In den Mainstreammedien und im Netz wird gegen Innenminister Horst Seehofer (CSU) momentan eine regelrechte Hexenjagd veranstaltet. Scheinheilige Promis und Politiker versuchen sich darin zu überbieten, ihn zu verurteilen, weil er sich über 69 abgeschobene Asylanten an seinem 69sten Geburtstag gefreut hat.

    Nun gibt es gewiss vieles, was man an Seehofer kritisieren kann. Zum Beispiel, dass er immer wieder vor Merkel einknickt und, obwohl er die Mittel dazu hätte, die Grenzen nicht dicht macht. Aber auf ihm herumzuhacken, dass er zu Recht für die Abschiebung der 69 Asylanten nach Afghanistan war, ist nichts anderes als linke pro-Asyl-Stimmungsmache!

    Dass einer der Abgeschobenen sich kurz darauf erhängt hat, ist nicht Seehofers Schuld. Man weiß niemals, was im Kopf eines Selbstmörders vorgeht. Besonders, wenn es sich um einen kriminellen Intensivtäter handelt. Vielleicht hat er sich ja umgebracht, weil ihm klar wurde, dass er als Verbrecher in Afghanistan nur schwer Karriere machen kann.

    Mainstreampresse verschweigt den verbrecherischen Hintergrund des Selbstmörders

    Bei den Berichten der Mainstreammedien wird allerdings der verbrecherische Hintergrund des Selbstmörders Jamal M. nicht erwähnt. Dabei haben die Leser ein Recht zu erfahren, dass es sich nicht um einen unbescholtenen Flüchtling handelte, sondern um einen Mann, der ein Vorstrafenregister ansammelte, für welches die Bezeichnung „kleinkriminell“ die Untertreibung des Jahres wäre.

    Er wurde wegen Diebstahls, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt. Hinzu kamen zahlreiche Strafanzeigen wegen Raub, Drogen- und Gewaltdelikten. Der Asylant stellte ganz eindeutig eine Gefahr für unsere Gesellschaft dar, und hier hat der Rechtsstaat zur Abwechslung richtig gehandelt und ihn konsequent abgeschoben.

    Wer Straftaten begeht, hat seinen Anspruch auf Hilfe verwirkt

    Wenn jemand Straftaten begeht und dabei auch noch die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen ausnutzt, hat er seinen Anspruch auf weitere Hilfe klar verspielt. Den Kritikern der ohnehin viel zu laschen deutschen Abschiebepraxis geht es darum, Abschiebungen grundsätzlich als unmenschlich hinzustellen. Dass es sich bei dem Afghanen um einen verurteilen Straftäter handelte, ändert nichts an deren Einstellung.

    Wie schrieb Jan Fleischhauer auf Spiegel Online über den Fall so schön? „Die Moralisierung politischer Fragen ist die einfachste Form, Positionen, mit denen man nicht übereinstimmt, zu delegitimieren. Es ist allerdings auch die Form der Auseinandersetzung, die den politischen Diskurs am stärksten vergiftet, weil sie dem Gegner abspricht, dass er ebenfalls gute Argumente haben könnte, und ihm stattdessen niederste Beweggründe unterstellt.“

    Genau das tat die ehemalige SPD-Familienministerin Renate Schmidt. Sie unterstellte Seehofer gar auf sueddeutsche.de: „Menschen wissentlich ertrinken zu lassen, sehen Sie als Teil der Lösung des Flüchtlingsproblems. Ab sofort sind die bisher 1400 Toten im Mittelmeer auch Ihre Toten.“

    Tatsächlich aber sind es die Toten derjenigen, die sie dazu motivieren, sich übers Mittelmeer in Lebensgefahr zu bringen – und nicht die Toten von denen, die versuchen, sie an der gefährlichen Überfahrt zu hindern.

    COMPACT-Magazin im Juni 2018, Mein BAMF- Merkels tiefer Sturz.

    Aber Seehofer zum Mittäter zu erklären, ist natürlich einfacher, als das eigene politische Weltbild zu überdenken. Ginge es nach Gutmenschen wie Schmidt, würde wahrscheinlich überhaupt kein Asylant mehr abgeschoben werden, egal was er verbrochen hat.

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