Making Europe Great Again! – Wie US-Botschafter Richard Grenell konservative Kräfte in Europa stark machen will

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Der US-Botschafter in Berlin Richard Grenell – Trumps rechte Hand in Deutschland – hat den aufstrebenden Konservativen in Europa seine volle Unterstützung zugesagt. In einem Interview mit dem rechten Nachrichtenmagazin Breitbart rechnet er mit der „gescheiterten Politik der Linken“ ab. Die US-Schützenhilfe für Europas Patrioten dürfte den Altparteien gar nicht gefallen.

„Es gibt eine Menge Konservative überall in Europa, die mich kontaktiert und mir gesagt haben, dass sie das Gefühl haben: Hier findet eine Wiederauferstehung statt“ – so sagt es der gerade ins Amt gekommene US-Botschafter Grenell, der in Berlin von Breitbart interviewt wurde. Seine Einschätzung trifft ins Schwarze: In Italien ist die konservative Konstellation aus der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und Lega gerade ins Amt gekommen.

Luigi di Maio (M5S) und Matteo Salvini (Lega) lösen mit ihren Plänen bei vielen Wählern regelrechte Euphorie aus. Die konservative Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) in Österreich erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit und hat – bei aller Feindschaft linker Kreise – internationale Anerkennung gewonnen.

Auch in Polen, Tschechien, Ungarn und Dänemark sind rechtskonservative Kräfte bereits am Drücker oder zumindest sehr stark vertreten. Brandaktuell: In Slowenien deutet sich nun ebenfalls eine rechtskonservative Regierung an. Bei den Parlamentswahlen holte die SDS des bisherigen Oppositionsführers Janez Jansa, der als Vertrauter von Ungarns Premier Viktor Orban gilt, am Sonntag rund 25 Prozent der Stimmen und wird damit als stärkste Kraft ins Hohe Haus einziehen.

Das von Grenell beschriebene Lagebild trifft also zu: Die konservative Revolution rollt. Der AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss, Petr Bystron, nahm auf Anfrage dieser Redaktion Stellung zu Grenells Interview und erklärte: „Die konservative Evolution hat in Europa endlich Fahrt aufgenommen. Dass Botschafter Grenell dieser Erneuerung seine Unterstützung zusagt, ist ein starkes und sehr erfreuliches Signal. In Berlin ist er uns sehr willkommen.“

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Grenell will persönlich dafür sorgen, dass konservative Politik in Europa weiter an Zustimmung gewinnt. „Ich will andere Konservative, andere Anführer überall in Europa unbedingt stärken. Ich denke, dass es eine wachsende Bewegung hin zu konservativen Maßnahmen gibt, die immer stärker Fuß fassen wegen der gescheiterten Politik der Linken“, sagte er im Breitbart-Interview. Das sind klare Worte, die direkt von US-Präsident Trump hätten kommen können.

Die Macht der etablierten politischen Eliten schwinde zusehends, so Grenell. Die Wahl von Trump habe „Individuen und Völker darin bestärkt zu sagen, dass sie es nicht erlauben können, dass die politische Klasse schon vor der Wahl bestimmt, wer gewinnen wird und wer überhaupt aufgestellt werden darf“. Nicht nur im US-Wahlkampf sondern auch in den vergangenen Wahlschlachten in Europa (inklusive des Bundestagswahlkampfes in Deutschland) versuchten etablierte Parteien unter Zuhilfenahme „ihrer“ Medien konservative Kräfte kleinzuhalten. Üblicherweise mit Tricks aus der untersten Schublade des politischen Werkzeugkastens.

Man sei nun an einem historischen Wendepunkt angelangt, glaubt Grenell: „Das ist ein mächtiger Moment, wenn man die Fähigkeit (der Menschen) spürt, die Einheitsdenke einer kleinen Elite zu durchschauen, die Dir sagt, dass Du keine Chance hast zu gewinnen und dass Du nie gewinnen wirst.“ Diese Überheblichkeit der seit Jahrzehnten in der Macht eingerichteten Kreise scheint allmählich zu schwinden, fahren konservative und nationale Kräfte doch derzeit einen Sieg nach dem anderen ein.

