Müssen wir „grüner“ werden? | COMPACT-Interview mit Alain de Benoist

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In der COMPACT-Redaktion hat es – auch angeregt durch unseren zeitweiligen Praktikanten, den Hallenser Studenten Paul Klemm – eine intensive Debatte darüber gegeben, ob wir es vielleicht manchmal an Trennschärfe vermissen lassen, wenn es um die Frage der Abgrenzung von Klima-Ideologie zu tatsächlichem Umweltschutz geht. Dem tragen wir nun Rechnung – unter anderem mit einem Interview mit dem französischen Philosophen Alain de Benoist, der einen „öko-rechten“ und wachstumskritischen Standpunkt vertritt.

Gewissermaßen als Ergebnis dieser Debatte findet sich in der September-Ausgabe von COMPACT (Titelthema: „Der Osten steht auf – Wer rettet den Westen?“) ein Dossier mit dem Titel „Rechte und Umwelt“. Wir widmen uns darin der Frage: Flankiert von jubelnden Medien gehen Hunderttausende Jugendliche mit Fridays for Future auf die Straße, bei der Europawahl fuhren die Grünen ein Rekordergebnis ein. Können sich die Patrioten leisten, der Linken kampflos das Feld zu überlassen?

Neben einem Auszug der redaktionsinternen Diskussion finden Sie darin einen Beitrag von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke zur Klima- und Umweltfrage sowie einen Text unseres Kulturredakteurs Jonas Glaser mit dem Titel „Rechts, romantisch, ökologisch“, der Vordenker des 19. und 20. Jahrhunderts porträtiert, die die Natur gegen Technologie und Kapitalismus in Schutz nahmen und in dem antiken oder fernöstlichen Denken eine heilsame Alternative sahen. Wir haben dazu aber auch ein Interview mit dem französischen Philosophen und Theoretiker der Neuen Rechten, Alain de Benoist, geführt. Er sagt: „Ökologie ist konservativ.“

Seinen Standpunkt erläutert de Benoist wie folgt:

Der Gegensatz zwischen Links und Rechts ist mittlerweile überholt. In Bezug auf Ihre Frage müssen wir uns davor hüten, das ökologische Denken auf das Handeln der Grünen zu reduzieren, von denen viele nichts mit Ökologie zu tun haben. Die sogenannnten grünen Parteien haben sich im Allgemeinen links positioniert, aber historisch betrachtet wurde die Linke meistens mit dem Produktivismus und der Ideologie des Fortschritts in Verbindung gebracht. Aus historischer Sicht ist die Bindung an die Natur vor allem das geistige Produkt einer Rechten, die den Menschen als Erben definiert und am Begriff des Heimatbodens festhält, der in der Bewertung von Landschaften auf ästhetischer Grundlage verwurzelt ist. Ich neige daher dazu, die Ökologie als eine neue Form der Konservativen Revolution zu betrachten. Sie ist per definitionem konservativ, denn sie zielt darauf ab, die heute bedrohten Ökosysteme zu verteidigen und zu schützen. Sie ist zugleich revolutionär, denn ein solches Ziel kann niemals erreicht werden, wenn wir der Marktgesellschaft, der Besessenheit vom Wachstum um jeden Preis und dem Warenfetisch nicht entschlossen eine Absage erteilen.

Zu den ökologischen Vordenkern führt Alain de Benoist in dem COMPACT-Interview aus:

Seit Haeckel, dem wir die Erfindung dieses Begriffs verdanken, lässt sich die große Mehrheit der Theoretiker und Denker der Ökologie nicht auf die Begriffe „rechts“ und „links“ reduzieren. Einige stammen aus einer bestimmten kritischen Linken, wie André Gorz, Cornelius Castoriadis oder Serge Latouche, andere sind schwieriger zu klassifizieren, wie George Orwell, William Morris, Jean Giono oder Jean Baudrillard, wieder andere können schließlich in gewisser Hinsicht als „Männer der Rechten“ in Betracht gezogen werden, wie Jacques Ellul, Bernard Charbonneau, Günther Schwab, Armand Petitjean, Friedrich Georg Jünger, Edward Goldsmith, Robert Hainard, Baldur Springmann und so weiter.

