Klimakonferenz in Kattowitz: Hysterie statt Fakten

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Die wichtigsten Märchen der Klimadiskussion – widerlegt in COMPACT-Spezial.

Weltklimakonferenz in Kattowitz – das Einpeitschertreffen der grünen Hysteriker. Während es in Frankreich zur ersten Massenrevolte gegen die Klimapolitik kommt – die Geldwesten sind eine Reaktion auf die Dieselpreiserhöhung, die von der Regierung Macron umweltpolitisch begründet wird –, zieht man im schlesischen Kohlerevier die besten Propagandisten der Neuen Weltordnung zusammen, um den Menschen richtig Angst zu machen – und dadurch den Boden zu bereiten, diktatorische Zwangsmaßnahmen zur CO2-Reduktion hinzunehmen. Der „Spiegel“ hat die Horrorszenarien vorab erhalten: Versinkt New Orleans bald im Meer? Interaktive Karten zeigen dem Leser, wo demnächst die große Flut kommt. Nicht zu vergessen: Damit wird auch Propaganda gemacht, dass Deutschland zusätzliche Migranten aufnehmen muss, nämlich die vom Klima Verfolgten, aufnehmen muss…

Wie gut, dass COMPACT-Spezial die Klimadebatte leicht verständlich und doch wissenschaftlich aufbereitet hat. In diesem Sonderheft mit dem Titel „Klimawandel – Fakten statt Hysterie“ fasst Marc Dassen die wichtigsten Eckpunkte mit These und Gegenthese zusammen. Am besten, Sie bestellen sich die Ausgabe gleich – dann sind Sie gut vorbereitet, wenn Ihnen ein „Spiegel“-Leser mit der aktuellen Panikmache kommt.

Aussterbende Eisbären und andere Märchen

_ von Marc Dassen

Steigen die Meeresspiegel? Schmelzen die Pole? Diese und viele andere populäre Geschichten geistern seit Jahren durch die Welt. Aber was ist dran?

Die Pole schmelzen
Der Klimaforscher Peter Wadhams behauptete 2013 in einem vermeintlich wissenschaftlichen Artikel, die Arktis werde zu Beginn des Herbstes im Jahr 2015 „eisfrei“ sein. Diese Prophezeiung hat sich offensichtlich nicht erfüllt. Am Südpol gibt es sogar eine gegenteilige Entwicklung: Nach einer Studie der NASA im Journal of Glaciology vom 30. Oktober 2015 mit dem Titel Massezuwächse der antarktischen Eisdecke größer als ihre Verluste nimmt die Dicke der antarktischen Eisschichten zu, nicht ab. Die Analyse der Daten ergab demnach einen „Netto-Zuwachs der Eismassen von 112 Milliarden Tonnen pro Jahr für die Jahre 1992 bis 2001“ und „82 Milliarden Tonnen jährlich für die Jahre 2003 bis 2008“.

Die Eisbären sterben aus
Wie unter anderem Al Gore in seinem Katastrophenfilm Eine unbequeme Wahrheit von 2006 erklärte, seien Eisbären „durch das Abschmelzen des Polareises in ihrem Bestand gefährdet“. Ähnlich hatte ein Jahr zuvor bereits die Umweltschutzorganisation Greenpeace argumentiert und behauptet: „Der Bär benötigt das Eis, um dort seine Hauptnahrung, die Robben zu erlegen.“ Dieser Aussage widersprach Josef Reichholf, Zoologie-Professor aus München: „Die Behauptung, dass die Eisbären durch den Klimawandel bedroht seien, ist falsch.“ Und weiter: „Der Eisbär lebt nicht vom Eislutschen.“ In seinem Buch Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends (2007) zeigt er, dass die größten Jäger des ewigen Eises in den letzten 10.000 Jahren mehrere deutlich wärmere Phasen problemlos überlebt haben. Die Welt berichtete am 20. Juli 2016 unter der Überschrift „Die Rückkehr der Eisbären auf Spitzbergen“: „Einer Studie des Norwegischen Polarinstituts zufolge sind die Eisbären auf Spitzbergen in einem guten körperlichen Zustand. (…) Die Norweger um den Wissenschaftler Jon Aars haben im Jahr 2015 die Eisbären auf Spitzbergen und im norwegischen Gebiet der Barentssee gezählt. Nach ihren Berechnungen besteht die Population in dieser Gegend aus insgesamt 975 Eisbären. Elf Jahre zuvor waren es nur 685.“

Die Gletscher gehen zurück
„Im Jahr 2020 wird es keinen Gletscher mehr auf der Zugspitze geben!“, rief Angela Merkel auf dem Dresdener CDU-Parteitag im November 2006 den Delegierten zu. Im Gegensatz dazu stellte Roger J. Braithwaite, ein britischer Meteorologe und Physiker, in einem Aufsatz für die Fachzeitschrift Progress in Physical Geography im Jahre 2002 fest: „Es gibt keinen offensichtlichen globalen Trend zur Zunahme der Gletscherschmelze in den vergangenen Jahren.“
In Al Gores Film Eine unbequeme Wahrheit wird als Beispiel das vermeintliche Abschmelzen des Eises auf dem höchsten Berg Afrikas, dem Kilimandscharo, genannt. 2008 konnten Forscher hingegen zeigen, dass dieser Vorgang nichts mit der globalen Erwärmung zu tun hat, sondern mit dem Prozess der Sublimation. „Dabei überspringt das Eis den flüssigen Zustand und geht direkt in einen gasförmigen Zustand über, es verpufft förmlich“, fasst die Süddeutsche Zeitung die Kernaussage der Untersuchung zusammen. Ein Co-Autor der Studie, Georg Kaser von der Universität Innsbruck, erklärt dazu weiter: „Diesen Effekt gibt es bereits seit 120 Jahren. (…) Der Kilimandscharo würde heute genauso aussehen, wenn sich unser Klima seitdem nicht erwärmt hätte.“

