Kremlsprecher: Angebliches Trump-Dossier ist „Pulp Fiction“

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Das Verhältnis zwischen dem kommenden US-Präsidenten Donald Trump und den Geheimdiensten eskaliert. Trump schrieb ihnen Mitverantwortung für die Publikation des „russischen Dossiers“ zu. Auf Twitter donnerte er: „Die Geheimdienste hätten niemals zulassen dürfen, dass solche Fake News an die Öffentlichkeit kommen“ Und „Leben wir in Nazi-Deutschland?“

Besagtes Dossier wurde nach Medienberichten von einem Agenten des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 zusammengestellt. Sein Material soll jedoch vom russischen Geheimdienst stammen. Es enthält sexuell Kompromittierendes während Trumps Besuche in Moskau, womit Russland ihn – so die Spekulationen – erpressbar machen wollte. Außerdem enthalte das Dossier Berichte über Korruptionsversuche, die Trump zu einer russlandfreundlichen Politik bringen sollten. Trump bezeichnete das Dossier als „Fake“ und „Schande“, auch Moskau dementierte die Urheberschaft. Kremlsprecher Kremlsprecher Dmitri Peskow interpretierte das „Leaking“ als eindeutigen „Versuch, die bilateralen Beziehungen zu stören“, sagte Peskow in Moskau, „Das nennt man Pulp Fiction“ (dt. Schundliteratur). RT Deutsch hat das Troll-Forum 4chan als Urheber des Dossiers unter Verdacht, ohne jedoch Beweise vorzulegen.

Anderseits bejaht Trump inzwischen die Frage, ob Russland mit einem Hackerangriff in die US-Wahlen eingegriffen habe. Bislang hatte er dies in Zweifel gezogen. Beweise legt allerdings auch er nicht vor, fügt aber hinzu, dass auch andere Länder Hackerangriffe auf die USA verübt hätten. Laut dpa sagte Trump heute: Wir werden sehen, was ich für ein Verhältnis zu Russland haben werde“, er sei sich nicht sicher: „Ich hoffe, ich komme mit Putin klar. Kann gut sein, dass nicht.“ Das wäre mehr als schlimm.

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12 Kommentare

  1. Kugler Sigrid am

    Die Spannung steigt ins Unerträgliche bis zum 20. Januar.
    Die einen befürchten etwas von Trump, die anderen erhoffen sich etwas.
    Der Mann soll verrückt sein, aber er ist nicht verrückter als andere.
    Krieg soll in der Luft liegen, man weiß nicht mehr, wer weswegen über wen
    herfallen will, weil Kriege sowieso gar nicht mehr aufhören. Assad will jetzt
    das ganze Land zurückerobern, während man dachte, in Syrien ist Frieden nach der Einnahme Aleppos.
    Botschafter sollen vermitteln, um zu entspannen. Und ich sage, es spitzt sich
    etwas zu, weil es eine Änderung gibt. Seit Trumps Wahl nur ein Brodeln!

  2. Bärbel Witzel am

    Das System in den USA wird, genau wie bei uns, auch unterwandert. Die USA sind längst kein freies Land mehr.
    Aus einem etwas älteren Bericht vom 15.04.2016 geht hervor, dass die Faschisten, die Antifa, eben auch dort den Menschen das Leben zur Hölle machen. Finanziert wird die Antifa von der MoveOn.org, die wiederum wird von Soros finanziert. Das System ist wie bei uns: Rules for radicals.

    https://www.berlinjournal.biz/deutsche-antifa-new-york/

  3. Volker Spielmann am

    Ob die Kindereien in den VSA wohl etwas zu bedeuten haben?

    Man fühlt sich bei den VSA mittlerweile an einen Kindergarten erinnert: Die noch kurze Zeit amtierende alte Regierung beschließt pompöse Strafmaßnahmen gegen Rußland, obwohl sie genau weiß, daß die neue Regierung diese umgehend wieder aufheben wird, weil sie einen Ausgleich mit Rußland anstrebt. Und dies umso mehr, weil die Begründung für die Strafmaßnahmen die Rechtmäßigkeit der Wahl des Donald Trumpf anzweifelt und kein Politiker käme je auf den Gedanken, bei einem derartigen Unterfangen mitzuwirken. Umso mehr wirkt das Ganze wie eine kindische Trotzreaktion, weil der Donald anstatt der Parteifreundin Klingelton gewählt worden ist. Anders sähe es freilich auch, wenn der Donald recht schnell um die Ecke gebracht oder zumindest umgedreht werden soll. Dann geht die recht verbissene Fehde der VSA mit Rußland munter weiter und die Strategiekoryphäen der VS-amerikanischen Denkbehälter feixen zum Teil auch schon in diesem Sinne. Daher heißt es mal wieder: Abwarten und Met trinken.

