Sie steht für heldenhaften Widerstand gegen ein Verbrecher-Regime, den Hans und Sophie Scholl mit ihrem Leben bezahlten: die weiße Rose, die berühmteste Widerstandsgruppierung gegen Hitlers Terrorherrschaft. Ein Interview mit einer Überlebenden, der 99-jährigen Traute Lafrenz, zu führen, heißt: An ein Vorbild in Sachen Zivilcourage zu erinnern. So weit, so richtig. Aber dem Spiegel reichte das natürlich nicht.

    Als Regime-Blättchen versuchte er, die alte Dame zu vereinnahmen. Interviewer Claas Relotius missbrauchte sie für Propaganda gegen den heutigen Widerstand. Wie der Spiegel inzwischen zugeben muss, war das am 22. November gedruckte „Resultat“ weitreichend verfälscht. Darunter auch jene Passage, auf der das Establishment und seine zahlreichen Mitläufer, Kriecher und Mainstream-Schmierer sich oft berufen sollten: Traute Lafrenz soll demnach gesagt haben: „Deutsche, die streckten auf offener Straße den rechten Arm zum Hitlergruß, wie früher.“ Beim Betrachten von Fotos in einer US-Zeitung sei ihr „ganz kalt geworden“. Wahr hingegen ist: Frau Lafrenz hat diesen Satz nie gesagt. Sie hat auch keine Bilder in US-Zeitungen diesbezüglich gesehen. Nichts davon stimmte!

    Mit diesen Fake-News hat Relotius eindeutig die gewünschte Spiegel-Linie bedient. Bleibt die Frage, ob er das wirklich nur aus Angst um den Erhalt seines Jobs tat. Außerdem bleibt offen, ob Kollegen in der Spiegel-Redaktion wirklich nichts davon gewusst haben. Oder ob sie nicht Gefallen an so viel linientreuer „Kreativität“ gefunden hatten. Jedenfalls sollte eine Aufklärung dieses Skandals keine interne Angelegenheit dieses Propaganda-Blättchens bleiben.

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