Die Frage, ob uns eine Öko-Diktatur drohe, verneint de Benoist. Er ist der Meinung, dass es viel gefährlichere Tendenzen gebe und sagt:

Jede Idee, auch die beste, kann mit diktatorischen Mitteln verteidigt oder aufgezwungen werden. Und ich persönlich habe kein Verständnis für Diktaturen! Aber ich verstehe nicht, warum Ökologie zu einem solchen System führen sollte. Die Form der Diktatur, die uns am meisten bedroht, ist das Aufkommen einer Überwachungs- und Kontrollgesellschaft, die in den meisten westlichen Ländern – wie auch in China – bereits besteht. Dank moderner Technologien, Überwachungskameras, Algorithmen, Elektronik und Künstlicher Intelligenz verfügen die derzeitigen liberalen Regime bereits über Überwachungsmittel, von denen frühere totalitäre Regime nur träumen konnten. Wir sollten uns der realen Bedrohung durch diese Orwell‘schen Diktaturen bewusst sein, anstatt von einer Öko-Diktatur zu fantasieren.

Lesen Sie das komplette Interview mit Marc Jongen online über einen Zugang mit Digital+ oder in der September-Ausgabe von COMPACT. Ab kommenden Samstag am Kiosk oder schon jetzt in unserem Shop! Zur Bestellung gibt es noch bis morgen eine Sonderausgabe von COMPACT draufzu!

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Über den Autor

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Daniell Pföhringer, Jahrgang 1973, stammt aus Bayern, wuchs in Hamburg auf und studierte dort Politikwissenschaft, Soziologie und Kulturwissenschaften. Seit einigen Jahren lebt er als Unternehmer und freier Publizist in Dresden. Seit Juni 2017 arbeitet er für COMPACT.

36 Kommentare

  1. Avatar

    Wenn man immer das Gegenteil der Grünen fordert liegt man zu 99,9% richtig

    Völlig inakzeptabel, diesen bildungslosen Gestalten Baerbock, Roth und Göring auch nur den Hauch von Relevanz zuzubilligen. Die müssen als maximal inkompetent und maximal zerstörerisch gebrandmarkt werden. Dies kann nicht gelingen, indem man über ihre Stöckchen, ihre Themen springt. Das kann nur gelingen, wenn man die Folgen aufzeigt, die diese Wahnsinnigen zu verantworten haben: Die totale Verelendung der Mittelschicht auf Drittweltniveau.

    Kenne Deinen Feind!

    Keine Übernahme von Grünsprech, der Sprache des Feindes.

  2. Avatar

    BLAU sollte sich als das klügere und nicht-ideologische "grün" positionieren. Das macht der Sache wegen und auch wahltaktisch Sinn.

    Aber sorry, liebe Öko-Freunde (bin selber einer), ohne eine neue WeltWIRTSCHAFTsordnung als Alternative zum gegenwärtigen Jeder-gegen-jeden-Freihandel wird ökologisch wie sozial wie demokratisch nichts klappen, sondern alles weiterkollabieren.

    Eine "intensive Debatte" über die reale Ökonomie (!) seitens COMPACT würde ich daher ebenso begrüßen.

    PS: Unmittelbar, dringend und für die AfD wahlentscheidend bleibt der Stop des Bevölkerungsaustausches und der Islamisierung unseres Landes und Europas. Das muss Thema Nr. Eins bleiben.

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    Heinrich Wilhelm am

    Es ist immer lohnend, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen.
    Das beugt der Verinnerlichung ungewollter Dogmen vor.
    Und es ist richtig, den Altmeister zu konsultieren.

    Ich halte es für völlig in Ordnung, auf die allgegenwärtigen, tatsächlich gefährlichen Tendenzen zum Überwachungsstaat zu verweisen. Es ist auch richtig, hier die eigentliche, unmittelbare Gefahr zu erkennen.
    Dennoch sei angemerkt, dass jede Herrschaftsform, wenn sie in die Jahre kommt, zur Verkrustung neigt. Diese äußert sich in zunehmender Rechthaberei und in der unausweichlichen Tendenz zum unbedingten Struktur- und Machterhalt.
    Von hier aus ist es dann nur noch ein Schritt bis zur Diktatur!

