Magnesiummangel – eine Selbsterfahrung über Krämpfe und Ursachen

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Dass Magnesium für unseren Stoffwechsel eine wichtige Bedeutung hat, wird vielfach thematisiert. Nicht so bekannt ist, dass dieser Mineralstoff uns von außen zugeführt werden muss. Man nennt ihn deshalb auch essentiell. Meist genügt die Zufuhr über die Nahrung, manchmal muss auch ein Nahrungsergänzungsmittel her. Schließlich sind wir unterschiedlich Belastungen ausgesetzt, wo mal mehr oder weniger Magnesium verbraucht wird. Doch was passiert, wenn über längere Zeit in unserem Körper Mangel herrscht? Insbesondere, wenn wir stärkeren Belastungen wie Stress oder beim Sport ausgesetzt sind? Oder, wenn wir uns an der neuesten Diät versuchen wollen und wir dabei auf wesentliche Nahrungsbestandteile verzichten? Etwa 25% der Bevölkerung leiden unter Magnesiummangel und wissen oft nichts davon. Tendenz steigend.

Der Mineralstoff Magnesium ist für die Menschen essenziell, also lebensnotwendig. Dieses Power-Mineral reguliert unterschiedliche Aktivitäten unserer Muskeln und Nerven. Es ist für zahlreiche Prozesse im menschlichen Organismus unverzichtbar und an etwa 300 Stoffwechselvorgängen direkt beteiligt. Da der Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann, muss der Mineralstoff täglich über die Nahrung zugeführt werden.

Doch was passiert, wenn das nicht der Fall ist? Was passiert im Körper, wenn durch die Nahrungsaufnahme nicht genug Magnesium bereitgestellt wird? Was für Auswirkungen hat das auf mich in meinem täglichen Tagesablauf?

Sei es, dass einfach zu wenig oder das Falsche gegessen wird, beides hat negative Auswirkungen. Ich selbst habe das vor einigen Jahren am eigenen Leib spüren müssen.
Damals befand ich mich in der Pubertät: Klar hat man genau in dieser Zeit mit sich und seinem Körper zu kämpfen, die Hormone stellen sich um, die Synapsen müssen neu zueinander finden. Oder sei es der ausbleibende Wachstumsschub, der für eine Zunahme des Körperumfangs sorgt – man hat ja trotzdem Hunger und isst entsprechend. Wer kennt sie nicht, die Appetitlosigkeit, die bei Liebeskummer eintritt oder einfach nur die neue Diät, die uns von den Promis empfohlen wird. Es gibt unterschiedliche Motive, die uns genau in dieser Zeit in unserem Essverhalten beeinflussen.

Wegen verschiedener Gründe hörte ich damals auf vernünftig zu essen. Waren es erst die Süßigkeiten, die ich von meinem Tagesplan strich, folgten alsbald die Lebensmittel, die Fett enthielten. Um dann letztlich auch noch auf Kohlenhydrate zu verzichten, regelten Obst und Gemüse meine Nahrungsaufnahme. Soweit so gut, aber mit der Zeit verschwanden auch Bananen, Brokkoli, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Nüsse von meinem Teller bzw. fanden gar nicht erst den Weg in den Einkaufswagen.

Nach etwa einem Monat der Enthaltung solcher Lebensmittel, bemerkte ich plötzlich häufig auftretende Krämpfe in den Waden, Kopfschmerzen und Schwindel, aber auch Herzrasen und flatternde Lider. Daraufhin ging ich zum Arzt. Waren die Anzeichen doch sehr auffällig. Dieser machte eine Blutuntersuchung, konnte aber keine abweichenden Werte feststellen. Heute weiß ich, dass erst bei einem gravierenden Mangel der Magnesiumspiegel auch im Blut sehr niedrig ist. Insofern kann ein solches Defizit nicht sofort bei Blutuntersuchungen festgestellt werden.
Bestärkt durch das Ergebnis, schob ich die Anzeichen auf Stress in der Schule und wenig Schlaf. Auf Grund dessen, stieg mein Colaverbrauch enorm an, Wasser schmeckte nicht mehr und wurde radikal reduziert.

