Nahrung fürs Gehirn – schlauer werden, einfach gemacht

0

Es ist mit unser wertvollstes Gut – unser Gedächtnis. Verlieren wir dieses, verlieren wir uns selbst. Träger dieses Gedächtnisses sind Gehirn und Zentrales Nervensystem. Werden wir älter, altern auch unsere Organe. Beim Gehirn kann man jetzt Abhilfe schaffen. Ein Mineralstoff wirkt hier fast schon Wunder. Richtig dosiert spart es oft teure Medikamente und hat auch noch viele andere gute Auswirkungen auf unseren Organismus. Zum Schluss – wir werden sogar schlauer, denn es regt Synapsenbildung und Zellteilung an. Das Gehirn wächst also wieder. Lassen Sie sich überraschen!

Lange wurde von Wissenschaft und Ernährungsexperten die Bedeutung von bestimmten Mineralstoffen für unsere Gesundheit, insbesondere die des Gehirns und des Zentralen Nervensystems unterschätzt. Dafür mag es verschiedene Ursachen geben. Zwei wesentliche seien hier kurz genannt: Sowohl unsere Nahrung und unsere Essgewohnheiten haben sich verändert als auch unser Leben ist schneller, hektischer, stressiger geworden. In unseren Lebensmitteln sind zunehmend weniger Mineralien enthalten, aber der Bedarf an diesen steigt. Früher reichte es oft aus, sich ausgewogen zu ernähren. Die Natur bot in Hülle und Fülle mineralstoff- und vitaminreiche Nahrung. Das ist in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden. Die Folge, selbst ausgewogener Ernährung fehlen oft ausreichend Mineralien. Vorwiegend handelt es sich um Kalium, Kalzium und Magnesium. Sie gelten als essenziell, weil sie unser Körper nicht selber herstellen kann. Daher müssen wir ausreichend davon zu uns nehmen. Tag für Tag.
Betrachtet man allein das Magnesium, dann gilt schon seit langem: Wenn es an Magnesium mangelt, dann hat neben zahlreichen anderen Organen auch das Gehirn ein Problem. Denn das Gehirn ist auf Magnesium angewiesen, der Mineralstoff ist z. B. auch an der Energieversorgung unseres Denkorgans beteiligt. Neueste Studien schreiben Magnesium sogar die Fähigkeit zu, unser Denkvermögen sogar zu steigern. Letztlich werden wir also sogar schlauer.

Eindrucksvolle Studienergebnisse bei Lerntests und Gedächtnisübungen
Was manchmal eher ins Gegenteil umschlägt und eher schädigt, bei Magnesium gilt dieser Satz nach wie vor: Viel hilft viel. Insbesondere wenn man sich die Wirkung auf unser Gehirn anschaut: Viel Magnesium tut dem Gehirn viel Gutes. Nicht zuletzt gibt es dazu eine viel beachtete Studie aus den USA. Die Hirnforscher Slutsky und Kollegen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) im US-amerikanischen Cambridge legen Ergebnisse vor, die aufhorchen lassen. Die Wissenschaftler verabreichten Ratten verschiedener Altersstufen regelmäßig zusätzliches Magnesium. Bereits nach zwölf Tagen schnitten die Tiere in Lerntests und Gedächtnisübungen deutlich besser ab als eine Kontrollgruppe, denen man kein Magnesium zusätzlich gab. Doch die Wirkung des Magnesiums zeigte sich nicht nur in den Tests und Übungen. Als die Forscher sich das Gehirn der Tiere anschauten, kamen sie aus dem Staunen nicht mehr raus. Es hatten sich zahlreiche neue Verknüpfungen, sogenannte Synapsen zwischen den Nervenbahnen neu gebildet. Auch fanden sie aktivierte Signalmoleküle. Beides hilft beim Lernen und Erinnern.

COMPACT-Spezial: Öko-Diktatur

Forscher erklären sich die beeindruckenden Wirkungen von Magnesium durch die Mechanismen, die der Mineralstoff im Gehirn in Gang setzt. So unterstützt Magnesium die Produktion von Botenstoffen und die Übertragung von Nervenimpulsen. Offensichtlich regt es auch die Bildung neuer Synapsen an und unterstützt die Zellteilung. Es wachsen also neue Nervenzellen!
All diese Prozesse sind für einen wachen Geist wichtig. Wie viel ungenutztes geistiges Potenzial mit Magnesium aktiviert werden könnte, verrät ein Blick auf die Statistik: Mindestens jeder vierte Deutsche liegt mit seiner Magnesiumzufuhr unter den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wer die Trägheit von solchen Organisationen kennt, weiß dass deren Empfehlungen eher untere Richtwerte sind und längst überholt sein können.

