#Köthen: 2.500 trauern um Markus (22)

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In der Geschichte des Städtchens #Köthen gab es noch nie eine größere Demonstration als gestern: 2.500 Trauernde kamen um 19 Uhr zusammen, das entspricht einem Zehntel der Bevölkerung. Kaum 20 Stunden war vergangen, was die Menschen so tief erschüttert hatte: Markus (22) wollte einen Streit zwischen zwei Afghanen schlichten – und wurde dann selbst Objekt von ihrer Aggression. Eine Augenzeugin berichtet auf Facebook, wie die sogenannten Flüchtlinge ihn brutal ins Gesicht schlugen und dann den auf dem Boden Liegenden mit den Füßen gegen den Kopf und in den Magen traten „wie einen Fußball“. Die Zeugin berichtet, wie sie bei Markus noch an Ort und Stelle Wiederbelebungsversuche startete, aber vergeblich. Er sei „schon blau im Gesicht gewesen“.

Im krassen Gegensatz dazu steht die Behauptung der Behörden, die als Todesursache „Herzversagen“ angibt und einen Zusammenhang mit den Schlägen und Tritten ausschließt. Immer wieder wird darauf verwiesen, dass der Mann seit seiner Kindheit einen Herzschrittmacher trug. Selbst wenn das stimmt: Seit wann bleiben diese Herzschrittmacher von alleine stehen? Und Gewalteinwirkung soll nichts damit zu tun haben? Für wie dumm halten Beamte und Medien die Bürger?

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Trauern um die Opfer von Multikulti.

Besonders ekelhaft: Wie viele Medien (darunter Welt, Bild und ZDF) betonten, der Bruder des Getöteten sei ein bekannter Rechtsextremer. Man bedenke: Die Medien trompeteten dies in die Öffentlichkeit, noch bevor sie auch nur das Allermindeste über Markus selbst zu berichten wussten: Aus welcher Familie er kommt, was er gelernt und gearbeitet hat, ob er eine Freundin hatte… Keine Rede auch davon, dass Markus nicht nur einen Bruder, sondern insgesamt sechs Geschwister hatte, und ob diese im Sportverein, in der Caritas, im Kirchenchor aktiv waren. Wie Pawlowsche Hunde bellen und sabbern diese Journalisten nur, wenn sie einen Rechten riechen. So wird ein Mensch noch nach seinem Tod herabgesetzt – weil er den falschen Bruder hatte.

Es ist diese Verkommenheit von Politik und Medien gegenüber den Toten unseres Volkes, die die Menschen abstößt und anwidert. Angesichts dessen ist es bewundernswert, wie diszipliniert die gestrige Trauerkundgebung verlief. Zuerst ein großes Schweigen, unterbrochen vom Schluchzen der Freunde von Markus, dann der düstere Ernst beim Marsch. Die Parolen waren überflüssig. Das Volk spürt, dass etwas getan werden muss, bevor es verblutet.

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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