Merkels Gesinnungsdiktatur – Wenn ein Klick die Karriere kostet

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Der politische Grabenkampf – Alle gegen die AfD – hat heute einen neuen, traurigen Höhepunkt erreicht. Würde der Fall nicht so eindeutig den Bankrott unserer Demokratie belegen, könnte man über die Meldung wohl herzlich lachen: Ein CDU-Politiker darf seinen Posten als Justizminister nicht antreten, weil er auf Facebook die Seite der AfD Nordwestmecklenburg mit einem „Like“ bedachte. Verkehrte Welt? Nein, Merkels Welt.

_ von Marc Dassen

Sascha Ott ist der Name des Christdemokraten, der gestern noch als designierter Justizminister für Mecklenburg-Vorpommern handelte und heute bereits geschasst ist. Ein „gefällt mir“-Klick auf dem sozialen Netzwerk Facebook hat seine Amtseinführung vereitelt. Ott, bislang Oberstaatsanwalt in Greifswald, wurde vom Parteichef Lorenz Caffier persönlich zurückgepfiffen – stattdessen erhält eine Parteikollegin den Posten. Zur Begründung hieß es in der Ostseezeitung und im Nordkurier gleichlautend: „Ott habe zumindest bis Donnerstag die Facebook-Seite der AfD Nordwestmecklenburg sowie mehrere Beiträge der rechtskonservativen Zeitung Junge Freiheit auf Facebook geliked.“

Druck auf Ott wurde auch durch die SPD-Fraktion im Landtag aufgebaut, wo ihr Sprecher erklärte: „Herr Ott wäre gut beraten, zügig für Aufklärung zu sorgen, warum ihm ausgerechnet die Facebook-Seite der AfD Nordwestmecklenburgs gefallen hat.“ Ist die Gesinnungsdiktatur in der Bundesrepublik bereits so weit vorangeschritten, dass ein falscher Klick, ein falscher Gedanke zur Vernichtung der Existenz und Karriere reicht? So ist es. Da gibt es nichts zu beschönigen, nichts zu leugnen. Die Meinungsdiktatur und der Zwang zur Konformität sind – besonders seit Entstehung der AfD – in unerträglichem Maße fortgeschritten. Abschottung statt Dialog, Ausgrenzung statt Verständigung. Und unaufhörlich schlittert das Land in die unheilbare Zerrissenheit, die zuallererst das demagogische Hexenwerk der Altparteien ist. Wir leben in Zeiten eines ideologischen Totalitarismus, der mehr als alles andere das Produkt der Merkel-Herrschaft ist.

AfD-Facebook

AfD-Facebook

Von einer anderen Seite betrachtet könnte man aber vielleicht sagen: Geschieht dem CDU-Mann recht! Seine Partei sieht er nun vielleicht in anderem Licht. Seine politische Heimat: ein Haufen totalitärer Betonschädel, die geradezu zwanghaft in politisch korrekte Hysterie verfallen, wenn auch nur der Hauch einer abweichenden Meinung erschnüffelt wird. Womöglich wäre Ott gut beraten, ein Aufnahmegesuch bei der AfD zu stellen, wenn er von der Politik nicht bereits die Nase voll hat. Die Blauen allerdings haben derzeit mit der Aufnahme unzähliger Überläufer und Altparteien-Aussteiger alle Hände voll zu tun. Es bleibt nur, den Kopf zu schütteln und zu hoffen, dass auch in Deutschland eines schönen Tages wieder Vernunft einkehrt.

Die stetigen Angriffe auf das höchste Gut einer freien Gesellschaft – auf die Meinungs- und Gedankenfreiheit – kann und will COMPACT nicht unbeantwortet lassen. Die Anmeldungen für die COMPACT-Konferenz am 5. November in Berlin waren schon so zahlreich, dass zumindest eins ganz klargeworden ist: Unsere treuen Leser und Abonnenten wollen in der Offensive für die Meinungsfreiheit gemeinsam mit uns ein Zeichen setzen – gegen die Meinungsdiktatur und für das Recht auf freie Rede! Viele spannende Vorträge erwarten Sie! Wir freuen uns!

Quellen:
http://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/sascha-ott-wird-nicht-justizminister-2125662210.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wegen-gefaellt-mir-fuer-afd-cdu-zieht-minister-kandidaten-zurueck-14492851.html?GEPC=s3
http://www.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Politik/AfD-geliked-CDU-zieht-Ott-als-Justizminister-zurueck
http://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/gefaellt-mir-fuer-die-afd-id15151201.html
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-10/mecklenburg-vorpommern-afd-facebook-like-kostet-ministeramt

Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

 

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