Krise in der CSU: Konservative verlassen die Partei

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Der Konservative Aufbruch der CSU löst sich auf. Der bisherige Vorsitzende und Gründer des David Bendels trat heute aus der Partei aus, zahlreiche Mitglieder des Konservativen Aufbruchs folgen ihm. Die Website des Aufbruchs ist bereits stillgelegt.

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_von V. Berger

Das ist der bisherige Höhepunkt des Linkskurses der CSU-Führung. Für zahlreiche Mitglieder war der Konservative Aufbruch der letzte Grund, trotz ihres verstärkten Linkskurses noch in der CSU zu verbleiben. Viele wollen Bendels folgen und kündigten ebenfalls ihren Austritt an.

Für Bendels war der Austritt der einzige logische Schritt nach „massiven Druck und wiederholten Drohungen“ aus der Parteispitze.

Das Fass zum Überlaufen brachte ein Brief des Justiziars an Bendels. Darin versuchte die CSU-Führung dem Vorsitzenden des Konservativen Aufbruchs einen Auftritt auf Einladung der AfD in Hessen zu verbieten und forderte ihn sogar auf, sich von der AfD zu distanzieren. Das Argument: Bendels würde damit „unmittelbar und öffentlich einen politischen Konkurrenten der CSU“ unterstützen. Daran sieht man, wie blank die Nerven bei der CSU-Führung liegen, denn die CSU ist in Hessen gar nicht präsent.

Der Vorsitzende der AfD in Bayern, Petr Bystron, zeigt sich verwundert über die Begründung: „Die CSU ist als kleine Regionalpartei für die AfD keine Konkurrenz. Wir sind jetzt dabei, die SPD vom Platz zwei der Volksparteien zu verdrängen.“ In der Tat erreicht die CSU in den aktuellen Umfragen bundesweit gerade mal 6% und liegt damit sogar noch hinter den Grünen, Linken und der FDP. Die AfD ist dagegen mit aktuell 15% die drittstärkste Kraft in Deutschland.

David Bendels hingegen befürchtet, dies sei nur der Anfang. „CSU-Mitglieder werden massiv unter Druck gesetzt, keinen Kontakt zur AfD aufzunehmen“. Aus CSU-Kreisen verlautet sogar das Gerücht, die Partei-Spitze will ein Kontaktverbot zur AfD verhängen.

Die Kommentare der CSU-Basis auf Facebook sind verheerend. „Unglaublich das alles. Immer schön den Mund halten? Was ist das für ein Verein diese CSU?“ In der Tat ist die CSU zu einer gleichgeschalteten Funktionärs-Maschine geworden, kritisieren zahlreiche Mitglieder. Das Wort vom „Merkel-Wahlverein“ macht die Runde. Ein anderes Mitglied fasst die Lage treffend zusammen: „Seehofer muss aufpassen, dass er nicht als Totengräber der CSU in die Annalen eingehen wird!“

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