    Es ist kein direkter Widerspruch zu Alain de Benoists Auffassung, wenn man davon ausgeht, das der gegenwärtige Öko-Wahn ein willkommenes Vehikel darstellt, zu einer Diktatur zu gelangen.
    Das wird sicher keine "Öko-Diktatur".
    Der Begriff ist ja auch nur ein synonymhaftes Kürzel, welches eine erkennbare Entwicklung meint.
    Aber es wird eine Diktatur!
    Dagegen hilft eigentlich nur die Fähigkeit der Gesellschaft, die Demokratie zu erneuern.
    Und die wesentlichen Impulse dazu kommen zurzeit tatsächlich nur von der Rechten und der rechten Mitte.

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    HERBERT WEISS am

    Es sei auch einmal an den damaligen CDU-Abgeordneten Herbert Gruhl erinnert, Und daran, dass bald irgendwelche Ideologen und Polit-Rüpel seine Bewegung okkupierten.

    Hatte kürzlich mal etwas bei regenwald.org mitgezeichnet: "Das Elektroauto ist ein Regenwaldkiller". Das bringt es auf den Punkt! Ich plädiere keineswegs für "Weiter so!" Die Endlichkeit der Erdölvorräte, die bestehenden Abhängigkeiten und das alltägliche Chaos auf den Straßen sind eigentlich Grund genug zum Umsteuern. Doch das lässt sich nur durch einen massiven Ausbau der Öffis erreichen und durch einen Umbau der verkehrsgenerierenden Strukturen.

    • Avatar

      Der Zwang zur Mobilität muß weg! Noch 1960 konnten die meisten Menschen ihren Arbeitsplatz zu Fuß erreichen! Keinen Führerschein gemacht zu haben war Normalität, nur wer sich als Fahrer bewarb mußte einen haben. Heute bekommst du kaum eine Anstellung als Putzhilfe, wenn du keinen hast. Der ist fast wichtiger als ein Hauptschulabschluß. Aber um eine "Autonation" aus einem Land zu machen muß man zuerst die eigenen Landsleute dazu "bringen", eines zu fahren! Autos exportieren und selber laufen geht nicht!
      Zudem wurde Mobilität den Menschen seit dieser Zeit als besonders toll und erstrebenswert angepriesen. Die Generation unserer Großeltern ist in der Freizeit zu Hause geblieben! Man leistete sich dazu eher einen (Klein-)Garten. Nach den 60ern hieß es dagegen: Wegfahren! Dazu immer weiter, am Besten bis ans andere Ende der Welt! Und das geht in der begrenzten Urlaubszeit nur mit dem Flugzeug – immer schneller, immer weiter!
      Für unsere Urgroßeltern war Mobilität noch negativ besetzt! Bedeute die doch meist Krieg und Vertreibung!

    • Avatar
      ship of fools am

      Unsinn!

      Als wenn es keine anderen Energiequellen geben würde.

      Die Menschen möchten und brauchen individuelle Mobilität und keinen sozialistischen Einheitsverkehr. 10 Jahre Wartezeit auf einen Elektro.Trabbi oder was?

      Zudem auch noch doppelter Unsinn, weil wir 1% Deutschen die Welt nicht retten können. Oder meinen Sie die ganze Welt baut den ÖV nach deutschen Vorbild aus?

      Am Deutschen Wesen wird niemand genesen! Sie können natürlich mit guten Beispiel voran gehen. Russland, China und Indien werden Ihnen garantiert folgen.

