Im Stadtpark von Sarajewo schlagen zurzeit hunderte Migranten ihre Zelte auf – Szenen, wie sie uns bereits vom Berliner Oranienplatz bekannt sind. Die Menschen kommen über die neue Balkanroute und werden sicherlich nicht in Bosnien und Herzegowina bleiben, denn Sie kennen nur ein Ziel: Deutschland. Hier bekommen sie üppige Sozialleistungen und eine von den Altparteien verordnete Willkommenskultur.

    Der ganze Balkan ist wieder Migrationsbrennpunkt: Laut der österreichischen Kronen Zeitung rechnet Kroatien mit einem Ansturm von 60.000 Personen, die momentan noch in Albanien und Montenegro darauf warten, Richtung Norden aufzubrechen. Bevor die Asylmigranten, die über zahlreiche sichere Drittstaaten zu uns kommen wollen, Deutschland erreichen, verdienen erstmal Schleuser und korrupte Beamte an ihnen. Für ungefähr 200 Euro winkt sie die Grenzpolizei von Griechenland nach Albanien durch, 100 Euro kostet der Übergang nach Montenegro, und für 50 Euro geht es nach Bosnien.

    „Sie kommen von allen Seiten“, titeln lokale Medien. Die überforderten Länder in Südosteuropa wissen nicht weiter. Bis April wurden allein in Slowenien 1.266 Illegale aufgegriffen. Das ist ein Anstieg von 280 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. 1.300 weitere Migranten sollen in Kroatien aufgegriffen worden sein. Die dortige Grenzbehörde wappnet sich, um der Flut Herr zu werden.

    Montenegro erwägt – nach dem Vorbild Ungarns – den Bau eines Zauns an der Grenze zu Albanien, um die zunehmende Zahl von Asylanten einzudämmen, die jetzt wieder über den Balkan kommen. Der Leiter des kroatischen Grenzschutzes, Vojislav Dragovic, sprach im Staatsfernsehen von einem Stacheldrahtzaun, der errichtet werden könnte. Er warf den albanischen Behörden vor, entgegen einer Vereinbarung zurückgewiesene Einwanderer nicht wieder aufzunehmen.

    Auch Bosnien leidet sehr unter der Asylflut. In den ersten zehn Tagen dieses Monats haben 100 Personen illegal die Grenze überquert, an die 5.000 sollen es seit Jahresbeginn sein. Das sind zwar „Peanuts“ zu dem, was Deutschland bisher an Migranten aufgenommen hat. Für das kleine Land aber kaum zu verkraften – zumal jeder Asylant, der es schafft, weitere nach sich zieht. „ Wir sind überlastet! Die Unterkünfte werden täglich voller und niemanden interessiert es“, erklärte Duhret Fazlic, Bürgermeister von Bihac, wo ein Erstaufnahmezentrum Bosniens steht.

    Schlepper und Asylanten haben sich nach der Schließung der Balkanroute angepasst und einen anderen Weg gefunden. Die neue Routenführung: Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien und in der Folge die Grenzüberquerung nach Kroatien; der letzte Schritt in die Europäische Union – und von dort aus ist es nur ein Katzensprung bis nach Deutschland.

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    Asyl.-Unsere-Toten-

    Und was unternimmt die EU? Sie diskutiert über die Umverteilung von Menschen, die größtenteils überhaupt keine Berechtigung haben, nach Europa einzureisen. Statt unsere Grenzen zu sichern und illegale Einwanderer und abgelehnte Asylbewerber konsequent auszuweisen beziehungsweise abzuschieben, liegen weltfremde Verteilungsquoten auf dem Tisch, von denen Ungarn und die anderen Viségrad-Staaten nichts wissen wollen. Zurecht! Denn diese Quoten würden dazu führen, dass nicht nur die bisherigen Zielländer der Asylmigranten, sondern gleich alle Nationen Europas überrollt würden.

    Je mehr Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten hereingelassen werden, desto mehr werden ihnen folgen. Nur eine No-Way-Politik nach dem Vorbild Australiens kann uns Sicherheit verschaffen, denn die Zahl derer, die versuchen, zu uns zu kommen, würde sich massiv verringern, wenn sie keine Aussicht auf eine Bleibemöglichkeit hätten! Dadurch könnte auch das Sterben im Mittelmeer beendet werden. Diese Methode ist weitaus besser, als immer noch mehr Migranten nach Europa zu locken.

    Auch der österreichische Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) sperrt sich gegen EU-Umverteilungsquoten: „Die viel diskutierte Umverteilung von Asylwerbern innerhalb Europas kann nicht die Lösung sein, im Gegenteil, sie würde weitere Einwanderer anlocken und die Geschäfte der Schlepper begünstigen“, sagte er der Kronen Zeitung. „Der erste Schritt muss sein, dass Asylanträge nicht mehr in Europa gestellt werden, sondern auf dem jeweiligen Heimatkontinent.“ Die schwarz-blaue Regierung will das Thema Migration beim bevorstehenden EU-Ratsvorsitz in den Fokus rücken.

    Das wird auch höchste Zeit, denn die Zahl der Migranten, die in den ersten Monaten dieses Jahres illegal die Landesgrenze zwischen Türkei und Griechenland überquerten, hat sich laut Welt im Vergleich zum Vorjahr verneunfacht! Auch die Zahl der Illegalen, die über das Mittelmeer auf griechische Inseln kamen, stieg von 5.582 auf 9.349.

    Eigentlich sollte der Flüchtlingsdeal mit der Türkei diese Grenzübertritte verhindern. Das lässt sich die EU mehrere Milliarden Euro pro Jahr kosten – und bringt uns in Abhängigkeit von Erdogan. Der osmanische Türsteher vom Bosporus drohte bereits mehrfach, das Abkommen aufzukündigen, wenn türkische Bürger nicht ohne Visum in die EU einreisen dürfen. Es wäre aber wesentlich sinnvoller, die Grenzen selbst zu sichern, statt den Launen des türkischen Präsidenten ausgesetzt zu sein.

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