Kirchen in Deutschland – auf welchem Auge blind?

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Einige Anmerkungen zu den Äußerungen des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herrn Bedford-Strohm, gegen die Ergebnisse des Grundsatzparteitages der AfD am vergangenen Wochenende in Stuttgart.

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abo-2016-05

_von Willy Wimmer

Natürlich kann man Kritik üben gegenüber jedermann. Der Ratsvorsitzende, Herr Bedford-Strohm, und andere sollten aber dabei bedenken, was erkennbar zum Auftauchen einer neuen Partei in der deutschen Parteienlandschaft geführt hat. Die Bundesregierung hat es doch vorgemacht, auch wenn der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Herr Seehofer, laut seines ehemaligen CSU-Vizevorsitzenden, Herrn Dr. Peter Gauweiler, in deutschen Tageszeitungen unverständlicherweise gegenüber der Bundesregierung von jedwedem Mut verlassen wird. Vor wenigen Wochen sprach er in Zusammenhang mit dem Versagen der Bundesregierung in der Migrationsfrage von „Unrechtsstaat“ oder etwas ähnlichem. Heute lässt er eine dagegen gerichtete und dringend notwendige Klage mit insgesamt 170 hochinteressanten Seiten in den Münchener Schubladen verschwinden.

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland richten ungehört seit langer Zeit einen dringenden Appell an die Bundesregierung, der aus erkennbaren Berliner Gründen völlig ungehört bleibt: „Versucht es doch einmal in Anbetracht aller Probleme mit den Gesetzen dieses Landes, auf die ihr den Amtseid abgelegt habt..“ Nicht umsonst haben die Ereignisse vom 4./5. September 2015 Staatsstreich-Charakter und den Menschen im Land fällt doch auf, dass die Bundesregierung nichts unternimmt, diesen Zustand konsequent anzugehen und die Folgen zu beseitigen. Wo war und wo ist das Wort derjenigen, die heute, aus welchen Gründen auch immer, über eine politische Partei herziehen?

Verkennen diese Herrschaften eigentlich, dass genau diese bigotte Haltung dazu beiträgt, wenn viele Menschen im Lande sich von alledem abwenden und denjenigen, die anderen so gerne irgendwelche Spiegel vorhalten, a priori misstrauen? Und damit den Umstand, dass unser Land sich das alles nicht leisten kann – weder Extremismus noch bigottes Verhalten von steuerfinanzierten Organisationen – angewidert zur Kenntnis nehmen.

Wozu schweigen diejenigen, die gerne über andere herfallen?

Viele im Lande können sich daran erinnern, welche Vorwürfe denjenigen gemacht worden sind, die von Amts wegen die Kanonen für die Kriege gesegnet haben. Wo war der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als sein ehemaliger Amtsbruder, der derzeitige Bundespräsident, in München auf einer Konferenz eine Rede hielt, die landauf, landab als neuerlicher Ruf Deutschlands nach Waffen und Kriegseinsätzen empfunden wurde? Wo war der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als vor dem Hintergrund der Schreckensbilder des Zweiten Weltkrieges die Bundesregierung wieder den Einsatz deutscher Soldaten an den russischen Grenzen anordnete? Wo war der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, als mit großzügiger Unterstützung jedweder Art die Bundesregierung, die EU und die NATO der ukrainischen Regierung eben nicht in den Arm fielen, als diese Freiwilligenverbände mit klaren Bezügen zur Nazi-Zeit an die russischen Grenzen beorderte?

Wo waren diese Stimmen, als vor wenigen Tagen das israelische Kabinett sich demonstrativ auf den zu Syrien gehörenden Golan-Höhen traf, um den Ewigkeitsanspruch seitens Israels geltend zu machen? Hier wurden die Hasstiraden gegenüber der arabischen Welt zusätzlich befeuert und das wurde bei uns mit Schweigen übergangen. Warum wohl? Irgendwo steht geschrieben, dass es gilt, den Anfängen zu wehren. Die Kirchen sollten nicht verkennen, in welchem Umfang sie Bestandteil dieser Anfänge sind, wenn sie über andere urteilen.