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    Werner Olles am

    Bei der Gründung der Grünen gab es eine ganze Reihe Konservativer wie Herbert Gruhl, Baldur Springmann, August Haußleiter, Armin Krebs, Rudolf Bahro, um nur einige zu nennen. Sie wurden systematisch von den linksradikalen K-Grüpplern aus dem KBW und linken Schlammtieren wie Josef Martin Fischer aus der Partei geekelt. Natürlich hatten Fischer, Cohn-Bendit und Konsorten mit Natur, Tier- und Heimatschutz nichts das geringste im Sinn. Es ging und geht den heutigen Grünen ganz allein um eine einzige Sache, die Rudolf Bahro damals sehr hell- und weitsichtig formulierte: "Die psychisch korrupteste Klasse der Metropolis ist die intellektuelle Alternativbourgeoisie, deren einziges Interesse die Expansion ihres eigenen Lebensstils ist." Bahro warf den "Grünen" völlig zu Recht vor, nicht nur relativ erfolgreich die klassischen Aufgaben des Bürgertums zu simulieren , sondern durch ihre opportunistische Verwandlung in bedingungslose Verteidiger der liberal-kapitalistischen Massendemokratie ihren einstmals so steilen Utopieanspruch zugunsten eines Platzes am Spucknapf des Liberalkapitalismus aufgegeben zu haben.
    Inzwischen sind die "Grünen" im Verein mit den Alt- und Systemparteien Vorreiter in Sachen einer schäbigen und erbärmlichen Denunziantenrepublik , die den Deutschen – siehe Drittes Reich und DDR – jedoch offenbar irgendwie im Blut zu liegen scheint.

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    Licht in Säcken am

    Geta wirkt!

    Herzlichen Glückwunsch.

    Hoffenlich löst sie nicht die Wasserknappheit durch Wiederverwertung von Eigenurin. Jede Wette, dass das deutsche Wesen da auch ein wenig mitmachen würde. Gute Idee, längst überfällig, warum nicht,…lol

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    Yamashita Tomoyuki am

    Der Naturschutz geht zurück auf die Rechte und die Reaktion! Die Linke hat ihn UNS als Thema gestohlen und mißbraucht ihn für ihre Zwecke, ohne ihn wirklich ernst zu nehmen. Selbst wenn sie es möchte, sie wäre dazu nicht in der Lage, da es ihrem Naturell widerspricht.

    Der Rechte unterwirft sich den Naturgesetzen; der Linke versucht die Natur auszutricksen.
    Heimatschutz = Kultur- und Naturschutz. Naturschutz umfasst den Schutz aller Arten von Flora und Fauna. Innerhalb der Fauna auch die Gattung Mensch. Rassen, Stämme, Völker, aber auch Familie und Sippe, das Kind, das biologische Geschlecht, der reine Individualcharakter.
    So hatte ihn die Heimatschutzbewegung GANZHEITLICH aufgefasst. Sie geht zurück auf die grundsätzliche Zivilisationskritik in Verbindung mit Ablehnung von Technik und Fortschritt. Land vor Stadt.
    Priorität hat das ORGANISCHE Leben, der Mensch als Naturwesen eingebettet in den von ihm gestalteten Lebensraum, der als solcher zu wahren ist. Dazu gehört auch insbesondere eine art- und landschaftsgerechte Architektur aus heimischen und organischen Materialien.
    Das alles ist Reaktion und Feudalismus pur. Und geht einher mit der Ablehnung sämtlicher Entwicklungen ab 1789 in Kontext mit Aufklärung und Revolution.

    • Avatar
      Yamashita Tomoyuki am

      Sieht man den Zusammenhang und die Kausalitäten, so wird deutlich, dass der materialistische Linke im Wesen gar kein Naturschützer sein kann; er repräsentiert den Feind des organischen Lebens in sich. Egal ob als Kapitalist oder Sozialist; beide sind eine Blasphemie gegen die Natur!

      Noch eine Anmerkung: Das Ganze ist natürlich für den heutigen Deutschen nicht ganz unproblematisch.
      Es kommen damit nämlich eine ganze Menge häretischer und "schmerzlicher" Fragen bezüglich der Fundamente des Nationalsozialismus als organisches Kollektiv auf. Das mußte auch Rudolf Bahro in seinen letzten Lebenjahren erkennen. Damit wird gleichzeitig die übliche Simplifizierung und Verächtlichmachung dieser Jahre konterkariert, und es kommt zu einer beträchtlichen Nemesis. Davor fürchten sich praktisch alle.

  8. Avatar
    ship of fools am

    Der typische Grünwähler kümmert sich nicht viel, außer um sich selber. Das billigste Fleisch kaufen, Bild lesen und alle 4 Jahre sein Gewissen mit einem grünen Kreuz erleichtern.