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

    • Karl Blomquist am

      @Volker Spielmann
      Hier kann der deutsche Top-Spion TOPAS weiterhelfen:
      >>Zu den Zeiten des Kalten Krieges kursierte unter den deutschen Mitarbeitern im NATO-Hauptquartier in Brüssel der sarkastische Spruch: "Die Amerikaner sind fest entschlossen, bis zum letzten Deutschen gegen die Sowjets zu kämpfen."
      Man kann heute davon ausgehen, dass das Pentagon in Ermangelung deutschen Nachwuchses in den Polen und Ukrainern das willige und geeignete Kanonenfutter gegen die Russen sieht. Aber selbst in diesem Fall – so zumindest die in Simulationen gewonnenen, spieltheoretischen Erkenntnisse – könnten sie nicht gegen Russland gewinnen. Punkt. Aber was veranlasst Washington dann überhaupt zu diesem massiven und gefährlichen militärischen Aufmarsch "in Sichtweite" der russischen Grenzen?
      Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, die deshalb plausibel sind, weil sie die erklärte, langfristige US-Strategie untermauern, nämlich ein Zusammengehen der an Ressourcen reichen Sowjetunion, deren Kernland Russland war, mit der Hochtechnologie Westeuropas – vor allem der deutschen – zu verhindern. Noch vor sieben Jahren wollten Frankreich und Deutschland zum Entsetzen Washingtons in der EU eine "strategische Partnerschaft mit Russland" durchsetzen. Das haben die USA mithilfe der Russenhasser in den Regierungen der osteuropäischen EU-Mitglieder sehr erfolgreich hintertrieben.

      Der aktuelle US-Panzeraufmarsch in Polen gehört zur US-Taktik, die im Pentagon schon zu Zeiten des Kalten Krieges den Namen "Poking the Bear" hatte. So etwas hatte man früher bei den Wanderzirkussen betrieben. Mit einem spitzen Stab oder einer Lanze hatte man den Bären im Käfig bis aufs Blut gereizt, damit dieser zum erschrecklichen Schauder der Zuschauer richtig wütend wurde und furchtbar raste und brüllte. … Nur benimmt sich der Bär äußerst zivilisiert und das Publikum missbilligt stattdessen die Provokateure.

      Zudem sollte man den derzeitigen US-Militäraufmarsch als ein weiteres Element der aktuellen Maßnahmen der scheidenden Obama-Regierung im Angesicht ihres Ausscheidens aus dem Amt sehen. Mit Blick darauf sollen die Beziehungen zwischen den USA und Russland auf der diplomatischen, kulturellen, wirtschaftlichen und militärischen Ebene derart vergiftet werden, dass es für den nächsten Präsidenten Trump extrem schwer sein wird, trotz seiner bekannten freundlichen Offenheit gegenüber Moskau die Beziehungen wieder ins Lot zu bringen.
      Denn dafür müsste Trump erst einmal alle Maßnahmen seines Vorgängers Obama rückgängig machen und dagegen würde sich in den MSM und dem so genannten "sicherheitspolitischen Establishment" der Kriegspartei ein endloser Sturm der Entrüstung erheben. Die Vorwürfe, dass Trump die Sicherheit der USA an Putin verkauft, dass er also doch eine Marionette des Kremls ist, der nur dank Putins "Cyber-Hackings" die Wahl gewonnen hat, kurz alle diese bereits jetzt erhobenen Vorwürfe zur Delegitimierung Trumps würden sich überschlagen. Das letztendliche Ziel dieser Strategie wäre eine Amtsenthebung.<<
      https://www.contra-magazin.com/2017/01/rainer-rupp-was-plant-die-us-kriegspartei-im-baltikum/

      • Volker Spielmann am

        @Karl Blomquist

        Ohne Kanonenfutter führen die VSA keinen Krieg: Auch wenn sich gewisse pazifistische Pöbelperser und ihre komischen Freunde im Zwischennetz unentwegt naß machen, weil die VSA angeblich Rußland angreifen wollten, so muß man doch feststellen, daß dies höchst unwahrscheinlich ist. Schließlich hassen die VS-Amerikaner den echten Krieg, sprich versuchen einen Kampf mit einem Gegner, der sich wehren kann tunlichst zu vermeiden. Außer freilich ihnen stehen andere Mächte als Kanonenfutter zur Verfügung wie etwa die Russen und Chinesen gegen Deutschland und Japan im Sechsjährigen Krieg. Zwar könnten den VSA dazu ihre europäischen Hilfsvölker aufbieten, die mit 500 Millionen Menschen theoretisch genügend Material gegen die Russen böten. Aber praktisch ist dies wohl zum Scheitern verurteilt: Mit Ausnahme der Polen und Engländer ist nämlich die Begeisterung für die VSA gegen Rußland zu kämpfen in Europa denkbar gering. Sollten die VSA dies unterfangen, so droht ihnen ein schlimmerer Fehlschlag wie weiland dem welschen Wüterich Bonaparte.

      • Karl Blomquist am

        Ja. Obama hat nicht genug Kanonenfutter.
        Ziel des Theaters ist Delegitimierung Trumps und letztlich Impeachment.