Doch irgendwie ging es mir immer schlechter. Ich konnte mich nur schwer konzentrieren, war nicht leistungsfähig. Und dazu diese ständigen Krämpfe! Diese waren mittlerweile nicht nur in den Waden, sondern auch an anderen Stellen des Körpers zu spüren und traten mit zunehmender Häufigkeit auf. Ich fühlte mich ständig müde, erschöpft und niedergeschlagen, konnte aber keinen erholsamen Schlaf finden.
Erneut führte mich mein Weg zum Arzt. Wieder wurde mir Blut entnommen. Dieses Mal war der Mangel deutlich im Labor sichtbar.

„Da müssen wir schnell was machen! Wir müssen etwas tun, dann werden Ihre Symptome auch bald weg sein“, so mein behandelnder Arzt. „Ich würde Ihnen raten, nicht nur durch regelmäßige und ausgewogene Nahrung für sich zu sorgen, sondern die Magnesiumaufnahme auch medikamentös zu unterstützen. Hier ist es ganz gleich, für welches Präparat Sie sich entscheiden, es muss aber über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da Magnesium nur im menschlichen Körper bleibt , wenn auch Moleküle vorhanden sind, die den Mineralstoff binden. Anpassungen an eine bessere Magnesiumversorgung können nach etwa vier Wochen verzeichnet werden. Ich denke, wenn Sie sich richtig ernähren, die Zusatzpräparate regelmäßig einnehmen, dann sollten Sie spätestens nach drei bis vier Monaten eine deutliche gesundheitliche Verbesserung spüren können.“

So hatte ich dann die Qual der Wahl – Welches Präparat nehme ich denn nun zusätzlich? Brausetabletten? Kapseln? Micro-Pellets? Oder Brause- oder Trinkgranulat?
Ich ging also in die nächste Apotheke, um mich beraten zu lassen. „Magnesium gibt es in vielfältigen Dosierungen und Darreichungsformen, sodass jeder sein Wunsch-Produkt finden kann. Hier sind Magnesium-Brausetabletten ein echter Klassiker. Einfach in ein Glas mit Wasser geben! Auflösen. Fertig. Bei nachgewiesenem Magnesiummangel wie bei Ihnen, kann die Einnahme von höher dosierten Brausetabletten, erhältlich in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, hilfreich sein. Alternativ machen Magnesium-Kapseln die Magnesiumversorgung bequem. Hier genügen ein bis zwei Kapseln täglich.
Praktisch für unterwegs sind moderne Micro-Pellets. Im praktischen Direct Stick zum Aufreißen, sind sie ideal für unterwegs. Ohne Wasser wird der Inhalt der Sticks einfach in den Mund geschüttet.“, erklärte man mir damals.

Ich entschied mich damals für Brausetabletten. Da meine aufgenommene Trinkmenge eh sehr gering war, bot es sich an.

Und was soll ich sagen?
Schon nach den ersten Tagen, in denen ich vermehrt Bananen und Nüsse aß und die Brausetabletten einnahm, verschwanden die Muskelkrämpfe. Ich fühlte mich von Tag zu Tag besser, frischer und nicht mehr so müde. Das Ganze war wie ein Wunder. Sodass ich dann auch wieder motiviert war, Sport zu treiben. Ich ging immer häufiger ins Fitness-Studio und konnte mich wieder so richtig auspowern. Doch trotz meiner weiteren Einnahme des Magnesiumpräparats fühlte ich mich nach einigen Wochen wieder schlapper und auch die Krämpfe traten wieder auf.
Ich konnte mir das alles nicht erklären. Daraufhin ging ich wieder zu meinem Hausarzt. Was war bloß los mit mir?

Für meine Beschwerden hatte er eine eindeutige Erklärung: „Sportler haben einen höheren Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. So kann es vorkommen, dass Ihnen trotz vollwertiger Ernährung, wie bei ihnen, es nicht gelingt, genügend Mineralstoffe aufzunehmen. Das kann immer dann passieren, wenn Sie längerfristig nur sehr wenig essen. In diesem Fall hat der Sportler, neben Magnesium, mit praktisch fast allen Nährstoffen ein Problem. Schon allein durch den Schweiß, den Sie absondern, verlieren Sie auch Magnesium. Sie müssen also, noch mehr auf eine magnesiumreiche, aber insgesamt ausgewogene Ernährung achten.“

Der Arzt gab mir daraufhin einen Ernährungsplan. Mit diesem und den Magnesiumpräparaten hatte ich von nun an keine Probleme mehr.

