Die Antifa- und linksextreme Hass- und Hetzseite „Indymedia“ dürfte nach dem Verbot durch den damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière gar nicht mehr online sein. Ist sie aber trotzdem. Und sie steigert sich in Sachen Gewalt. Leakte sie bislang Adressen, denunzierte sie drauflos und forderte Zerstörung und Verletzung, so klärt sie ihre Leser jetzt über die Kunst des Mordens auf.

    In einer Zeit, wo die Bundeskanzlerin ihre Volksbeschimpfung auf ein Antifa-Video stützt, dessen Anzweifelung den Job kosten kann, wo der Spiegel schreibt, es könne gar nicht genug Antifa geben – da muss die rotlackierte SA sich ja für staatstragend halten und zu noch größeren Untaten ermutigt fühlen.

    Nazi-Blätter der Weimarer Republik schrieben einem Autor, der sich – für ihren Geschmack – zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte: Er bewege sich fortan in der „Kopfschusszone“. Deren Nachfolger, die Indymedia-Autoren, liefern jetzt die Handlungsanweisung nach:

    Am 30.08.2018 erschien dort ein Text, der von einer Bundesrepublik phantasiert, wo Politik, Kapital und Polizei sich gegen die harmlosen Linken verschworen hätten und die „Nazis“ reichlich Freiheit genießen würden. Soll man bei Angriffen der „Nazis“ etwa auf das Eintreffen der Polizei warten? Nein, dauert zu lange. Deshalb: Selbstverteidigung.

    Zunächst diskutiert der Autor den Nutzen von Pfefferspray. Dann aber [Fehler des Originals beibehalten]: „besser sind gaspistolen. sie haben magazine mit über 15 patronen. in der kammer findet eine patrone ebenfalls platz. bei einer konfrontation mit faschos hat dies mehr wirkung auf den feind. wenn man einmal dabei ist zu schiessen, macht es sinn das magazin leer zu schiessen und so schnell als möglich zu flüchten. beim laden des magazin sollten lieber keine fingerabdrücke auf den patronen sein. also fasst die pfefferpatronen nur mit haushaltshandschuhe an. ein aufgesetzer schuss aus einer gaspistole auf einen nazi am kopf oder am herz ist sofort tödlich. da braucht es keine umstände um legal oder nicht an eine scharfe pistole ranzukommen.“

    Drei AfD-Politiker vom Innenausschuss in Baden-Württemberg haben deshalb Anzeige erstattet. Der Sicherheitssprecher der Fraktion, Lars Patrick Berg, begründete das Vorgehen in einer Presseerklärung: „Die Strafanzeige nimmt Bezug auf die Veröffentlichung eines Artikels auf der eigentlich verbotenen Seite, in welcher zum Mord an Menschen aufgerufen wird. Darin werden jene, die sich angesprochen fühlen, aufgefordert, sich zu bewaffnen, und zwar mit Gaspistolen.

    Es wird gewarnt, Fingerabdrücke zu hinterlassen und ausgeführt, ein aufgesetzter Schuss aus einer Gaspistole am Kopf oder am Herz sofort tödlich sei. Für einen Mord sei es nicht zwingend nötig, an illegale Waffen zu kommen. Auch die Umrüstung von Gaspistolen könne den Mord gelingen lassen. Wir sehen hierin eine Straftat nach § 111 Strafgesetzbuch.“

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    Die drei AfD-Politiker zeigen sich zudem besorgt, dass die auch mit SPD und Grünen in Verbindung stehende „Interventionistische Linke“ (IL) nach wie vor Gelder für Waffen sammle. Die IL war maßgeblich am Terror zum G20-Gipfel beteiligt. Ob der Rechtsstaat sich bei solchen Connections noch durchsetzen kann? Jedenfalls ist „Indymedia“ derzeit offline. Gut. Fragt sich nur, wie lange.

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