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Über den Autor

Willy Wimmer

Willy Wimmer (* 18. Mai 1943 in Mönchengladbach) war 1976 bis 2009 Mitglied des Bundestages. Dabei war Wimmer von 1985 bis 1988 verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und konnte internationale Kontakte knüpfen und 1988 bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär unter Verteidigungsminister Gerhard Stoltenberg. 1994 bis 2000 war Willy WImmer außerdem OSZE-Vizepräsident. Seit dem Jugoslawienkrieg geriet WImmer zunehmend in Opposition zu der Parteilinie seiner Fraktion und natürlich den kriegsführenden Regierungsparteien. Willy Wimmer ist regelmäßiger Gast-Autor im COMPACT-Magazin und bei COMPACT-Online. Außerdem hielt er auf den großen COMPACT-Souveränitätskonferenzen 2012 und 2013 vielbeachtete Vorträge.

17 Kommentare

  1. Hier einige vertiefende, nicht abschliessende, Überlegungen zum Stand heutiger ‚christlicher‘ Ansichten im Spiegel des NT:

    Auszug – am Beispiel Galater 5, Vers 13 ff

    (Paulus sagt dort): Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen! Allein sehet zu, daß ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet; sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfüllt, in dem: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst."

    So ihr euch aber untereinander beißet und fresset, so seht zu, daß ihr nicht untereinander verzehrt werdet. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und der Geist wider das Fleisch; dieselben sind widereinander, daß ihr nicht tut, was ihr wollt.

    Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

    Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden.

    So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, einander zu entrüsten und zu hassen.

    Bemerkung:

    Hier wird der Personenkreis von kirchlichen Amtsträgern angesprochen, also ein Kreis innerhalb der apostolischen Christengemeinde.

    Es heisst ausdrücklich Deinen Nächsten‘ und nicht Alle Nächsten‘. Damit ist der Personenkreis umrissen und die Einschränkungen weiter im Anschlusstext auch (geistige Nichtnächste). Alle ‚Nächsten‘ zu lieben, ist unmöglich, denn kein Mensch kennt alle ‚anderen‘ Nächsten. Gerne ‚gepflegte‘ Vorurteile haben da auch keinen Platz.

    Gott selbst liess souverän durch Jesus wissen, dass er alle Menschen liebt und dass sie zur Erkenntnis der Wahrheit durch Christus kommen (aber jeder Einzelne allein). Eine gesamtgesellschaftliche Generalamnestie oder – verantwortung gibt es in diesem Sinne nicht, die ‚Erlösung‘ ist auch eine ‚Ablösung‘ vom ‚alten Wesen‘, im Denken und Handeln und muss von jedem Menschen freiwillig innerlich erbracht werden. Keine Frage: das ist mit innerem Kampf verbunden.

    Und ‚wie Dich selbst‘ ist kein Freipass auf selbstverliebten Egoismus oder Egozentrik, sondern das Verständnis, dass jeder Mensch zu sich selbst eine völlig normale Eigenliebe in sich trägt.

    Kastendenken‘ der Schriftgelehren, Leviten, Pharisäer usw.

    Gleichnis vom Barmherzigen Samariter- Lukas 10, Vers 25 ff

    Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie liessest du? Er antwortete und sprach: "Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst." Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: "Wer ist denn mein Nächster?" Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.

    Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen.

    Das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner ( Lukas 18, 9 ff):
    Jesus, sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis:

    Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der an-dere ein Zöllner. Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig!

    Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

    Bemerkung

    Hier geht es um eine Auseinandersetzung zwischen Christus und den Schriftgelehrten, nicht als arm, aber ‚hochfahrend‘ bekannt. Zudem unterstreicht durch die Erwähnung eines Priesters und eines Leviten, deren geistiges ‚Standesverhalten‘, Berechnung und Hartherzigkeit, das nicht in der Lage war, einfache nächstliegende nachbarschaftliche Hilfe zu leisten.

    Schlussbemerkung:

    Man könnte hier noch sehr viel weiter ‚fahren‘. Befasst man sich aber mit den Inhalten, wird rasch klar, in welchen ‚philosphisch sozial-elitären‘ Verhältnissen wir heute leben: in den Strukturen, die alle schon mal vorhanden waren und der ‚hohe-elitäre-Rat‘ mit Sitz in EU Brüssel und in Rom steuert das Ganze. Aber sie werden es nicht schaffen!