    Übrigens eine Frechheit, uns deutsche als Umweltsäue zu verunglimpfen. Von Dosenpfand bis zum Gelben Sack (nicht der vom Rauchen!). Ich jedenfalls schmeiße mein bißchen Plastik nicht in die Weltmeere. Wir werden doch seit Jahren abkassiert obwohl wir mehr als artig sind. Haben wir zufällig auch die letzten 2 Klimakriege verloren?

    Hier jemand anwesend der sich verantwortlich fühlt? Wer heizt mit Tropenholz, oder hat Balsa-Möbel? Schon mal jemand Plastikmüllberge in Nord- und Ostsee gesichtet?

    Die "Umweltsäue" in Asien und Afrika dürfen gerne auch mal so klimafreundlich wie wir sein. Nicht immer jede Schuld einreden lassen von den kleinen bekloppten Klimahüpfern!

    Die Zeugen Gretas sind auch gar nicht das Problem, sondern deren strunzdumme Eltern. Sofort Smartphones einsammel, Ruhe ist!

    • Avatar
      Yamashita Tomoyuki am

      Betreff Umweltsäue.

      Tja, jetzt wäre im Prinzip der Deutsche Geist gefragt, auf den man in Asien (Japan) immer großen Wert gelegt hat.
      Problem: Der wurde mit dem Dt. Volk ausgerottet bzw. hat sich – wie dieses Volk – selbst ausgerottet.
      Nur noch Brachland.

      Ansonsten haben sie nicht unrecht.

      • Avatar
        Archangela Gabriele am

        Der Deutsche Geist wurde bicht ausgerottet, nur weil eine Handvoll Regierige undeutsche Ziele verfolgen.

        Selbst in jedem deutschen Linken steckt er noch.

        Dieser Geist hat 1200 Jahre Christentum überdauert. Der ist so einfach nicht auszurotten.

        Übrigens an genau diesem peniblen Umweltverhalten abzulesen, der Deutsche Geist.

        Die Deutschen kennen nur ihre Wurzeln nicht mehr, handeln aber deutsch.

      • Avatar
        ship of fools am

        Heutzutage meint jeder Philosoph, geistreich zu sein und was WICHTIGES sagen zu müssen. Was er bestenfalls meinen könnte ist ÖKO-Populismus. Mit dem absehbaren Erfolg, alle tatsächlichen Öko-Populisten zu bestärken (ihnen Recht zu geben). Kann nur nach hinten losgehen.

        Innovation und Hochzivilation ist der beste Umweltschutz (alternativ Steinzeit!). Wir haben uns da (erst Recht im Verhältnis!!!) nicht viel vorzuwerfen.

        Aufklärung ist gefragt und nicht Öko-Dummsprech a la Grün. Wir Deutschen sollten Stolz auf unseren Umweltschutz sein (vor allem im weltweiten Vergleich) und uns nicht noch schlecht darstellen!

        Es ist uns (noch?) erlaubt die besten Verbrennungsmotoren von Welt zu konstruieren, zu entwickeln, zu bauen und weltweit zu vertreiben. Wir selber aber dürfen diese Motoren, bei Androhung von Wasser und Brot, selber nicht nutzen, denn wir sterben daran. Dafür aber kleben wir wir kleine grüne Papierscheiben an unsere Windschutzscheiben, damit wir 500m weiter in die Innenstadt fahren dürfen.

        Diesem Volk ist nicht mehr zu helfen!

        Und dann kommt der Philosoph daher, Herr Lehrer ich weiß was.

        Hätte er doch nur geschwiegen. 🙂

      • Avatar
        HERBERT WEISS am

        @ Ship of fools:

        Stimme im Wesentlichen zu! Aber: "Innovation und Hochzivilation ist der beste Umweltschutz". – ??? – Es kommt darauf an, wer hier konkret die Richtung vorgibt. Man kann den Fortschritt zum Wohle der Menschheit (eine intakte Umwelt rechne ich ausdrücklich dazu) einsetzen, aber auch, um sich selbst zu sanieren. Oftmals über jedes vernünftige Maß hinaus.