Erhöhter Bedarf
Sowohl Heranwachsende als auch ältere Menschen sind von einem Magnesiummangel gefährdetet. Gerade jedoch bei letzteren ist ein solcher Mangel besonders fatal, weil Magnesium nicht nur die Leistung des Gehirns verbessert, sondern unser Denkorgan auch schützt, etwa vor altersbedingten Abbauprozessen. Es gibt bereits vielversprechende Ansätze über zusätzliche Magnesiumgaben Demenzerkrankungen wie Alzheimer zu verhindern bzw. den Verlauf dieser schrecklichen Erkrankung wesentlich zu verzögern. Forscher haben bereits nachgewiesen, dass im fortgeschrittenen Alter eine niedrige Magnesiumkonzentration im Körper unmittelbar mit einer sinkenden Denkleistung korrespondiert. Dass auch hier mehr Magnesium hilft, zeigt eine Studie aus Japan, der zufolge sinkt mit einer höheren Aufnahme des Nährstoffs das Risiko an Demenz zu erkranken, deutlich. Dort wird inzwischen sogar schon diskutiert, ob Demenzerkrankungen durch regelmäßige Magnesiumeinnahme zumindest in ihrem Fortschreiten verlangsamt werden können.

Gleichgültig in welchem Alter – es lohnt sich tatsächlich, auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr zu achten und das in vielerlei Hinsicht. Die DGE empfiehlt: Mindestens 300 bis 400 mg von dem Mineralstoff sollten Erwachsene laut der täglich mit der Nahrung zu sich nehmen. Ernährungsexperten empfehlen inzwischen deutlich mehr. Insbesondere wer viel gestresst ist oder auch Sport treibt, sollte tatsächlich zu mehr greifen als von der DGE empfohlen. Gute Magnesiumlieferanten sind insbesondere naturbelassene Nahrungsmittel wie Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, ungeschälter Reis, Vollkorngetreideprodukte und Kakao (und deshalb auch dunkle Schokolade).

Wer auf Nummer Sicher gehen will, ergänzt seine Ernährung durch sinnvolle Präparate. Aufgrund seiner Reaktionsfreudigkeit liegt Magnesium immer als Verbindung vor. Besonders gut verträglich sind z. B. die Salze Magnesiummalat, als Glycinat oder auch Magnesiumcitrat. Eine Besonderheit stellt das Magnesiumhydroxid dar, das zum einen häufig aus Meersalz gewonnen wird und kein Salz einer Säure ist und sogar basisch wirkt! Zum anderen ist der Anteil reinen Magnesiums sehr hoch. Gerade der alltägliche Stress führt schnell zu einer Übersäuerung unseres Körpers. Man schlägt hier also gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Als weitere Kriterien sind der Anteil an reinem Magnesium und die Bioverfügbarkeit zu nennen. Alle oben genannten Verbindungen haben sowohl einen hohen Magnesiumanteil als auch, dass sie gut von unserem Organismus aufgenommen werden können, also gut bioverfügbar sind. Das Hydroxid sticht sogar noch hervor, da der Magnesiumanteil hier besonders hoch ist.

Schutz vor Schlaganfällen
Gilt es zum einen, mit Magnesium die Denkleistungen zu steigern, so ist zum anderen auch der Schutz unseres Gehirns ein ernstes Thema. Oft wird ausgeblendet, wie viele Schlaganfälle sich jährlich in Deutschland ereignen und wie viele davon Ergebnis von Durchblutungsstörungen sind: Es alljährlich rund 250.000 Schlaganfälle – ca. 80 Prozent aufgrund Durchblutungsstörungen. Forscher kamen nun zu dem Ergebnis, dass zusätzlich 100 mg Magnesium täglich durch die Nahrung aufgenommen vor einer Mangeldurchblutung im Gehirn schützen kann. Auf die Häufigkeit von Hirnblutungen (hämorrhagischer Hirninfarkt) hat die Magnesium-Aufnahme dagegen keinen erkennbaren Einfluss.