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Die Strategie, die zu diesen Triumphen geführt hat, ist offensichtlich: Konservative Politiker sollen und müssen sich (genau wie es die AfD bereits tut) auf die Artikulation „konsistenter konservativer“ Positionen konzentrieren, also: Migrationspolitik, Steuererleichterungen, Bürokratieabbau. Tun sie das, sei die Unterstützung entsprechend „massiv“, so Grenell.

Ein großer Anhänger ist der US-Botschafter vom österreichischen Kanzler Sebastian Kurz, den er im Interview als „Rockstar“ bezeichnet: „Ich bin ein Riesen-Fan.“ Kurz leistet derzeit erheblichen Widerstand, wenn es um die auch von Merkel geforderte Quotenregelung von Asylbewerbern geht. Auch über effektive Grenzsicherung wird in Wien wieder ernsthaft nachgedacht. Damit hat der konservative Kurz die immer noch gefährliche Asylkrise zumindest ein wenig abbremsen und ein international deutlich hörbares Zeichen setzen können.

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In Deutschland ist man – wer hätte das erwartet? – mit den Aussagen Grenells überhaupt nicht glücklich. Das von Heiko Maas (SPD) geführte Auswärtige Amt verlangt nach neuesten Informationen der Welt „detaillierte Auskunft über seine Zitate“. Die Welt macht sich bei dieser Berichterstattung schon im ersten Satz lächerlich, wenn sie vom „ultrarechten Internetportal Breitbart“ spricht. „Wir haben die US-Seite um Aufklärung gebeten, ob die Äußerungen tatsächlich in der Form so gefallen sind, wie sie wiedergegeben wurden“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Berlin laut Welt. Maas scheint bei so viel Sympathie auf heißen Kohlen zu sitzen. „Das deutsche Auswärtige Amt hat sehr sensibel auf Grenells Äußerungen reagiert. Das zeigt, wie nervös die herrschende Klasse auch in Berlin geworden ist“, kommentiert AfD-Politiker Bystron die Äußerungen aus Deutschland.

Zu allem (politisch korrekten) Überfluss hat sich auch der abgehalfterte SPD-Überkanzler Martin Schulz – offenbar mit erheblichen Magenbeschwerden – zu Wort gemeldet: „Grenell benimmt sich nicht wie ein Diplomat, sondern wie ein rechtsextremer Kolonialoffizier“, so der frühere SPD-Chef zu dessen Interview. Die Redaktion möchte diese Äußerungen des +/-15%-SPD’lers lieber nicht kommentieren. Der AfD-Abgeordnete Bystron meint dazu: „Die Aussagen von Martin Schulz zeigen, wie links, wie überheblich und wie realitätsentrückt die politische Kaste ist: Für diese Leute ist jeder ein Nazi – sogar der US-Botschafter.“

Über den Autor

Marc Dassen

Marc Dassen wurde 1989 in Aachen geboren und hat Anfang 2015 sein Studium der Geschichte und Philosophie mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen. Seither arbeitet er als Journalist für COMPACT-Magazin.

19 Kommentare

  1. Fassen wir zusammen. Compact findet es super wenn sich die USA in die inneren Angelegenheiten von Deutschland einmischt???

    Jetzt weiß ich endlich was ihr immer mit Yankee Go Home meintet

    Ihr seid zum brüllen

    Wird bestimmt wieder nicht veröffentlicht…wir kennen ja eure Vorstellung von Meinungsfreiheit

    • @Karsten: Oh wie süß! Nun bist "Du veröffentlicht" und schön, dass Du was zu lachen hast. Wünschen wir Beide, dass die Zahl der Moslems in unserem Lande auf ein erträgliches Maß reduziert wird, damit wir weiter lachen können, wenn sicher auch über verschiedene Dinge.

  2. Gut möglich, daß in den USA einigen Leuten die Islamisierung Europas inzwischen unheimlich wird. Gehört Europa erst zur Umma, ist man den leidigen alten Konkurrenten zwar los, aber die Geister, die man damit rief, könnten dann recht gut auf das eigene Land überschwappen. Erste Anzeichen gibt es ja schon und wenn das durchgezogen wird, sitzt der Chef nicht mehr im weißen Haus, sondern im Orient …
    Die Truppe um Trump will ganz bestimmt nicht konvertieren! Ein islamisches (West-)Europa macht dann bestimmt nichts mehr mit Rußland, wovor gewisse Leute seit Macinder so eine Angst haben, aber…???
    Das Endziel des Propheten erreicht will sicher auch keiner haben.
    Das wäre dann das, was der Kommunismus nie geschafft hat: Keiner könnte sich mehr dem Islam durch Flucht entziehen.