      • Avatar

        Der nachhaltigste Umweltschutz ist es nicht (mehr) zu vermehren! Die größten Umweltferkel sind – nicht rein zufällig – die Völker, die auch die größten Kinderzahlen haben. Die haben sogar trotz Reichtum (z.B. Saudi Arabien) keine Straßenreinigung und der Abfall hängt in den Bäumen oder landet eben im Meer!
        In alten Zeiten hätte aber auch keiner diesen Leute Techniken / Dinge weitergegeben, die diese nicht selber entwickelt hatten. So blieb bei ihnen die Bevölkerung konstant und die Umwelt sauber. Vor allem 2 Dinge haben das geändert und damit verbockt:
        1. Der immer schnellere Transport, damit die Senkung der Kosten desselben.
        2. Der immer gallopierendere Turbokapitalismus! Damit läßt sich die Überproduktion, die durch immer mehr Rationalisierung generiert wird in die letzten Winkel der Erde verscheuern! Damit ist der Fehler im westlichem Wirtschaftssystem und seinem Wachstumsprizip zu sehen.
        Wachstum heißt ja auch immer mehr Menschen – und das ist das Grundübel gegen die Natur! Die braucht nämlich auch Lebensraum.

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        Yamashita Tomoyuki am

        @ Archangela Gabriele

        Das sind Befindlichkeiten, die mit Geist wenig bis nichts zu tun haben. Rudimentäre Zellabsonderungen, die auch der Bunte Straßenplebs in sich trägt. Genauso wie die Kindesmentalität bzw. postpubertäre Einfalt. Der Unterschied zwischen den Greta-Winzlingen und ihren Parentalvorgängern (auch Lehrern) besteht nur in Alter und Länge.

  9. Avatar
    Schopenhauer am

    Diese Diskussion ist mehr als überfällig. Ein urrechtes Thema, wie Umweltschutz, das ein zentraler Bestandteil des Heimatschutzes ist, einfach naiven Gutmenschen sowie Klima- und Rotfaschisten zu überlassen, ist mehr als fahrlässig.

    Es ist eine Tatsache, daß es eine Menge Leute gibt, die aus Bewusstsein für den Heimatschutz Umweltschutz eine Stufe höher ansiedeln, als geschlossene Grenzen. Für diese Leute ist die rechte Seite derzeit nicht anschlussfähig. So sind sie gezwungen, nicht zu wählen oder noch schlimmer: Altparteien oder – Gott bewahre: Grün.

    Ähnlich verhält es sich mit dem sozialen Spektrum. Die AfD kann allein niemals alle Spektren abbilden. Daher wird auch ein komplettes rechtes Ökosystem um die AfD herum benötigt, um das Altparteiensystem obsolet zu machen. Nur so ist es möglich, eine echte Wende 2.0 zu vollziehen und DAS zu Ende zu führen, wo man bei der Wiedervereinigung so dramatisch versagt hat.

    • Avatar
      Yamashita Tomoyuki am

      "die aus Bewusstsein für den Heimatschutz Umweltschutz eine Stufe höher ansiedeln"

      Sollten jene das so sehen, so ist das einseitig und kurzsichtig. Aber ich sehe eben NICHT, dass bei deren Umweltphraseologie HEIMAT eine Rolle spielt. Schon gar nicht im ganzheitlichen Sinne.
      Sie müßten dann zumindest eine planetare und eine regionale/nationale Option parallel im Gepäck führen.

      Ganz ehrlich!!! Bei den Hohlköpfen, die insbesondere in dieser Buntesidiotenanstalt herumkriechen, sehe ich gar nichts. Die haben auf überhaupt keinem politischen Feld irgendeine Ahnung und reden nichts als Scheißdreck.

      Allerdings sollte in der Tat die Opposition anders aufgestellt sein. Nur: Es fehlt dieser Opposition sowohl an einem grundsätzlichen metapolitischen als auch politischen theoretischen Fundament.
      Sieht man doch auch an dem Programm von PEGIDA. Ein lächerlicher fragmentarischer und völlig unlogischer Schwachsinn aus irgendwelchen Quellen zusammengeschustert, der allenfalls für dieses Montagabend-Rentner-Open-Air taugt.

      • Avatar

        Und welches grundsätzliche, metapolitische als auch politische theoretische Fundament sollte das sein ?

