zwischenMecklenburgern u. Österreichern,keine Sorge. Es gibt islamische ,christliche, jesidische Kurden, die kann man schwerlich als ein Volk bezeichnen.

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        Peter Fassbender am

        Vorsicht: Verschiedene Religion wäre keinesfalls das geeignete Kriterium, um zu bestimmen, ob die Kurden ein eigenes Volk darstellen.
        In Ägypten gibt es auch Christen, Juden, Kopten, Mohammedaner. Gibt es deshalb kein ägyptisches Volk?

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        @P.Fassb.. Nein ,gibt es nicht (mehr). Die religiösen Minderheiten in Ä sind zwar bedeutungslos,aber die Bevölkerung besteht aus einem hoffnungslosen Gemisch aus den uralten Nilo-Hamiten,auf das sich später Perser,Griechen und Araber(Semiten) aufgepfropft haben. Mag Europäern zwar wie ein Volk vorkommen,ist aber keines.

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    Offenbar mag niemand mehr was vom Nahen Osten hören oder dazu sagen.Ich auch nicht. Sollen sie doch alle zum Teufel gehen.

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      heidi heidegger am

      Doch ich: der Kurde spricht irgendwie leicht persisch und ist über die Welt verstreut. Wenn der nen Staat kriegt, dann will ich nix mehr hören über Israel, hah! Moses ist übrigens Kult: ein Herrschersohn, der es leichter hätte haben können, aber stattdessen sich die Mühe machte..ihr kennt die große Erzählung..wer würde dabei nicht auch an unseren Elsässer (ausm Handwerkeradel quasi) denkäään, häh? 😉

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