Seit SPD und Linkspartei die prekär Beschäftigten und Armen als Klientel abgewählt haben, kümmern sie sich umso intensiver ums Gratis-Gratisgutmenschentum. In diesem Sinne haben beide Parteien im Berliner Bezirk Lichtenberg jetzt einen avantgardistischen Vorstoß unternommen. Denn mal ehrlich, was ist für Heranwachsende wichtiger als ein genderneutrales Klo? Eben. Nichts.

    Dem Antrag von SPD und Linkspartei, die Lichtenberger Schulen endlich in den Genuss von genderneutralen Toiletten zu bringen, stellte sich lediglich die AfD entgegen, während die CDU sich bei dieser schweren Frage glatt spaltete. (Wobei man fairerweise hinzufügen muss, dass es auch in der Linkspartei ein paar Ausscherer gegeben hat.) So kam der Antrag durch. Darin fordert man vom Bezirksamt, „alle Schulen in bezirklicher Trägerschaft mit Unisex-Toiletten auszustatten bzw. die Schulen bei der Schaffung solcher aktiv zu unterstützen. Bei der Umsetzung sind die Schulen einzubeziehen. Bei Neubau oder Sanierungsmaßnahmen von Sanitäreinrichtungen sind Unisex-Toiletten von Beginn an mit einzuplanen.“ Da werden sich bionadige Hipster-Eltern aber freuen.

    Schließlich ist das richtige Klo der erste Schritt zur Freiheit: „Es gibt Menschen, die sich keinem klassischen Geschlecht zuordnen können. Dafür gibt es keine Altersgrenze. Bereits Kinder spüren manchmal, dass sie anders sind, als die Umwelt sie einordnen will. Alle haben ein Recht darauf, mit dem Geschlecht zu leben, dem sie sich zugehörig fühlen. Sich frei zu fühlen ist jedoch schwierig, wenn es keine neutrale Toilette gibt.“ Aber keine Sorge: „Niemandem wird damit etwas weggenommen und niemand wird zu etwas gezwungen“, meint die Linke. Es sei – so zitiert der Tagesspiegel – lediglich ein Schrittchen zur freien sexuellen Entwicklung der Kinder.

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