Mikroplastik im Mineralwasser! Aber Verbraucherschutz will keine Hersteller nennen.

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Falsche Solidarität mit der Wirtschaft? Obwohl im Mineralwasser Mikroplastik-Partikel gefunden wurden, weigert sich das Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen die Namen der Hersteller zu nennen. Obwohl Plastikpartikel im Verdacht stehen, Entzündungen auszulösen.

Die Zeiten bunt-zuckriger Erfrischungsgetränke haben ihren Zenit überschritten. In Flaschen abgefülltes Mineralwasser ist laut Medienberichten das bevorzugte Kaltgetränk in Deutschland. Hier regelmäßige Qualitäts- und Gesundsheitskontrolllen durchzuführen, wäre also unbedingte Pflicht staatlicher Gesundheitspolitik. Vor allem jetzt, im Sommer, wo das Zeug literweise gekippt wird.

Tatsächlich werden solche Kontrollen auch durchgeführt. Leider mit schlechtem Ergebnis: Bereits Ende des vergangenen Jahres publizierte eine dem Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen (NRW) unterstellte Behörde, dass sie in manchem Mineralwasser Mikroplastik-Partikel nachweisen könne. Bevorzugt in Mehrwegplastik-, aber auch in Einweg- oder gar Glasflaschen.

Das Problem: Die Behörde weigert sich, deren Hersteller zu nennen. Solches Verschweigen der betroffenen Minralwasser-Abfüller entmündigt den Verbraucher. Dabei sollte der selbst über seine Risikofreudigkeit oder sein Bedürfnis nach Plastik entscheiden dürfen. Die Organsiation Foodwatch warnt: „Welche gesundheitlichen Gefahren von dem Verzehr von Mikroplastik ausgehen, ist noch völlig unklar.

Es gibt Hinweise darauf, dass der Verzehr von Mikroplastik Entzündungen beim Menschen hervorrufen könnte. Obwohl deutsche und europäische Behörden schon seit Jahren zum Thema Mikroplastik in Lebensmitteln arbeiten, gibt es bislang keine Bewertung des Gesundheitsrisikos. Wir finden: Solange die gesundheitlichen Auswirkungen nicht geklärt sind, ist es das Mindeste, dass Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren, in welchen Produkten Mikroplastik enthalten ist.“

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Vor allem fragt man sich: Aus welchem Grund verschweigt das Ministerium diese Information? Wozu die falsche Soilarität mit einer rücksichtslosen Wortschaft? Bisher waren winzige Plastikpartikel bereits in Lebensmitteln wie Meersalz oder Meeresfrüchten entdeckt worden. Foodwatch hat jetzt eine Protestkampagne gegen das Verbraucherschutzministerium gestartet. Bislang wurden über 30.000 Unterschriften gesammelt. Ob’s reicht?

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15 Kommentare

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    Waltrun Esch am

    Wer glaubt denn immer noch an Bürokraten, genauer an Oberbürokraten, die den behördlichen Mitarbeitern verbieten, sich volksfreundlich zu verhalten? Für Tests wie diese, welche für die Volksgesundheit wichtig sind, gibt es seit Jahrzehnten unabhängige Einrichtungen wie etwa Ökotest. Bei Bedarf sind weitere private bürgerliche Schutzeinrichtungen zu gründen.

    Beim sog. Verbraucherschutz – besser wäre es wohl, von Bürgerschutz zu sprechen – ist es wie mit der Landesverteidigung: In der BRD gibt es das nicht. Die amtliche Bundeswehr schlachtet zusammen mit der Nato Mohammedaner wegen Erdöl ab, lässt aber die Landesgrenze im Stich und sieht tatenlos zu, wie deutsche Frauen vergewaltigt werden. Die amtlichen Verbraucherschützer sehen tatenlos zu, wie der Bayer-Konzern die Deutschen und die Bienen mit Glyphosat vergiftet und zig Milliarden Betriebsvermögen in den Dauerkriegsverbrecherstaat USA veruntreut.

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    Letzte Woche war ich zufällig in einem Mineralwassermuseum. Dort erklärte man, daß Plastkflaschen völlig unbedenklich sind. Trotzdem ist Mineralwasser in Plastikflaschen 1 Jahr haltbar und in Glasflaschen 2 Jahre. Eine Begründung dafür gab es nicht. Tatsächlich hat Glas seine Nachteile: Es ist zerbrechlich, an den Scherben kann man sich verletzen, wer es in der Landschaft entsorgt erhöht die Brandgefahr (Brennglaseffekt). Manch einer stört sich auch am höheren Gewicht. Gegen Ende des 19Jhs. wurden Keramikflaschen für Mineralwasser erfunden.
    Mikoplastik kommt wohl eher durch Zerreiben von Kunststoff – und das sind kleine Teile besonders verdächtig. So ist es gut, daß die EU Trinkröhrchen aus Kunsstoff verbieten will. Schließlich heißen die Dinger Strohhalme und sollten auch (wieder) aus Stroh sein! Auch Bonboneinwickelfolien sollten dazu gehören; denn solche "Kleinigkeiten" werden eher achtlos auf den Boden geworfen und belasten dann die Umwelt allein durch ihre Masse, weil es so viele sind.

