Merkel äußert sich zur Tafel Essen in absoluter Höchstform

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Rautendeutsch und unverfärbte Ignoranz: Im selben kreischlilanen Kostüm, in dem sie sich zuvor auf dem CDU-Parteitag bejubeln ließ, ging es für die Kanzlerin am Montag weiter zum Interview mit „RTL-Aktuell“.

Frage: Ist es okay, zwischen deutschen Armen und ausländischen Armen zu wählen?

Merkel mit langen Wörtern auf Kriegsfuß stehend:

„Nein, da sollte man nicht solche  Kategrosw-, da sollte man nicht solche Ka-te-go-ri-sierungen vornehmen. Das ist nicht, öööööööhm, gut, aber es zeigt auch den Druck, den es gibt und wie viele Menschen dieses Bedürfnis verspüren, und deshalb hoffe ich auch, dass man da auch gute Lösungen findet, die nicht Gruppen ausschließen.“

Solidarität mit dem Tafel-Chef haben wir von Angela – „Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt“ – sowieso nicht erwartet. Oder einen Kommentar zu den Angriffen der Merkeljugend, Antifa. Überrascht sind wir aber schon etwas, zu hören, dass Merkel erst dieser Fall aufgezeigt habe, dass Menschen, in dem von ihr seit zwölf Jahren regierten Land, zum Sattwerden in die Suppenküche müssen, bzw. dieses „Bedürfnis verspüren“. Der Fall „rütttelt uns jedenfalls auf“, so Merkel.

Dann haben wir noch was für Dich, Angela. Schau mal, was auf der Webseite der Tafeln in Deutschland steht:

Die deutschen Tafeln unterstützen regelmäßig bis zu 1,5 Millionen bedürftige Personen, davon

  • 23 Prozent Kinder und Jugendliche,
  • 53 Prozent Erwachsene im erwerbsfähigen Alter (vor allem ALG-II- bzw. Sozialgeld-Empfänger, Spätaussiedler und Migranten),
  • 23 Prozent Rentner und
  • 19 Prozent Alleinerziehende.

Was es nicht alles gibt, im Land, „in dem wir gut und gerne leben“. Schon klar. Im Koalitionsvertrag wurde jetzt „einiges für Gerechtigkeit getan“ (Merkel). Nimm uns nicht übel, wenn wir dennoch weiter gegen Dich und Deinen Hofstaat auf die Straße gehen.

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Über den Autor

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Katja Wolters ist bekennende Lipstick-Feministin, selbstbewusst und betont weiblich zugleich. Die zweifache Mutter und freie Journalistin lebte lange in England. Die Abwesenheit schärfte ihren Blick auf die Heimat. Denkverbote kennt sie nicht, Probleme nennt sie sofort beim Namen. Dafür lieben wir sie.

 

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