Klimawandel Spezial15

(c) COMPACT

Die Wüsten breiten sich aus
Eine unter Klimawissenschaftlern beliebte Behauptung ist, dass sich die Wüsten weltweit ausdehnen, was zu Lebensmittelknappheit, Dürren und schlussendlich zu Massen von „Klimaflüchtlingen“ führe. Der ehemalige SPD-Energiesenator und Buchautor Fritz Vahrenholt hat dazu in einer TV-Talkshow am 30. November 2015 festgestellt: „Die Sahel-Zone wird grüner, die Wüste schrumpft.“ Eine Phoenix-Dokumentation, ausgestrahlt in der ARD am 29. September 2017, resümierte: „Ausgerechnet die Sahara, die größte Warmwüste der Erde, könnte vom Klimawandel profitieren. Ihr Herz, seit vielen Jahrtausenden von extremer Trockenheit beherrscht, könnte wieder feuchter und grüner werden, wie schon mehrfach im Verlauf der Erdgeschichte.“

Es gibt immer mehr Monsterstürme
Gibt es wegen des vermeintlich menschengemachten Klimawandels mehr Tsunamis, Hurrikanes und ähnliche Wetterkatastrophen? In den Klimaberichten des IPCC von 2007 und 2013 wird für viele Gebiete der Welt eine Zunahme von Überflutungen und Stürmen vorausgesagt. Scheinbar bestätigt wurde diese Prophezeiung durch die Wirbelstürme Harvey und Irma, die Ende 2017 über Teile Nord- und Mittelamerikas hinwegfegten. Andererseits datiert die schlimmste Springflut, die Deutschland je traf, vom Jahr 1962 – halb Hamburg stand unter Wasser, 340 Menschen starben.

Der bekannte Wirbelsturmforscher Dr. Chris Landsea kündigte bereits 2005 seine Mitarbeit im Weltklimarat auf, weil er „keinen Zusammenhang zwischen menschengemachtem Klimawandel und Wirbelstürmen“ sah. Laut Landsea kann in der US-Hurrikanstatistik, die seit 1850 geführt wird, keine Verbindung zur sogenannten globalen Erwärmung festgestellt werden. Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) bilanziert: „Seit 50 Jahren nimmt die Stärke der atlantischen Hurrikane ab anstatt zu. Die offiziellen US-Statistiken belegen es. Ja, vor 12 Jahren, so um 2005 herum, da gab es eine schlimme Häufung, aber dann war erst mal wieder für lange Jahre Ruhe.“

Kohlendioxid plus Geld gleich Apokalypse? Dieses Pappschild muss ein Grüner angefertigt haben. Foto: pxhere.com / CC0 public domain

Der Golfstrom kommt zum Erliegen
Der Golfstrom zwischen dem Golf von Mexiko und Skandinavien transportiert warmes Wasser in den Norden und kaltes in den Süden des Globus und sorgt dadurch für ein mildes Klima in unseren Breiten. Der Klimawissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) Stefan Rahmstorf malt das Schreckensszenario an die Wand, dass durch die zunehmende Eisschmelze auf Grönland zuviel Süßwasser in den Nordatlantik gedrängt wird und dadurch der Golfstrom zum Erliegen kommen könnte.

Selbst andere Alarmisten widersprechen ihm. „Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios wird vom Weltklimarat mit eins zu zehn eingeschätzt“, fasste die Märkische Allgemeine am 23. März 2015 zusammen. Auch der Hamburger Katastrophenprediger Mojib Latif zweifelt demnach „die Potsdamer Ergebnisse an und führt eigene Messungen der Nordatlantikströmung an, die zu anderen Ergebnissen kommen“.

Alle sind sich einig
Eine der häufigsten aber auch verräterischsten Behauptungen der Klima-Lobby ist, dass es einen unumstößlichen Konsens von nahezu hundert Prozent aller ernstzunehmenden Wissenschaftler gäbe: Ja, es gibt den Klimawandel, ja, er ist bedrohlich und ja, der Mensch verursacht ihn. So wurde im Fachmagazin Science 2004 die Studie einer Forscherin namens Naomi Oreskes publiziert, die behauptete, dass sie in etwa 1.000 Arbeiten zum Klimawandel eine Übereinstimmung von rund 75 Prozent gefunden habe. Als dann ein Jahr später Benny Peiser von der Universität Liverpool diese Daten überprüfte, musste er feststellen: Tatsächlich waren nur knapp 29 Prozent der Wissenschaftler der Meinung, dass der Mensch das Klima negativ beeinflusse. Eine Studie des Meinungsforschers Hans Mathias Kepplinger (Uni Mainz) ergab 2006 für Deutschland, dass nur etwa 30 Prozent der Klimaforscher die Thesen des IPCC teilen.

Inhaltsübersicht von COMPACT-Spezial Nummer 15 „Klimawandel – Fakten gegen Hysterie“. Die Ausgabe können Sie hier bestellen.

Kontroversen

Klimakiller Mensch? CO2, Polschmelze, Treibhauseffekt

Energiewende

Amok gegen Stromkunden und Autofahrer

Profiteure

Die Angstmacher, die Aufsteiger, die Abkassierer

Alternativen

Die Versöhnung von High-Tech und Ökologie

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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