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      Wie kommt es dann dass diese Partikel laut dem Bericht auch in Glasflaschen vorkamen ?

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    brokendriver am

    Das CDU-SEPD-Regime kriecht der Plastiklobby einfach in den Allerwertsten.

    Diesen Dumpfbacken ist die üppige Diät näher als die Volksgesundheit.

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      Waltrun Esch am

      Sind Plastikflaschen überhaupt nötig? Wozu gibt es Wasserhähne? Dorthin, wo keine Wasserleitungen sind, kann man meistens selber Wasser in eigenen Behältern mitnehmen.

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    Gunther Becker am

    Wie war doch der Amtseid der Frau Merkel unter anderem, will sie Unheil vom deutschen Volk abwenden, echte Handlungen sind aber schwer zu finden.
    Umweltschutz und damit auch Schutz der Bürger wird immer klein geschrieben große Aktionen Fehlanzeige.
    Es ist nicht nur Mikro Plastik im Mineralwasser, dieses zeug findet sich in vielen Lebensbereichen und auch im Abwasser, die Klärwerke sind nicht mehr in der Lage alles herauszufiltern.
    Damit gelangt die Mikroplastik wieder in der Nahrungskette und reichert sich an.
    Es müsste eine rapide Drosselung von Plastik durchgesetzt werden, es gibt Möglichkeiten, aber die Lobbyisten werden dies im Interesse der Wirtschaft verhindern.
    Solange der Lobbyismus die Politik bestimmt wird sich auch nichts ändern.
    Alle Lobbyisten müssten aus Regierungsnähe verschwinden.

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    brokendriver am

    Die Volksgesundheit geht dem CDU-SPD-Regime am Allerwertesten (umgangssprachlich "Arsch") vorbei….

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    Wahrscheinlich ist das zeug überall drin. Es kommt vermutlich aus der verpackung. Aber warum auch bei glasflaschen? Schaut euch mal die ndr-doku an:
    Recycling: wie aus Scherben Flaschen werden.
    Etwa bei Min. 23 wird die kaltendvergütung gezeigt. Die Flaschen erhalten eine Dusche, die nach insiderinfos auch mikroplastik enthalten soll. Wer in diese richtung forscht, wird sicher fündig werden.

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      Danke für den erklärenden Hinweis, der im Artikel von Berger nicht rechererchiert war. Übrigens: Kommentatoren, die sich in der Fäkalsprache gefallen und sonst nichts zu bieten haben,sollten sich diese Furze verkneifen-das langweilt !

      COMPACT: Das ist falsch! Im Artikel finden Sie den Hinweis, dass Plastik-Partikel sich auch in gläsernen Mineralwasserflaschen befinden.

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      @ FLUGLING

      Wo aus Scherben Flaschen werden
      Und aus Flaschen Scherben,
      Ist der Mikroplastikflaschentod nicht weit,
      Flugs wird er fündig werden.

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    Die Lobbyisten in NRW werden denen im Verbraucherschutzministerium schon gesagt haben, wie sie mit diesen Ergebnissen umzugehen haben. Das alles wird wie immer, keine Konsequenzen für die betreffenden Firmen haben. Die EU ist ja nicht für die Verbraucher da, sondern ausschließlich für die Industrie, damit diese weiterhin machen können was sie wollen. Ob das für den Verbraucher gesundheitsschädlich ist, interessiert in den Regierungen niemanden.

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    Falsche Solidarität mit der Wirtschaft?

    Wo Bargeld lacht da laß Dich nieder ist scheinbar das Motto, ala Wolfgang Schäuble.

    Die Behörde weigert sich, deren Hersteller zu nennen.

    Ordentliche Beamte würden genau darin ihre Pflicht sehen!

    Wofür brauchen wir denn dann noch den "Staat", wenn er immer nur für die mit dem vielen Geld da ist und nicht für den Bürger?

    In Südamerka würde man das eine BANANEN-REPUBLICK nennen, wenn die Diener des Volkes tatenlos zuschauen wie der Volkskörper vergiftet wird.

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      @ WILLIE

      Volkskörper vergiften? Wer denkt denn gleich so etwas?
      Warum die hysterische Aufregung?
      Mikroplastikmüll ist doch kein Novitschok!

      Seien Sie doch ehrlich, Willi, Sie suchen doch nur eine
      Ausrede für Ihre stille Wasser-Trunksucht.

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    Wieder Rassismus in der SPD: Die Partei nimmt keine Migranten mehr auf! … hört doch uff!

    Der Versuch einer feindlichen Übernahme einer Partei durch *** war vor einiger Zeit doch schon einmal in Leipzig, nicht mehr parat ob SPD oder PDS das Opfer sein sollte.
    Finde auch keinen Bericht mehr über den Vorfall.

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      brokendriver am

      Wer sich mit der deutschen Sozialdemokratie beschäftigt, verschwendet sinnlos seine Lebenszeit.

      Diese Volksverräter und Hartz-IV-Erfinder-Dumpfbacken

      trocknen im deutschen Parteiensystem aus wie ein

      vertrockneter Eiterpickel am Allerwertesten…auch "Arsch" genannt

      im Volksmund..

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