Klima-Wahn: Deutsche Autoproduktion sinkt auf tiefsten Stand seit 22 Jahren

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Deutschland arbeitet mit großem Eifer an der Zerschlagung seiner ökonomischen Grundlagen. Das macht auch eine neue Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen deutlich, laut der die heimische Autoproduktion im laufenden Jahr auf den tiefsten Stand seit 22 Jahren gesunken ist.

Die Produktion lag hierzulande demnach bei 4,67 Millionen Fahrzeugen. Der dramatische Formen annehmende Bedeutungsverlust Deutschlands als Autonation wird aber erst so richtig deutlich, wenn man den Blick auf den deutschen Anteil an der Weltproduktion richtet. Der lag 1997 – also vor 22 Jahren – noch bei 11,8 Prozent, ist aber mittlerweile auf 5,9 Prozent gesunken und hat sich damit halbiert.

Deutsche Autobauer expandieren weiter – aber nur noch im Ausland

Studienautor Ferdinand Duddenhöfer warnte bei der Präsentation der Zahlen davor, den Niedergang ausschließlich auf externe Faktoren wie den Handelskrieg zwischen den USA und China zu reduzieren. Der Autoexperte betonte: „Mit dem Rückgang der Autoproduktion in Deutschland verliert der Standort Deutschland für die Welt-Autoindustrie weiter an Bedeutung.“ Deutschland verliere „im weltweiten Autogeschäft an Bedeutung – ganz im Gegenteil zu den deutschen Autobauern“.

Öko-Diktatur. Die heimliche Agenda der Grünen. Ein COMPACT-SpezialSteht den Deutschen aufgrund der CO2-Bepreisung bald die Massenarmut bevor? Die jüngste Verschärfung des Klimapakets dürfte jedenfalls viele Familien auf finanzieller Ebene bis ins Mark treffen. Mit den immer irrwitzigeren Plänen zur CO2-Bepreisung könnte es zwar gelingen, den im globalen Maßstab ohnehin schon minimalen deutschen CO2-Beitrag weiter zu senken, allerdings besteht die Gefahr, dass danach auch nicht mehr viel von der deutschen Wirtschaft und dem deutschen Wohlstand übrig ist. Die Autobranche scheint dabei das erste und prominenteste Opfer des Klimawahns zu werden. Lesen Sie mehr zu dem Thema in COMPACT-Spezial 22 „Öko-Diktatur – Die heimliche Agenda der Grünen“.

Damit verweist Duddenhöfer auf einen besonders bitteren Aspekt der derzeitigen Autokrise. So verkündete Audi erst Ende vergangenen Monats einen Abbau von 9.500 Stellen in Deutschland, der sich insbesondere an den beiden Fertigungsorten Ingolstadt und Neckarsulm abspielen wird. An anderen Standorten – so in Ungarn oder Mexiko – will Audi aber sogar noch Beschäftigung aufbauen.

Duddenhöfer betonte bei der Vorstellung der Studie die große Bedeutung Chinas für die deutsche Autoindustrie und plädierte dafür, den Austausch mit der Volksrepublik zu intensivieren. „China ist der Mittelpunkt der Autowelt, und die alten Autonationen wie Deutschland werden unbedeutender“, äußerte der Autoexperte.

„Tödliche Gefahr für die wichtigste Stütze der Wirtschaft“

Mittlerweile ist freilich auch die Abhängigkeit der deutschen Autobauer vom Reich der Mitte enorm hoch. Daimler und BMW setzen hier ein Drittel ihrer weltweiten Autoverkäufe ab, der VW-Konzern sogar 40 Prozent. Sollte die Volksrepublik einmal in eine größere wirtschaftliche Krise rutschen, dann würden sich die heutigen Probleme der deutschen Autoindustrie im Vergleich zu dem, was dann bevorstehen würde, wie eine Kleinigkeit ausnehmen.

Am 24. Oktober 1929 brachen an der Wall Street alle Dämme. Der „Schwarze Freitag“, der sich daraufhin auch in Deutschland ereignete, hat sich bis heute ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Die neuen 20er Jahre könnten ebenfalls wieder zu einem Jahrzehnt des ökonomischen Zusammenbruchs werden. Viele renommierte Autoren wie Dirk Müller, Max Otte oder Markus Krall rechnen mit einem Crash, wie es ihn so noch nie zuvor in der Geschichte der Weltwirtschaft gegeben hat. Lesen Sie alles zu diesem Thema und den anstehenden gigantischen Umwälzungen in der aktuellen Ausgabe des COMPACT-Magazins, die jetzt schon unter COMPACT-Digital+ abgerufen werden kann.

Schon im März dieses Jahres stellte der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg fest: „Deutschland hat wohl Peak Car erreicht, eine tödliche Gefahr für die wichtigste Stütze der Wirtschaft.“ Hinzuzufügen wäre noch, dass die Abwärtstendenz der wichtigsten deutschen Branche von der Politik bewusst mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen herbeigeführt wurde.

Das hätte nicht sein müssen, denn die globale Nachfrage wird wegen des Wachstums in China, Russland, Indien oder anderen Schwellenländern auch im kommenden Jahrzehnt weiter ansteigen. In Deutschland hat man sich jedoch dafür entschieden, den Ast abzusägen, auf dem man sitzt.