  2. Spree Athener am

    Die Amtskirchen in Deutschland haben sich schon immer mit dem jeweiligen herrschenden politischen Machtkartell verbündet, um dem deutschen Proletariat Sand in die Augen zu streuen.
    Für den Glauben an Jesus Christus ist die Mitgliedschaft in einer Amtskirche überhaupt nicht notwendig, denn der Glaube ist im Herzen und nicht in Institutionen und Gebäuden.
    Die Kirchen haben in ihrer Geschichte viel zu oft die Lehren aus den 4 Evangelien verraten.

  3. Die Indoktrinierungsversuche in den Kirchen und während der Messe haben dazu geführt, dass ich der Kirche nun fernbleibe. Besonders dabei der Umstand, dass mein Glaube als Christ in Frage gestellt wurde, eine weitere Teilung der Gesellschaft in Gut und Böse gemacht wird. Und bleibt der Papst bei seinen Schleusertätigkeiten, indem er seine Vatikanmaschine mit Flüchtlingen vollpackt, werde ich ganz aus der Kirche austreten.

  4. Richard d. Ä. am

    Erstaunlich,erstaunlich:

    Heute Abend in der Tagesschau (5.5.2016) schloß sich der Fraktionsvorsitzende der Bundes-CDU, Volker Kauda, der AfD-Position an:

    Der Islam gehört NICHT zu Deutschland.

    Sieht die CDU jetzt doch die Felle (die Wähler) davon schwimmen?

  5. Wer hört heute noch auf die Kirchen? Wollen die sich bei den Muslimen mit devoten Worten einschleimen ? Sie werden die ersten sein, die ihre Köpfe verlieren im nahenden Bürgerkrieg. Der wird kommen, wenn man mittels allgemeiner Wehrpflicht versucht mit unseren Neubürgern Heere für eine potentielle Osterweiterung aufzufüllen.

  6. Peter Gramm am

    warte nur noch darauf dass sie wieder Waffen segnen und auf die Gürtelkoppel "Gott mit uns" eingravieren lassen. Die Pfaffen waren immer schon Speichellecker der Mächtigen. Schlicht widerlich!

  7. Richard d. Ä. am

    „HEINRICH, MIR GRAUT VOR DIR“ (Goethe, Faust I)

    Daß die Amtskirchen in Deutschland im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte immer mehr den Kontakt zu ihrer Gemeinde, den deutschen Christen verloren haben, davon zeugen die Kirchenaustritte und die an Sonntagen leeren Kirchen. Nun haben sie auch versäumt, ihren Gemeinden verständnisvollen Beistand in schweren Zeiten zu geben, und damit die große Chance vertan, als Christen- und Menschenfreunde wahrgenommen zu werden und wieder an Bedeutung zu gewinnen.

    Dem mutigen Aufklärer, Herrn Willy Wimmer, bin ich sehr dankbar für seine kritischen Worte gegenüber den Kirchen, deren oberste Repräsentanten zu scheinbar kritiklosen Unterstützern der desaströsen Politik der deutschen Regierung, getragen durch die Systemparteien, heruntergekommen sind.

    Dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Professor HEINRICH BEDFORD-STROHM, fällt schon seit langem nichts anderes mehr ein, als mantra-ähnlich zu wiederholen, wir Deutsche wären wegen der mit unserem christlichen Glauben verbundenen Nächstenliebe verpflichtet, alle in Deutschland Einlaß begehrenden Immigranten willkommen zu heißen.

    Weder Herr BEDFORD-STROHM noch der katholische Kardinal REINHARD MARX nehmen in den Medien Stellung zur allzu berechtigten Befürchtung der Menschen, mit unserem kleinen, dicht besiedelten Land könnten wir mit dieser Aufgabe überfordert sein. Kein Wort über die Gefährdung unserer christlichen Kultur, kein Wort darüber, daß wir durch die massenhafte Zuwanderung in absehbarer Zeit nicht nur unsere geistig-kulturelle, sondern auch unsere biologische Identität verlieren werden. Aber auch kein Wort über die schändliche Politik der Angloamerikaner, die durch ihre völkerrechtswidrigen Kriege die Flüchtlingsströme, möglicherweise sogar nicht einmal unabsichtlich, erst in Richtung Europa / Deutschland in Gang gesetzt haben, sich ihrerseits aber keineswegs an der Aufnahme dieser Menschen beteiligen. Kein Wort über die verwerfliche kolonialistische Geld- und Handelspolitik der großen Industriestaaten, kein Wort über die (auch deutschen) Waffenexporte in Krisengebiete. Kein Wort über den Verlust der Heimatländer durch die Abwanderung dieser jungen Menschen.