        Würde mich wirklich mal interessieren.

      • Avatar
        Yamashita Tomoyuki am

        @ Cherusker

        Wenn Leute wie Sie die Güte hätten, meine Kommentare hier auf Compact sorgfältig zu lesen und vor allem zu VERSTEHEN, so hätten Sie bereits eine Ahnung, worum es geht.
        Siehe meine Artikel oben auf diesem Faden zur Frage des Naturschutzes als ganzheitliche Frage.

        Ich werde im Übrigen hier keine Vorlesung halten über Sinngebungs-, Erklärungs- oder Methodentheorien! Lesen Sie ein paar Ihrer Philosophen, für deren Wirken doch angeblich die heutige Opposition eintritt?

        Ich kann Ihnen aber gerne noch einmal andeuten, welches mit Sicherheit NICHT das Fundament sein kann. Das mache ich bestimmt nicht für Sie allein.

        Demokratismus, Rechtsstaat, Jüdisch-Christliches Abendland. Wohlstand im materiellen Sinne. Ludwig Erhard, Willy Brandt oder Franz Josef Strauß.
        Und Gaulands "Churchill"-Zitate sind eine Blasphemie ohnegleichen; entsprechen der Mentalität der Aachener "Karls"-Preis-Heloten.

      • Avatar
        Yamashita Tomoyuki am

        Daneben wäre sicherlich sinnvoll einmal eine Analyse a) der Struktur der Anatomie der eigenen Zielgruppen sowie b) selbiges der Feindgruppen vorzunehmen, damit man wenigstens in der Lage ist, beides auseinanderzuhalten, richtig einzuordnen usf. Anstatt immer nur dazustehen und dieses blöde "Merkel muß weg" zu kreischen. In dem Zusammenhang sollte auch auffallen, dass dieses Ritual nun schon seit Jahren läuft; auch hier könnte man fragen, warum das so ist?

        Schlecht wäre sicherlich auch nicht eine eindeutige Begriffsbestimmung.

        Usw.

        Auf geistiger Ebene ist im Bereich der Bunzelbürger – auch der Opposition – nur Flaute. Oft fehlt überhaupt das Bewußtsein für die authentische historische Realität.

        Ich gehe nicht davon aus, dass das eben Geschriebene eine Wirkung zeigen wird. Das ganze Internet-Geschreibsel ist genauso überflüssig wie das Gequatsche in den PARLA-MENTEN. Eine Fliegenfalle wie das ganze Demokratie-Schmierentheater.

    • Avatar
      André Dresden am

      Die AfD müsste einfach das Plastikproblem für sich gewinnen, und vom CO2 etwas ablenken. Aufklärung statt Steuern.

      • Avatar
        Heute schon ein Problem entdeckt? am

        Welches Plastikproblem in Deutschland?

        Trennen Sie Ihren Müll etwa nicht, oder meinen Sie die 3 Strohhalme, die sie im Jahr evtl. benutzen?

        Hiermit spreche ich Sie des Plastikterrorismus für Schuldig! Bitten Sie um Ablass!

    • Avatar
      Und sie bewegt sich doch! am

      Welche Umweltschuld tragen Sie in sich?

      Entweder man zweifelt, dann sollte man sich den Zeugen Gretas umgehend anschließen oder man zweifelt nicht, wozu dann überhaupt mit Spinnern diskutieren und die noch in ihrem Wahn bestärken, sie aufwerten?

      Wer sich neutral verhält ist automatisch ein Umweltsünder? Wir müssen da jetzt alle mitmachen, weil es ein kleines behindertes Kind gerne so hätte?

      Ohne mich! Ich trenne Müll und zahle mich bereits dumm und dämlich an Öko-Abgaben. Ins Meer kippe ich auch nichts.

      Aber gut, kasteit euch gerne selber…Ihr seid alles Sünder!

      Entdeckt endlich den Klimaschutz für euch, kann sicher nicht schaden, lol

  10. Avatar

    Ein sehr guter Denkansatz. Die Umwelt zu schützen, sollte kein Monopol einer ‚grünen‘ Partei sein, zumal wenn sie solch einen ideologischen Ballast mit sich herumschleppt wie unsere Grünen und teilweise genau für das Gegenteil von Umweltschutz steht (z.B. Waldabholzung für Windräder, unbegrenzte Migration von CO2-sparsamen in CO2-intensive Länder, Elektromobilität trotz Umweltraubbau etc.).