  4. Das ist total schlimm!

    Wörtlich hat Trump in bestem Bauarbeiterenglisch gesagt: "Now, I don’t know that I’m gonna get along with Vladimir Putin. I hope I do. But there’s a good chance I won’t."
    http://www.bbc.com/news/world-us-canada-38536671

    Also: "Ich weiß nich, das ich mit P. zurechtkomm. Ich hoff schonn. Aber da is ne gute Schongs, das nich!".

    Trump ist ein typischer Zwilling. Viel reden, sich immer alle Optionen offenhalten und dann seine Mitmenschen in die Pfanne hauen (was aber nie bös gemeint ist):
    http://www.sternzeichen-zwillinge.info/typisch-zwillinge.html

    Als Waage wird Putin natürlich so lange es geht ausgleichend reagieren. Aber langfristig gibt es in Konflikten immer zwei Optionen: Agieren oder reagieren. Für welche wird er sich entscheiden?
    http://chicago.cbslocal.com/2015/03/19/best-places-to-survive-a-nuclear-apocalypse

    Ich finde, Angela Merkel sollte jetzt einen ihrer Sonderbotschafter losschicken, um in der Angelegenheit zu vermitteln:
    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/spd-treffen-in-duesseldorf-sigmar-gabriel-oder-martin-schulz-aid-1.6511599

    • Sorry Gabi, aber ich glaube, Sie verwechseln hier die Chronologie. Merkel wurde bereits von Obbi losgeschickt. Und zwar, um die Situation weiter zu eskalieren. Gibt es auch ein Sternzeichen "treuer deutscher Schäferhund"?

  5. Wir werden und wurden schon seit 1945 von den Amis beschissen, und das setzt sich
    heute fort! Wir brauchen ein Europa der Vaterländer und keinen US Vasallen EU!

  6. Andreas Walter am

    Mhmmm, da schmeckt doch das Abendbrot gleich doppelt so gut wenn man in den Nachrichten hört, wie viel Hunger es in der Welt gibt.

    „Leben wir in Nazi-Deutschland?“

    Den Satz verstehe ich allerdings nicht. La La Naziland wurde doch schon vor über 70 Jahren abgebrannt, in Schutt und Asche gelegt, in die Hölle verbannt, dann der Neue Mensch hier, nach eurem Ebenbild, geschaffen, betörenden und brillant, darum auch nicht als Mann und Frau, Erdverbunden und auch deshalb Patriot, sondern als Kommunist und Kapitalist, Konsumist, doch auch grün und edel, artig und gut, immer stets korrekt und selbstlos bis zum Übermut, bis hin zur Selbstvernichtung, Selbstaufgabe, Selbstverleugnung, Selbstauslöschung, doch stets auch ehrfürchtig und lieb gegenüber den neuen Herren, und vor allem auch, Damen.

    https://www.youtube.com/watch?v=RJRhkT5rTBU

  7. Karl Blomquist am

    Statt Hoax-News über Trump:
    Wie wärs mit einem (echten) Merkel-Dossier?
    Damit Trump sie schnell und schmerzlos feuern kann

    Lassen wir nicht nur Compact die ganze Arbeit machen:
    jeder von uns kann dazu beitragen. So dass Donald Trump nur noch mit dem Finger zu schnippen braucht, um die Destabilisierungs-Globalistin Merkel, landläufig Zertrümmerraute genannt, schnell und schmerzlos zu feuern. Ohne dass sich noch groß Widerstand regt.

    Stellen wir ein Merkel-Dossier zusammen, tragen wir Material über Merkels "Leistungen" zusammen, bzw. was sie sich so geleistet hat:
    – als FDJ-Propagandasekretärin in der DDR
    – in der UdSSR
    – zur Zeit der Wende 1989
    – ihre Karriere in CDU und Kohl-Regierung
    – wie sie 1998 plötzlich und einfach so den Großen Vorsitzenden Kohl beiseite räumen konnte
    – ihr Wirken, um die BRD in Buschs Irak-Krieg hineinzuziehen
    – wie sie 2005 an die Macht kam: Wer zwang Schröder zur vorzeitigen Beendigung seiner Amtszeit?
    – ihre Verpfändung der deutschen Ersparnisse: Blankoscheck ESM 2012
    – ihr Wirken gegen Russland: die Sanktionen
    – ihre mohammedanische Millionen-Masseninvasion, von ihr herbeigerufen

    Damit der Alptraum Merkel endlich aufhört:
    Packen wir‘s an.

    RAUTE WEG IN 30 TAGEN?
    DAS MERKEL-DOSSIER KLÄRT ALLE FRAGEN

    • Harald Kaufmann am

      @Karl Blomquist,

      in 30 Tagen wird das nicht zu schaffen sein. Merkel wird uns höchstwahrscheinlich auch noch weitere 4 Jahre beglücken. Und in den nächsten 4 Jahren kann und wird noch sehr viel passieren.

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