    Aber auch bezüglich anderer, unser Volk beunruhigender Entwicklungen sind die Kirchenoberen merkwürdig still und zurückhaltend, ob es nun um die systematische Abwertung der Familie geht (und dies angesichts des künstlich über Jahrzehnte herbeigeführten „demografischen Wandels“), um die Frühsexualisierung unserer Kinder, die nach Lehrplan bereits in den ersten Grundschulklassen mit allen sexuellen Spielarten durch Wort und Bild konfrontiert werden (sollen), wobei Mitglieder der entsprechenden Lobbyverbände (Schwulen-, Lesben-, Transsexuellen-) als „Lehrer“ eingesetzt werden. Keine vernehmbare Kritik üben die Kirchenoberen an der EU-weit systematisch und mit großem finanziellen Aufwand (und dies bei 2-3 Billionen Euro BRD-Staatsschulden) verbreiteten Gender-Ideologie, mit der unsere Kinder bereits in den Kindergärten und Grundschulen geplagt werden. Selbst Kirchen-Proteste gegen zunehmende Abschaffungen des Religionsunterrichtes in den Schulen nimmt man als Zeitungsleser oder Fernsehgucker eigentlich nicht wahr.

    Wie konnte es mit unsren Kirchen so weit kommen? Die exzellente transatlantische Vernetzung von Prof. Bedford-Strohm, seine engen Verbindungen zur „hohen Politik“ und auch zu Bertelsmann / Gütersloher Verlagshaus / Random House dürften als Erklärung nicht ausreichen, handelt doch die Katholische Kirche in Deutschland in ganz gleicher Weise (oder ist die auch entsprechend vernetzt?). Sind die Kirchen vom Staat bereits so sehr vereinnahmt, vielleicht auch unter finanziellen Druck gesetzt, zum festen Teil des „Machtapparats“ degeneriert? Oder ahnen die Kirchenoberen tatsächlich nicht, was eigentlich gespielt wird? Diesbezüglichen Nachhilfeunterricht beim (Nach-) Namensvetter Holger Strohm würde Prof. Bedford-Strohm (geb. Heinrich Strohm) vermutlich ablehnen. Wie wäre es aber mit einem Blick nach Polen oder dem Angebot eines PROBEABONNEMENTS DER ZEITSCHRIFT COMPACT?

  8. Trizonesier am

    Naja, da haben Bettfort-Strohkopf und Konsorten wiedermal gutmenschlich verbal einen abgebläht. Was solls. Narzismus, Dekadenz und grenzenlose Heuchelei sind die "neuen" westlichen Werte. Immer schön auf den Abgrund zurasen, aber bitte mit dem Champagnerglas in der Hand!

  9. André S. am

    Sehr guter Artikel.
    Dieses ganze scheinheilige Gesindel geht mir sowas von auf den Zeiger.
    Sind doch auch zum größten Teil nur Mitläufer. Wasser predigen, Wein saufen.
    Kann mir gut denken, dass auch da Leute vom Staat eingekauft werden, die dann
    irgendwas abgesprochenes Pro-Asyl/Anti AfD verlautbaren.

  10. Karl Letis am

    Bedford-Strohm ist Mitglied der SPD. Und er erfüllt seine Aufgabe als Parteimitglied besser, als seine von den Bürgern bezahlte Tätigkeit als Kirchensprecher. Ein typischer SPD-Mann also. Von den anderen Leben. Und die können sich nicht wehren.

    Die Sache ist klar.
    Es geht gegen Russland.
    Nun soll es also wieder los gehen.
    Wer dagegen ist, wird niedergemacht.

    Schon öfter haben sich die Deutschen anstecken lassen. Als die französischen Kopf-Ab-Sozialisten unter diesen kleinen depressiven Irren (siehe da!) auch noch Russland befreien wollte, mussten deutsche (preußische) Soldaten die größten Verluste verzeichnen.