    • Karl Blomquist am

      @Livia
      Mackinders Herzlandtheorie von 1904 mag Blödsinn sein,
      den Schaden (die Weltkriege) hat sie dadurch angerichtet, dass die Angelsachsen sie geglaubt haben – und womöglich immer noch glauben.
      Gesteuerte Migrationsströme gegen Europa:
      Ja. Das weiβe Nordamerika würde dadurch seine Basis verlieren.
      Die Hochfinanz durchkreuzt aber gerade ihre eigenen mittelfristigen Groβen Austausch-Pläne durch ihre kurzfristigen Kriegspläne gegen Russland und China. Mit der Mohammedanisierung Europas dürfte es nichts werden. Merkels Gäste sind Kanonenfutter, wenn sie nicht bald abhauen, das ist alles.

  3. Wenn US-Imperialisten dich umarmen wollen ist Vorsicht geboten, es könnte eine tödliche Umarmung werden !
    Alle die sich bisher vom US-Imperialismus haben umarmen lassen sind hinterher betrogen und vernichtet worden .

  4. "Wenn die Bundesregierung die demokratische Souveränität Deutschlands ernst nehme, …"

    Welche Souveränität meint Frau Wagenknecht ?
    Ist sie wirklich so naiv und weiß nicht, dass wir seit 1945 noch nicht einen einzigen Tag souverän waren ?
    Wir haben einen Staatsvertrag mit den USA nach dem wir bis 2099 ein besetztes Land der USA bleiben.

    Alle Entscheidungen der Bundesregierung unterliegen bis zu diesem Zeitpunkt den Vorbehalten der USA. Die Vorbehaltsrechte der USA gelten auch weiterhin nach den 2 plus 4 Verträgen bei der "Wiedervereinigung" von 1990 und sind keinesfalls erloschen.

    Und so ist es nur logisch und konsequent, wenn sich ein amerikanischer Botschafter auch nach ageblicher "Gutsherrenart" hier aufspielen kann.

  5. Für einen versoffenen Linksextremisten wie Schulz ist jeder anständige Mann ein Rechtsextremist.

    Denn der Schulz von heute prahlt wie eh und: „Wenn Du so lange in Europa dabei bist wie ich, kennst du jedes Schwein.“
    So sieht er also die anderen. Doch wie mögen sie ihn wohl sehen?

    Wer in dieser Zeit nicht Rechts ist, hat sowieso einen Dachschaden.

  6. Klappstuhl am

    Na wenn selbst ein US-Botschafter derart unverholen das Ende des linksgrünen Experiments verkündet, darf man wohl davon ausgehen, dass deren Ende kommen wird. Schließlich sind wir als US-Besatzungskolonie bedingungslos den Weisungen und Ausgestaltungen aus Washington ausgeliefert, was das derzeitige Nato-Säbelgerassel und Aufmarschgeheule ja auch bestätigt. Verwunderlich an der ganzen Sache ist nur, dass “konservative Kräfte“ bisher ja immer nur als von Moskau bzw. Putin höchstpersönlich gesteuerte Marionetten angesehen wurden, mit der ‚pöhsen‘ Absicht, die schöne neue NWO-EU kaputt zu machen…*schnief, schnüff*!? Ob Grenell und Trump etwa Putin-Fans sind? ^^

  7. Sie haben Frau Wagenknechts Äußerungen "vergessen", die gleich mal Grenells Ausweisung fordert.

  8. Heiko Stadler aus Bayern am

    Ganz besonders freut mich die mutige Aussage des tapferen Umvolkers Martin Schulz, der bei der amerikanischen Botschaft gleich mal mit der Umvolkung beginnen will. Recht hat er, der couragierte Schulabbrecher und Würselen-Bankrotteur! Wo kommen wir denn da hin, wenn wir freie Meinungsäußerung zulassen! Der Tagesgeld-hart-Erarbeiterer macht eben keine halben Sachen. Der kennt nur 100 oder 0%!

