München: Falsche Spur nach rechts?

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Ein von rtl und n24 zitierter Augen- oder Ohrenzeuge sagt, ein Täter oder Zivilpolizist habe gerufen, dass er Deutscher sei und hier aufgewachsen sei. Dazu sei der Ruf „Scheiß Ausländer“ gefallen.

_von Wolfgang Eggert

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Es ist davon auszugehen dass er bei den Leuten dabei war, die dieses Video drehten – oder dass er lediglich das Video sah und dadurch zum vermeintlichen Zeugen wurde:

Ich halte es für ausgeschlossen, dass die von n24 und rtl weitergereichten verbalen Visitenkarten – die man hier tatsächlich hört – von der Person auf dem Parkdeck stammen, da diese viel zu weit entfernt ist. Es hat viel mehr den Anschein, daß die Rufe aus dem Areal kommen, von wo aus das Video gedreht wurde – und somit einen Streit dort wiedergeben.

Außerdem fällt auf, 1.) dass das Video von einem Ausländer stammt bzw. zumindest von diesem auf FB hochgeladen wurde, 2.) dass lediglich eine einzelne Person – ebenfalls ein (der gleiche?) Ausländer – die angeblich vom Täter stammende verbal-Visitenkarte bezeugt, andere hingegen nicht und 3.) dass hunderte Menschen die Täter aus nächster Nähe sahen, ihre Täterbeschreibungen (alt/jung?, kaukasisch/südländisch?) aber NICHT von den Medien gebracht bzw. sogar unterdrückt wurden.
Wozu sich 4.) die Frage addiert: Warum sollte – bei McDonalds – einer der Täter, wenn die Crew selbsterklärtermassen ausländerfeindlich gewesen wäre, dann wahllos auf Deutsche schiessen? Das Video zeigt jedenfalls, dass er das tat.

Was ferner auffällt:
Nachdem n24 und rtl ausländerfeindliche Rufe gemeldet hatten, wurde das Gesicht des gefilmten McDonald-Shooters quer durch die Medien verpixelt – außerdem erhöhte die Polizei die bis dahin als „Sonderfall“ oder „Amoklauf“ verniedlichte Lage sofort auf „Terror“ an.

Zur größeren Rahmung:
Über München kreiste bereits in den Vortagen mindestens eine Hubschrauberstaffel, was ein behördliches Vorauswissen nahelegt, von den Medien aber nach Absprache mit der Polizei beruhigend wegerklärt wurde.(1)

Und: Auf den Tag genau vor 5 Jahren war das Breivik-Attentat, das etliche Geheimdienstspuren aufwies. — Wenn sich dieses Szenario heute wiederholt hat oder im weiteren Verlauf medial in dieser Richtung verortet wird, dann sollten Journalisten mit investigativem Restverstand genau in diese Richtung forschen, die sie Erdogan im Zuge des Putsches mit einigem Grund unterstellen.

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(1) http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.formationsfluege-ueber-muenchen-darum-wimmelt-s-derzeit-von-hubschraubern-ueber-der-stadt.b71c06e1-d3ee-409e-a8ce-0b6241ba34f2.html

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