    Die heutigen US-Marionetten Merkel, Steinmeier und Gabriel schicken wieder Truppen an die russische Grenze. Weil der Russe (Millitärbuget 80 Mille) in die Länder der NATO (Millitärbuget 800 Mille) "wieder mal" einmarschieren will. Wer soll den Quatsch noch glauben.

    Die derzeitigen westilichen Ambittionen stehen in einer Linie mit dem Anti-Kommunismus des Kalten Krieges und dem Angriff der Nationalsozialisten gegen Russland.

    Adolf Hitler und seine Bewegung wurden von Großindustriellen und besonders US- Firmen, wie Ford und GM als Gegenstück zum Kommunismus und zu zum kommunistischen Russland aufgebaut.
    Den Antisemitismus, welcher in begrenzter Form seit Jahrhunderten in der Bevölkerung etabliert war, hat Adolf Hitler genutzt, um die Massen zu hysteriseiren und zu gewinnen. Die Suporter dieses Irren haben das ganz klar in Kauf genommen.

    Wie sehr man Hitler unterstützt hat, zeigt der "Witz von München", wo Arthur Neville Chamberlain (Mitglied des Clubs American-German-Fellowship) einen "super" Vertrag ausgehandelt hat.

    Als dann Hitler seine eigenen "Volkswagen" bauen wollte (und nicht den von GM), wurde er fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel. Das war eines dieser Glanzstück der US Interventionen in fremde Staaten. In diesem Fall war die Lage günstig, weil man vorher Deutschland und Österreich schon mal als Schurkenstaat durch die beiden Knebelverträge unten gehalten hat. Die sechs Millionen ermordete Juden wurden intern als "Kollateralschaden" im den Kampf gegen den Kommunismus verbucht, und extern natürlich wie beim ersten Weltkrieg den Deutschen (…obwohl USA und GB wussten was dort passiert, und die Zuwegen hätten bombardieren können).

    Dennoch sind auch die deutschen Schuld gewesen, weil sie diese Irren gewählt und unterstützt haben und die Aufträge brav ausgeführt haben.

    Wie blöd sind eigentlich die Deutschen?
    Das sie Parteien wie CDU, SPD und Grünen wählen, welche definitiv nicht die Interessen der eigenen Bevölkerung vertretenen. Und jetzt diese auch noch durch vermehrungsstarke Islamimporte aus dem Orient ersetzen möchte. Da fällt einen nichts mehr zu ein. Auch der Brite und der Franzose reibt sich die Augen…

    • Richard d. Ä. am

      BEI NÄHERER BESCHÄFTIGUNG MIT DER VERGANGENHEIT TUN SICH ABGRÜNDE AUF

      @ KARL LETIS am 4. MAI 2016 08:00

      „Adolf Hitler und seine Bewegung wurden von Großindustriellen und besonders US- Firmen, wie Ford und GM als Gegenstück zum Kommunismus und zu zum kommunistischen Russland aufgebaut. …“

      George Friedman, Direktor der US-„Denkfabrik“ STRATFOR, hatte in seinem inzwischen fast zum Kultstatus erhobenen Interview des vergangenen Jahres die seit mindestens 100-150 Jahren verfolgte angloamerikanische / US-Politik charakterisiert (siehe: Internet):

      Grundsätzlich werden bei wichtigen geopolitischen Konflikten (die durch entsprechende Geheimdiplomatie bzw. durch NGOs befeuert, bei Bedarf auch angezettelt werden) beide Konfliktparteien unterstützt. So waren es natürlich nicht nur Hitler & Co., die durch die Angloamerikaner finanzielle und wirtschaftliche Hilfen erhielten, sondern besonders natürlich auch Stalin & Co. Im 1. Weltkrieg, als bei sich abzeichnender Niederlage das zaristische Rußland Frieden mit Deutschland schließen wollte, unterstützten die Angloamerikaner das zaristische Rußland nur noch scheinbar, in Wirklichkeit finanzierten sie die Bolschewisten und bauten damit potentielle Weltrevolutionäre und „Westmarschierer“ auf. So durfte damit gerechnet werden, daß nach entsprechender Förderung des 3. Reiches die Aussicht auf einen weiteren Krieg zwischen Deutschland und Rußland stieg und damit eine Wirtschaftsachse Europa / Deutschland – Rußland als Konkurrenz zum angloamerikanischen Imperium zu verhindern war (vgl. z.B. Guido Giacomo Preparata: Conjuring Hitler – How Britain and America made the Third Reich, dt. Übersetzung 2015; Antony C. Sutton: Wallstreet and the Bolshevik Revolution. Clairview, 3. Aufl. 2015).