Zusammenfassung
Mineral- und Vitalstoffe haben eine große Bedeutung für unseren Organismus. Ein herausragendes Mineral ist dabei Magnesium, welches auch in Wechselwirkung mit anderen Stoffen wie Kalzium tritt. Bei besonderen Belastungen wie Sport, Stress, Wachstumsphasen steigt der Magnesiumbedarf zum Teil sehr stark. Kommt dann noch eine Ernährungsumstellung durch Diät oder Krankheit hinzu, kann es mit unserer Mineralstoffversorgung ganz schnell eng werden. Insbesondere mit Magnesiummangel ist nicht zu spaßen, da davon die Gesundheit lebenswichtiger Organe wie Herz oder Gehirn beeinträchtigt werden kann. Im Verbund mit ausgewogener Ernährung kann die Einnahme zusätzlicher Nahrungsergänzungsmittel wie spezieller Magnesiumpräparate sinnvoll sein. Man sollte dabei mit einer längerfristigen Einnahme rechnen, da sich die Depots in Muskulatur und Knochen nur allmählich wieder füllen. Andererseits drohen ernsthafte Erkrankungen wie Osteoporose, des Herz-Kreislauf-Systems, manchmal auch Diabetes.

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9 Kommentare

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    Jeder hasst die Antifa am

    Von Magnesiummangel bekommt man Krämpfe, daher der Krampf gegen Rääächts

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    heidi heidegger am

    für @Maxx und für alle -> Gabi zu(r) heidi so: "Dann hat Dich also Deine erste Frau verlassen und Du warst deswegen deprimiert?" – "Ein konzentrierter Vitaminstoss hat das kuriert."

    aus: Woody Allens "Annie Hall"..glaube ich zumindest, hihi.

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      heidi heidegger am

      OT: heidi "Woyzeck" heidigga und Tiffi "Andres" Tifflinsky dienen als einfache ForumsSoldaten in der ElsässerArmee:

      1. Szene: Freies Feld, die Stadt in der Ferne

      Woyzeck, der mit seinem Kameraden Andres Weidenstöcke schneidet, fühlt sich von übernatürlichen Mächten bedroht: Es geht hinter mir, unter mir – hohl, hörst du? Alles hohl da unten. Die Freimaurer! – Andres versucht seine durch Woyzecks Halluzinationen ausgelöste Angst mit dem Volkslied von den „zwei Hasen“ zu verdrängen.

      — wird evtl. fortgestzt, hihi + zacknweg 🙂

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        Jeder hasst die Antifa am

        Wenn du an Magnesiummangel leidest da hilft Ziegenmilch,Halluzinationen löst der Ziegemist bei dir aus den du rauchst.hihi zacknweg

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        heidi heidegger am

        und du passiv mitrauchst (also dann), mein gutes Tiffi (alle im gleichen space ship als Gummiboot quasi, hehe)

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        heidi heidegger am

        Danke, dass der-dieser SpitzenFaden hier neueröffnete! Für Soki änd for everyone who häs a heart, hihi:

        Känguru Familienplanung /watch?v=E81irzWnxqs

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    "Dieser machte eine Blutuntersuchung, konnte aber keine abweichenden Werte feststellen."

    Hat er auch den Vitamin-D-Spiegel gemessen? Ein zu niedriger Wert ist in unseren Breiten eine der häufigsten Mangelerscheinungen.

    Und könnt ihr evtl. mal einen kompetenten Artikel über Cannabidiol (CBD) bringen?

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      heidi heidegger am

      Hmm, das mit CBD und Erbspüree mach natürlisch ichichich probandentechnisch für schmalett Jeld allerdings, hihi.

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        heidi heidegger am

        Ämm, wo ist der Jörg Haider-Faden gleich nochmal, häh? Denn: er war der PopSchtahr der Politik und starb wie Falco – allein im Auto, yo!

        *zacknweg*

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