Seit längerem ärgert sich die Windkraftlobby über den Tierschutz. Kaum wird ein Windpark angekündigt, schon reichen Naturschutzvereine auf Grundlage des Artenschutzgesetzes ihre Klagen ein. Das verbietet die Tötung gefährdeter Wildtiere. Immerhin wurden bereits 2015 durch die 12.841 Windräder eines norddeutschen Untersuchungsgebiets innerhalb eines Jahres locker 7865 Mäusebussarde, 10.370 Ringeltauben, 11.843 Stockenten und 11.197 Möwen geschreddert. Zudem schreiben Forscher den Rotoren einen Anteil am derzeitigen Insektensterben zu.

    Im Juli musste die geschockte Windkraftindustrie feststellen: Der Tierschutz entwickelt sich zum „absoluten Planungshindernis“. Wegen ihm konnten die „Nachhaltigkeits“-Verdiener in den ersten Monaten des Jahres nur noch 35 neue Windkrafträder aufstellen, berichtete die Welt. Dass die Windkraftlobby nicht in Passivität verharrt, ist zu vermuten. Bereits vor zwei Jahren wurden in Mecklenburg-Vorpommern auffällig viele Greifvogelhorste zerstört. Allein im Landkreis Vorpommern-Greifswald zählte man 16 solcher Vorfälle. Experten verdächtigten damals schon die Windkraft-Lobby der Täterschaft. Motto: Wenn die Greifvögel ohnehin verschwunden sind, kann kein Tierschützer mehr etwas gegen eine Verspargelung der Gegend haben.

    Nach Auskunft des Naturschutzbundes NABU wurde in Deutschland im August erstmals die Zerstörung eines Nestes gerichtlich bestraft: Ein Mann hatte den Horst des streng geschützten Rotmilans destruiert und wurde zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt. Laut NDR stand die Tat „vermutlich im Zusammenhang mit der Planung eines Windparks im Landkreis Vorpommern-Rügen“.

    Dieser Verdacht, so erklärt der NABU-Landesvorsitzende Stefan Schwill, liege nahe, „weil sich der zerstörte Horstbaum nur knapp 1.000 Meter außerhalb des geplanten Windeignungsgebiets Franzburg befand und damit Bedeutung für die Genehmigungsfähigkeit eines Windparks in diesem Gebiet hatte”. Zugleich warnt Schwill die Windkraft-Lobby: „Die Zerstörung des Horstes ist jedoch mitnichten ein Freifahrtschein für eine baldige Errichtung eines Windparks.” Denn auch destruierte Nester würden im Genehmigungsverfahren noch jahrelang berücksichtigt. Da die Hälfte der überlebenden Rotmilane ihre Brutstätten in Deutschland errichteten, trage das Land besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Vogelart.

    Werden grüne Politiker sich dieser Problematik annehmen? Wohl kaum. Weil Grüne mit Natur(schutz) wenig zu tun haben. Was diese Partei tatsächlich will, lesen Sie hier:

    Die Grünen – eine rundum gefährliche Partei, wie auch in dem Artikel in persona des grünen Justizsenators von Berlin deutlich wird. Lesen Sie in unserem Spezial-Dreierpack alles über deren „Öko-Diktatur. Die heimliche Agenda der Grünen“, den von den Grünen hysterisch vorangetriebenen „Klimawandel. Fakten gegen Hysterie“ und warum es heißen muss „Nie wieder Grüne“. Alle drei Hefte für nur 19,95 Euro statt 26,40! Hier erhältlich.

     

    17 Kommentare

    1. Schulze Schulze an

      "Nestzerstörer in Stralsund verurteilt – handelte er im Auftrag der Windkraft-Lobby?" JA!!! DAS IST LEUTEN WELCHE SICH FÜR DIESE MATERIE INTERESSIEREN BEKANNT UND KEIN GEHEIMNIS!

      COMPACT: Aber das für Nestschreddern erstmalig jemand gerichtlich verurteilt wurde, ist neu.

      • Da mich bei solchen und ähnlichen Taten großer Widerwillen packt, freue ich mich über jeden Erfolg der Gerechtigkeit. Es besteht also doch Hoffnung für Deutschlands Justiz… Übrigens hatte ich den Eindruck die letzten Tage schon einmal, als die Künast von Richtern so enttäuscht wurde. Leider sind die Grünen so von sich überzeugt, dass die alle Hebel in Bewegung setzen und noch genügend willfährige Unterstützer*Innen haben, dagegen vorzugehen, wenn sie selbst mal das erdulden sollen, was sie woanders richtig finden.

    2. Der Dummschwätzer an

      Was gabs bei euch am WE zu essen?

      Schnitzel vom glücklichen Schwein oder was Leckeres aus dem Hühner-KZ?

      COMPACT: Wer ist “euch”? Der Admin. ist Vegetarier.

      • Der Dummschwätzer an

        Eure Durchlaucht,
        meinte ich diesen hätte ich selbstverständlich den Majestätsplural verwendet.

        Rettet die Korn-Mäuse! ;-)

        • heidi heidegger an

          Bei uns im Raumschiff gabs Gefriergetrocknetes wie immer: Thüringer Würschdl und Soki nahm Dachs-Schinken oder war es Lachsschinken, häh? und ich Eisbein..lecker lecker..leider waren die Sossen etwas -schrieb ich ja schon-..*grummel*

    3. Die "Aktivisten" werden doch nur bei ganz bestimmten Sachbezügen / Projektbezuegen "aktiv", wie z.B. dem Hambacher Forst, nämlich dann, wenn grün mitmarschiert.