Eine chinesische Forschergruppe um Zhen-Lin Nie und Ze-Mu Wang untersuchten Daten von 8.367 Schlaganfallfällen unter 304.551 Teilnehmern aus acht Studien. Die Auswertung ergab einen signifikanten Zusammenhang zwischen der höchsten Magnesiumaufnahme und einem verringerten Risiko für Schlaganfall. Die Spanne in der Gabe von Magnesium reichte dabei von 228 mg bis 471 mg am Tag mit einem Durchschnitt von 306 mg. Beobachtet wurde eine Reduktion des Risikos von Schlaganfällen bei Personen mit der höchsten Magnesiumgabe um sogar 11 Prozent. Schwedische Forscher fanden in einer Analyse von über 6.000 Schlaganfällen ebenso einen signifikanten Zusammenhang zwischen erhöhtem Magnesium und der Minderung des Schlaganfallrisikos.
Das Ergebnis: Um den vorbeugenden Effekt zur Vermeidung von Schlaganfällen zu erzielen, bedürfe es lediglich einer Steigerung des täglichen Magnesiumgehalts in der Nahrung um ca. 100 mg. Man beachte, dass die meisten Magnesiumverbindungen nur ca. 15 % reines Magnesium enthalten. Wer sich also 100 mg zuführen möchte, sollte mindestens 700 mg eines solchen Präparates täglich einnehmen.

Magnesium Brain

Darüberhinaus fördert eine Unterversorgung mit Magnesium entscheidende Risikoparameter für Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und gefäßschädigende Entzündungen, letztendlich die Faktoren, die auch zur Entstehung von Schlaganfällen beitragen. Magnesiummangel lässt sich durch Blutuntersuchungen oft nicht diagnostizieren, da das Magnesium oft nur in der Muskulatur und in den Knochen gespeichert ist und erst bei Bedarf aktiviert wird. Was bei Mangel auch das Risiko für Osteoporose erhöht.

Welche Rolle spielen nun Kalzium und Kalium?
Magnesium ist ein sogenannter Gegenspieler des Kalziums. Während z. B. Kalzium für die Erregung von Nervenbahnen sorgt, so ist Magnesium als sein Gegenspieler für die Beruhigung zuständig. Diese Eigenschaft des Magnesiums wird übrigens genutzt um mithilfe geeigneter Verbindungen Schlafstörungen zu beheben. Auch bei vielen anderen Stoffwechselvorgängen gehen Kalzium und Magnesium „Hand in Hand“.

Die Wirkung von Kalium
Der Dritte im Bunde bei Signalweiterleitung in unseren Zellen ist Kalium. Wirken Kalzium und Magnesium oft intrazellulär, also zwischen den Zellen, so kommt Kalium zu einem sehr großen Anteil, mehr als 95 %, innerhalb unserer Zellen zur Anwendung. Kalium ist wesentlich bei der Regulierung unseres pH-Wertes beteiligt. Auch bei Bluthochdruck wird die zusätzliche Gabe empfohlen. Es senkt aufgrund seiner Eigenschaften das Schlaganfallrisiko.

Kaliummangel oder -überschuss
Es können Symptome wie Muskelschwäche, Verstopfung und Herzstolpern einen übermäßigen Kaliumverlust anzeigen. Ist dagegen das Kalium zu hoch, kann es zu Missempfindungen vor allem im Mundbereich, Muskelzuckungen und Lähmungen sowie im schlimmsten Fall zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Zusammenfassung
Es bleibt ein spannendes Thema: die richtige und ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen. Die Königin ist hier eindeutig das Magnesium, da es an mehr als 300 Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Viele Lebenssituationen (Heranwachsen, Älter werden) als auch Lebensumstände wie Stress führen häufig zu einem Magnesiummangel, da sich der Verbrauch schnell erhöht. Sportler wissen das eh schon. Bei der Einnahme von entsprechenden Präparaten ist sowohl der reine Magnesiumanteil zu beachten, als auch die gute Bioverfügbarkeit. Die neuen Studien legen nun nahe, dass Magnesium die Hirnfunktion nicht nur gewährleistet, sondern das Denkvermögen sogar steigert – also letztlich schlauer macht.
Ein Wort zum Schluss: zwar gilt bei Magnesium viel hilft viel, ein Zuviel an Magnesium kann es auch geben. Unser Körper reagiert dann mit einfachen Beschwerden wie Durchfall. Nur Nierenpatienten sollten vorsichtig sein und werden entsprechend von ihrem Arzt beraten.
* In diesem Artikel wird u. a. auf Produkte der 9 Leben GmbH verlinkt. Für diese Links erhält COMPACT keinerlei Vergütungen. 

Über den Autor

 

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln. Kommentare sind nur innerhalb von 24 h nach Veröffentlichung des Artikels möglich.

Empfehlen Sie diesen Artikel