  11. Der Minister nimmt den Bischof in den Arm " Halt du sie dumm , ich halt sie arm"
    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, die Staatskirche dient den jeweils Herrschenden.Würden andere herrschen, wäre Herr Bedford -Strohm dann deren getreuer Diener und Untertan, allerdings belohnt mit Reichtum und Privilegien ohne Ende . ( Ich war 21 Jahr in der Kirche tätig und kenne das Gebäude von innen….)

  12. Volker Spielmann am

    Haben wir Deutsche den Christengott oder hat dieser uns verlassen?

    „Man findet bei ihnen keine Priester wie die Druiden und auch keinen besonderen Hang zum Opferdienst. Als Götter verehren sie nur Sonne, Vulkan und Mond, die sie sehen und deren offenbaren Einfluss sie wahrnehmen.“ Schreibt der alte Oberrömer und unser möglicher Erschaffer Julius Cäsar über unsere Altvorderen. Dennoch muß man sagen, daß wir Deutschen doch einiges für den Christengott, seinen Sohn und deren substanzlosen Freund, den heiligen Geist getan haben: Reich ist unser Land an prachtvollen Kirchenbauten, Martin Luther übersetzte wortgetreu die Bibel, Meister Eckhart betrieb christliche Mystik, Johann Sebastian Bach und andere deutsche Komponisten schrieben dem Christentum herrliche Musikstücke, Roswitha von Gandersheim dichtete christliche Trauerspiele und Hildegard von Bingen hatte so manche Vision, ohne deshalb gleich zum Arzt zu gehen. Der Schwund an Frömmigkeit in deutschen Landen scheint zudem hauptsächlich die Schuld des Bodenpersonals des Christengott zu sein…

    Im Übrigen bin ich dafür, daß der Euro zerstört werden muß!

  13. Karl Blomquist am

    Wenn der evangelische und katholische Klerus uns den Mohammedanern ausliefern will

    Gibt es Alternativen zu diesem merkwürdigen Klerus?
    Wie wäre es stattdessen mit der orthodoxen Kirche?

    • SPRACHPFLEGE am

      Es genügte, für "Sakramente", wie Taufen, Heiraten, Begräbnisse u.dgl. in jeder Gemeinde einen Grundstock würdiger Amtspersonen diese Dienste versehen zu lassen und die klerikalen "Würdenträger" still zu verdrängen. Das äußerliche Gepränge könnte bei Bedarf bleiben, auf den religiösen Schmarren sollte man nach freier Wahl verzichten können. Das wäre mMn eine faire Lösung bzw. eine Ablösung vom Religiösen, anstelle dessen dann ein obligater und effizienter Ethikunterricht zu treten hätte, mit dem Schwerpunkt auf Kant, Rousseau usw.

  14. Wilhelm Tell er Miene am

    Ich bin mit dem Aufruf : "Von Deutschen Boden darf niewieder ein Krieg ausgehen" aufgewachsen. Die erste Frage ist: wann ist der letzte Krieg von Deutschland ausgegangen?
    Die zweite Frage ist: Haben die Leute die in Politik und diesen Fall in der Kirche irgendetwas zu sagen haben und in der selben Welt wie ich groß geworden sind schon soviel Alz und Großmannsucht bekommen, das sie diesen Spruch nicht mehr drauf haben? Wie kann es sein das solche Volksveräter, die ja immer auf das Deutsche Grundgesetz verweisen, das Verbot zur Vorbereitung zum Angriffskrieg mißachten? Einfache Antwort: Weil im Verbund mit USrael das keine Kriege sind, sondern "FRIEDENSMISSIONEN"!
    Und die Kirche hat schon immer die Worte der Macht dem Pöbel ins rechte Licht übersetzt!

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