    Außerdem bin ich schon lange der Meinung, daß kein einziges politisches Problem gelöst ist, indem man eine Meinung in die Schublade ‚links‘ oder in die Schublade ‚rechts‘ einsortiert. Nehmen wir z.B. den Herrn Bolzonaro aus Brasilien, der jetzt, wie man hört, massiv den Regenwald abholzen läßt. Da bekomme ich schon Magengrimmen. Der Mann mag rechts sein, aber mit konservativ hat das nichts zu tun!

    • Avatar

      Der Typ holzt die Regenwälder ab, damit wir genug Soja und Palmöl nach Europa bekommen, zur Schweinemast ect.

      Es sind mit Sicherheit keine konservativen Interessen, die der vertritt, da haben Sie schon recht.

      • Avatar
        Alla Makakka am

        Ach, ach was…

        Der "Typ" also.

        Das Problem besteht sicher auch erst seit dem "Typ"? Vorher war alles Tutti im sozialistischen Venezu…ähm..Brasilien? Da geb es noch die fette Kohle für Herrn Marx mit dem Regenwald-Hackebeilchen, nicht wahr?

        Haste denn konkrete Zahlen wieviel (mehr) der abholzt, als seine sozialistischen Vorgänger? Oder quatscht du immer nur nach, was dir Klaus Kleber erzählt? Linkes holzen ist super, rechtes holzen ist böse?

        Ja ich weiß, mit Mathe und Zahlen hat der Cherusker es nicht so, dafür aber mit Ideologie um so mehr, vor allem mit der richtigen.

  11. Avatar
    Lasst euch nicht verarschen! am

    Definiert mal den unsinnigen Kunstbegriff: "UMWELT"

    Wer das nicht kann, kann auch Klima und Wetter nicht auseinander halten.

    • Avatar
      heidi heidegger am

      gut. —- aber evtl. etwas zuu streng, um zu communicieren in da *wirglischkeid*..ämm, dennoch, heidi sagt:

      nachdenken+vordenken, haha! es jibbt wohl das denken und es jibbt die welt. punkt..voilà. aber: "ich höre-ich höre" (kleines OSS117dingens, hihi)..????

      • Avatar
        Lasst euch nicht verarschen! am

        War ernst gemeint. 🙂

        5 m, 100m, 1000 km?

        Was ist Umwelt?

        Man kann nicht schützen, was man nicht mal genau definieren kann. Dafür aber viel Geld mit schwammigen Begriffen verdienen.

        Also noch mal:

        Die Definition von "Umwelt"?

        🙂

      • Avatar
        heidi heidegger am

        environment/Umwelt ist wanns Du (wie Jeremiah "liver eating" Johnson dereinst) in den Bergen und Tälern Colorados mit Deinem Fferd weit reitest und zu saufen jibbett öfters (von Goldsuchern oder so) vergiftetes Wasser, hah! D a n n fängt’s an durch’s Dach zu regnen, quasi! Will sagen: Bob Redford ist nicht naiv, oder leicht dekadent mit dem Hirn in den Wolken, sondern *down to earth*. so! D i e Pfade, die Du schreitest: d a s ist die UMWELT, ja?

      • Avatar
        heidi heidegger am

        zu Jean Baudrillard: also der war postmodern schwerst in Mode inmitten der spät80er jahre bis zur Mitte der 90er und zwar als äh Simulacion seiner selbst quasi, hehe, und bei Baldur Springinsfeld hätte ich gerne mal die Publikationsliste eingesehen..Gabi(!), magst Dich da (gleich mal zeitnahst) kümmern, häh? 🙂

      • Avatar
        heidi heidegger am

        noch eine kleine heidi-Anmerkung zum Thema: "ob wir grüner werden müssen?"

        Hmm, b l a u e r müssma werdään, denn so blau-blau-blau glüht der Enzian bei der Feuerzangenbowle oder so, hihi.

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