Macron: Frankreich hat Blutzoll gezahlt, aber Freiheitsfeinden nichts geschenkt

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Auf das gestrige Attentat in Paris antwortet Präsident Macron auf seine Art. Und die lautet sinngemäß: Tat zwar ein wenig weh, aber im Kern können die uns nichts.

Gestern, Paris: 21 Uhr: Ein 21jähriger Tschetschene stach in der Nähe der Oper auf Menschen ein, rief dabei – laut Justizangabe – „Allahu akbar“. Zwei Personen wurden leicht, zwei weitere schwer verletzt. Alle vier sind aber außer Lebensgefahr. Ein weiteres Opfer starb. Wegen des Bekennerrufes wurde die Einheit zur Terrorbekämpfung auf den Fall angesetzt. Die Familie des Täters befindet sich in Gewahrsam.

Mögliche Bestätigung fand der Terror-Verdacht durch das Bekenntnis des IS, wonach der Attaentäter einer ihrer „Soldaten“ sei und auf ihr Geheiß gehandelt habe. Während Innenminister Gérard Collomb das Attentat als „abscheuliche Tat“ verwarf, twitterte Macron pathetisch, dass auch dieser Anschlag kein Sieg des IS bedeute.

macron- twitter

Screenshot

Zwar habe Frankreich wieder den „Preis des Blutes“ bezahlt, aber weiche vor den „Feinden der Freiheit“ keinen Zentimeter zurück. Das erinnert ein wenig an einen Artikel auf Spiegel-Online, dessen Autor kürzlich feststellte, dass die vielen Anschläge Frankreich politisch „reifer“ gemacht hätten. Motto: Was uns nicht umhaut, macht uns stärker. Blödheit oder Ironie?

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