      Aber wenn grün mitentscheidet, wie beim Reinhardswald usw., bleibt man in der grünen Stube.

      Es geht wie immer ums Geld, bei den erneuerbaren Energien um gigantische Investitionsmöglichkeiten.
      Und wer da so alles investiert, den interessiert doch bestimmt nicht die Mutter Natur.
      Seht Euch die Bilder der Kobaltminen , seltenen Erden Minen an und die dort zerstörte, umgegrabene Natur.
      Das interessiert doch im verlogenen "umweltfreundlichen" E -Autohype auch niemanden.
      Umweltfreundliche ist eh nur das, was die Partei bestimmt.
      Und da gehören vertriebene oder die zahllosen gekillten Tiere, ob sie dem Artenschutz unterliegen oder nicht, bestimmt nicht dazu.

    4. Absurde Vorstellung: Millionenschwere Verbrecher,die deshalb millionenschwer sind,weil sie ihre Verbrechen legal begehen, rekrutieren rüstige Rentner u. Arbeitslose,um Vogelnester zu zerstören (äh,Verzeihung, zu "destruieren"), haha. Auf solche Ideen kommen die NABU-Spinner. Wahrscheinlich war der Täter Taubenzüchter (Andor?). In der "DDR" galt der Wanderfalke als ausgestorben, Ich aber habe kürzlich gesehen,wie ein Falco peregrinus eine Taube schlug. Vermutlich ein "Wessi",der (wie Ich) eingewandert ist, um die "Ossis" wieder in Form zu bringen.

      • heidi heidegger an

        hehe, Du hast Andor gesagt. Nun, ein Sperber ertränkte mal eine Elster im Gartenteich! Da jibbett ein Video von..nix für Hippies, sag’ ich euch! Soki, kamest Du etwa mit der Welle der "Carpetbagger" (West-Notare&Volljuristen und so) ca. ab 1990 in die Zone, häh? Weil mir ist einer meiner Anwälte echt ausgebüxt dahin paar Jahre später..da war ich erstmal stinksauer, auch weil mir ein Trinkkumpan abhanden kam und kuckma: Elsässer ging in die DDR um sich in Form zu haltäään m. E., hah! Grüßle!

    5. Man kann die Windkraft auch sehr gut nutzen ohne die Vogelwelt zu zerstören. Die Niederländer haben es uns schon im 17.Jh. gezeigt. Man darf es eben nicht über den unsinnigen Umweg der Elektrizität machen, sondern direkt mit Holländermühlen Mahlwerke und Pumpen direkt betreiben. Auch klassische Aufsatzmühlen, die in den Wind gedreht werden können, eignen sich schon seit Jahrhunderten dazu!
      Dafür müssen – meist mit Elektrizität arbeitende – konkurierende Großbetriebe weg, die diese Arbeiten kleiner Mühlenbetriebe unwirtschaftlich machen. Die Produkte vieler über das Land verteilter Windmühlen können auch regional ohne langen Transport unterverteilt werden. Windenergie UND Tierschutz ist also möglich! Man muß nur auf Bewährtes zurückgreifen und nicht immer mit Gewalt was Neues suchen!
      Anstatt einer CO2-Steuer brauchen wir eine auf wirtschaftliche Konzentration, um Großbetriebe zu verhindern.

      • Na gut, mahlen wir das Korn für 82 Mio Menschen halt mit Hollandmühlen die 5 stramme Mägde in den Wind drehen. Aber bitte dabei helfen, war ja Ihre Idee!

        Haben Sie sonst noch Anwendungsbeispiele, wie wir Energie ohne diesen lästigen Umweg Strom nutzen können?

        • @ Tells Ärgernis:

          Der Einwand ist nicht ganz unberechtigt. Doch dazu bedarf es heutzutage keiner 5 strammen Mägde mehr. Diesen Job kann auch die zeitgemäße Steuer- und Regelungstechnik bewältigen, die zwar auch etwas Strom braucht, aber erheblich weniger als große Mahlwerke.

          Unser Wäschetrockner hat übrigens einen Durchmesser von 4 mm und eine Länge von mehreren Metern. Und wird von einigen Vollpfosten gehalten. Funktioniert zwar auch ohne Wind und Sonne, aber besser mit beiden.

        • Gessler,geben Sie`s auf,man kann es nicht allen recht machen,und Ihrer Seite soll man es auch nicht recht machen. Gucken Sie sich mal den (sowjetrussischen Propaganda-) Film "Killing Fields" an. Dann bekommen Sie eine Ahnung,wo die Reise hingeht. Allerdings bezweifele Ich,daß Sie das noch erleben werden,altersbedingt.

    6. Was sind das nur für Minusmenschen die für ein Taschengeld solche miesen Sachen abziehen ?
      Nun muss dieser Blödel 4.500 € bezahlen für seine überflüssige Tat !
      Schade das es seit Menschengedenken immer wieder solche üblen Querschläger gibt die für etwas Geld Menschen sowie die Natur verraten und zerstören.
      Die Sache mit Judas ist ja allgemein bekannt vermute ich mal.
      Zitat:
      Wenn Du tot bist, merkst Du nicht, daß Du tot bist.
      Es ist nur schwer für die anderen.
      Ebenso ist es, wenn Du blöd bist !