  9. Michael Höntschel am

    Ich kann die Euphorie auch nicht ganz teilen. Ich sehe hier nur Gemeinsamkeiten bei der Ablehnung der ungezügelten Migration. Wenn ich Herrn Grenell richtig verstanden habe, möchte er ein hochgerüstetes, aggressives Deutschland und völlig ungehinderte Kapitalströme. Genau dies möchte ich nicht. Bitte nicht einlullen lassen, der Mann würde nicht umsonst nach Deutschland geschickt. Die Kritik der Etablierten an Grenell betrifft nur die Haltung zur Einwanderungspolitik und sein respektlosen Auftreten. Man schmollt einfach nur.

    • Karl Blomquist am

      Hallo Michael Höntschel,
      So ist es. Gewäsch. Verwirrspiel.
      Hier redet der Botschafter derselben US-Regierung, welche ihre gesteuerten Migrationsströme den europäischen Staaten aufzwingt, zwecks Destabilisierung, Großem Austausch und Flankierung des bevorstehenden US-Krieges. Dass Trump eine Privatzentralbank-Handpuppe ist wissen wir. Auf das Gerede seines Botschafters ist genauso wenig zu geben. Es hält die Leute allerdings davon ab, sich auf Krieg und Krise vorzubereiten.

  10. Aristoteles am

    Erst Europa durch Psychoterror verwüsten und dann zum Aufräumer mutieren?
    Sollten es die Amis wirklich ernst meinen, dann kehren die ‚Europäer‘ unter ihnen nach Europa zurück
    und überlassen Yankeeland den Regenbogenbewohnern —
    damit wären wir die Heimatverächter auch hier in Europa mit einem Schlag los.

    Allerdings wäre das nach wie vor ungerecht gegenüber den Indianern,
    diese würden von den Buntfaschisten weiterhin als Rassisten bekämpft werden,
    weil sie Indianer bleiben wollen.

  11. Wer bitte ist Herr Schulz? Wer hat diesem Mann denn wo ausgegraben? Ich hoffte, er sitzt gemütlich bei einem Glas Roten oder auch zweien, dreien……und genießt seine Millionen. Nun werden wir wieder mit Absonderungen dieses gescheiterten "Kandidaten" leben müssen. Wahrscheinlich werden die Altkanzler Kohl und Schmidt sich auch ähnlich aus der Gruft äußern. Schön, dass wir immer wieder mit erfrischenden Aussagen der AfD PolitikerInnen rechnen können. Möge Herr Grenell mit seiner Einschätzung Recht behalten und nicht vor dem Establishment einknicken.

    • Heiko Stadler aus Bayern am

      Zu Ihrer Frage: Herr Schulz ist der ehemalige Chef der Umvolkungsbehörde SPD und ein ausgezeichneter Weinkenner. In der Schule, als Bürgermeister und als Kanzlerkandidat hat er kläglich versagt, trotzdem hat er eine ganz besondere Gabe: Er weiß, wie man arbeitsscheue Drückeberger in Gold verwandeln und sich dabei die eigenen Taschen vollstopfen kann.

  12. BraunerBär am

    Dieser Herr ist bereits am ersten Tag durch seine Äußerungen verbrannt. Haben sie nicht mitbekommen das ihn niemand ernsthaftes mehr zur Kenntnis nimmt ?!

    • Karl Blomquist am

      @BraunerBär
      Vom Botschafter einer Privatzentralbank-Handpuppe ist eben auch nichts anderes zu erwarten als von Trump selbst: Gewäsch und Verwirrspiel.

  13. heidi heidegger am

    Colonel Grenelle 8wieso trägt er eigentlich zivil, häh?) ist ein rohrkrepierer: Chulz kroch gerade unter seinem stein hervor und macht sprüche auf G.’s kosten und zeigt dem Maas was ein wahrer steinmeieriger aussenminister ist. nämlich einer, der entführen+foltern lässt und sich nie entschuldigt. oder wie war die sache mit dem adibösen vollbärtigen damals, häh?

    • heidi heidegger am

      das mit der uniform ist ne gute idee von mir: gerade latschte er im karierten hemd aus der hose+jackett mitohne krawatte durch meinen tv..untragbar! (der mann unn datt). ich nehme ihn gerne zu c&a mit: fuffzich euro für nen blaugrauen sonneborn-suit mit roter krawatte und weissem hemd-> the big red-white and blue, hah! *..gave proof to the night that our fläg was still there, oh say does thät star spängled bänn-äherr ye-het we-heehf? o’er the länd of the free and the home of the slave..ämm*

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