 

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15 Kommentare

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    DerSchnitter_Maxx am

    Bald geht’s ans Eingemachte ran – dauert sicherlich … nicht mehr allzulange 😉

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    Es ist schon auffällig, das dieser CO2 Dings gerade dann läuft, wenn sich die Welt neu ordnet. Da wird doch wohl kein Plan hinterstecken?
    Was die Damen wohl machen, wenn sie merken, das sie benutzt wurden? Auch eine Form von Prostitution, nur die Bezahlung ist grottenschlecht.

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    Ach,mir kommen die Tränen. Genau diese Entwicklung habe Ich vorhergesagt (war nicht schwer) und sie wird beim Auto nicht haltmachen. Auch wenn im Bundestag nur Schwarz/Blaue säßen, wäre diese Entwicklung nicht aufzuhalten. Die Zeit,wo Europa den Chinesen Petroleumlampen schenkte,damit sie Petroleum kaufen,ist unwideruflich vorbei.Die Deindustrielisierung kommt,allein durch die unerbittlichen Gesetze des Marktes, man muß sich da gar nicht anstrengen.

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    Heinrich Wilhelm am

    Die Wissenschaft hat fest gestellt,
    dass Bäumen CO2 gefällt.
    Verwehrt man es den grünen Blättern, werden sie braun.
    Bei den "Politikern" der Grünen scheint dieses Thema schon durch zu sein…

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      HERBERT WEISS am

      Ach ja? Dann lag der klägliche Anblick unserer Vegetation im Sommer 2018 am akuten CO2-Mangel und nicht an der Trockenheit? Glaube ich nicht.

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    Das ist ja schlimm mit der Hitze und den Waldbränden in Australien. Alles ausgelöst durch dreckiges CO 2 aus deutschen Autos. Steht denn schon fest, was wir dafür bezahlen müssen?

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      @ ROBIN HUT

      Sie verwechseln Australien mit Kalifornien.
      Ist aber egal, zahlen müssen wir freiwillig allemal.
      Die linkspopulistischen CDU-Klimanarren und die
      Grünen werden sich schon über den Preis einigen.

      Am deutschen CO² -Unwesen wird die Welt genesen.

      Prostata und Halleluja

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    Und die kommenden Spritpreise werden der Autoindustrie den Rest geben.

    Zukünftig wird abgewogen.
    Neues Auto, nein danke.
    Die alte Heizöl-Schleuder wird weiter genutzt.

    Diese Investition stecken wir in die explodierende Miete, horrende Mietnebenkosten, höhere Kfz-Steuer, den Heizöltank, ins Essen usw. , halt in das Lebensnotwendige.

    Und den finanziellen Sargnagel wird die EU mit ihrer ein Billion schweren Umweltbepreisung "Green Deal" frei Haus liefern.

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    Indien baut inzwischen selber Autos, ganz ohne Schnickschnack, deswegen in D. nicht zugelassen, billig in der Anschaffung und im Verbrauch. Auch sieht eine Fa. wie BMW ein, daß sie ihre Neumodelle auf Wasserstoffbasis in Südafrika entwickelt und baut; denn da hat sie wohl weder mit Fachkräftemangel noch mit der alleinigen Vorliebe der Regierung für Elektroautos zu tun. Fähige junge Leute sind in D. schwer zu bekommen, da sie entweder das seit den 70ern immer mehr verwässerte Bildungssystem "genossen" haben oder als frisch importierte Migranten sogar faktische Analphabeten sind und keinerlei (technische) Ausbildung haben.
    Man hat schon ab den 70ern die gesamte Textilindustrie aus D. vertrieben, seit den 50ern die Landwirtschaft industrialisiert und damit stark reduziert, seit Ende der 60er die kleinen, selbständigen Kaufläden und Handwerksbetriebe abgeschafft und seit Tschernobil die D. Energieerzeugungswirtschaft plattgemacht. Jetzt ist die Automobilindustrie dran. Und weil immer weniger junge Leute in Arbeit gebracht werden müssen und die Wenigen in der Gesundheits- und Pflegeindustrie gebraucht werden, geht das auch. Aber wie will man das bezahlen?

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      Vorvorgestern wollten Sie männliche Föten abtreiben, vorgestern wollten Sie "Autoarbeiter" (männliche!) zu Pflegekräften umschulen.

      Heute beschweren Sie sich über die Kosten/Unbezahlbarkeit und Mangel an technischem Verständnis (der Männer, nehm ich mal an?).

      Sie sollten besser bei ihrer Windkraft-Kornmühle bleiben.

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      HERBERT WEISS am

      Ich will nicht jahrelang in einem verdammten Pflegeheim dahinsiechen – nur um einigen Losern ihren Arbeitsplatz zu sichern.! Und "Gesundheitsindustrie" ist ohnehin ein Widerspruch in sich. Entweder jemand lässt sich 4- bis 6-mal im Jahr von seinem Doc abhorchen und ins Maul schauen – oder aber er ist alles andere als gesund. Denn deutlich mehr als die Hälfte des ganzen Pillenmülls ist unnütz oder gar kontraproduktiv.

      Was den Niedergang der sonstigen Wirtschaft betrifft, stimme ich nur zu gern zu! Die Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt – so arg wie in den schlimmsten Zeiten des europäischen Frühkapitalismus . ruinieren unsere heimische Wirtschaft. Fxxx capitalism!

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