Bei der Großdemo “Potsdam trägt Kippa” fanden sich auch Politiker, deren Politik der unbegrenzten Masseneinwanderung den neuen Antisemitismus erst ermöglicht hat. Der Vertreter des Vereins der Muslime in Potsdam jedoch glänzte durch Abwesenheit. In Berlin-Neukölln wurden Demonstranten bei der “Berlin trägt Kippa”-Demo sogar direkt angepöbelt.

    In Potsdam demonstrierte am 25. April ein breites Bündnis für Solidarität mit Juden in Deutschland. Die Veranstaltung “Potsdam trägt Kippa” begann um 18 Uhr an den Räumen der Jüdischen Gemeinde und führte zum Brandenburger Tor. Anlass war der Angriff eines syrischen Flüchtlings auf einen jungen Israeli mit Kippa im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Ähnliche Aktionen fanden in Magdeburg, Erfurt, Köln und im benachbarten Berlin statt.

    Wessen Geistes Kind die Demo war, konnte man allerdlings leicht an den Unterstützern sehen. Zum Beispiel die SPD-Landtagsabgeordnete Klara Geywitz und die linke Oberbürgermeisterkandidatin Martina Trauth. Also Mitglieder der Parteien, welche den massiven Anstieg des Antisemitismus erst durch ihren Import von Asylanten aus dem islamischen Raum gefördert haben.

    Auch die Potsdamer Arbeiterwohlfahrt unterstützte den Kippamarsch. Auf twitter schrieb sie: “Potsdam trägt heute Kippa und Opelianer drängeln den Bernd Höcke weg – ein guter Tag im Kampf gegen Vorurteile, Antisemitismus und Fremdenhass, egal gegen wen und mit welchen fadenscheinigen Begründungen auch immer.” Gegen die Vorurteile und den Hass auf Höcke hatte die Potsdamer AWO aber offensichtlich nichts einzuwenden…

    Der Marsch wurde also von den üblichen Verdächtigen als der linken Zivilgesellschaft unterstützt und einige nahmen sogar persönlich daran teil. Die Polizei zählt etwa 300 bis 350 Teilnehmer, darunter auch Cornelia Radeke-Engst, Pfarrerin der Nagelkreuzgemeinde Potsdam, welche in ihren Predigten die Asylflut schönredete. Auch Ud Joffe, Vorsitzender der Synagogengemeinde Potsdam nahm teil und sagte am Brandenburger Tor: “Potsdam trägt nicht nur Kippa, sondern auch Kopftuch oder Kreuz.”

    Und: “Sicherheit und Frieden: dafür stehen Juden genauso wie Christen und Muslime. Wir werden uns nicht spalten!” Mehr Schönreden eines importierten Problems dürfte kaum möglich sein. Aber außer diesen Leuten, die immer gerne vorgeben etwas gegen Probleme zu unternehmen, welche sie selbst verursacht haben, nahmen auch besorgte Bürger teil, die tatsächlich wegen dem wachsenden Antisemitismus Angst haben. Allerdings fehlte einer der geladenen Gäste, der zuvor seine Teilnahme angekündigt hatte.

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    Bei dem Vermissten handelte es sich um den Imam Kamal Abdallah. Eigentlich hatte der Vertreter des Vereins der Muslime in Potsdam im Vorfeld sein Kommen zugesagt. Und auch in einem Interview mit der Welt erklärt er, wer als Muslim gegen Juden sei, missbrauche die Religion für die Politik. Außerdem fügte er hinzu: “Wir als Muslime erkennen das Judentum und das Christentum als gleichberechtigte Religionen an.”

    Man habe auch in der Gemeinde über die geplante Prozession informiert. Doch vor Ort zeigte sich kein Vertreter. Mehrfach fragte Radeke-Engst vergeblich nach dem Imam, auch weil dieser eine Rede habe halten wollen, wie sie den Potsdamer Neuesten Nachrichten sagte. So sieht es aus, wenn die Illusion der Buntheitsträumer wie eine Seifenblase zerplatzt.

    Nach der Demonstration teilte Abdallah den PNN auf Nachfrage mit, dass er es “leider nicht geschafft” habe. Er hätte gegen 16 Uhr einen Termin mit der Stadtverwaltung gehabt – in dem neuen Gebetsraum der Gemeinde in einem ehemaligen Heizhaus hinter der Ladenzeile Am Kanal. Bei diesem Treffen sei es unter anderem um offene Brandschutzfragen gegangen, welche noch geklärt und auch beseitigt werden müssten. Deswegen habe er nicht kommen können. Stellvertreter waren angeblich nicht greifbar gewesen.

    Daran sieht man, wie wichtig ihm der Kampf gegen Antisemitismus ist; ein Treffen bezüglich seiner Gebetsräume, dass man leicht auf früher oder später verschieben könnte, geht vor. Waren die Worte gegenüber der Welt etwa nur Lippenbekenntnisse? Oder hat er einfach nur Taqīya praktiziert, also Lügen, um die Ungläubigen zu täuschen?

    Sollte das der Fall sein, haben die Demonstranten in Potsdam noch Glück gehabt; in Berlin-Neukölln ist das Verschleiern der Absichten längst nicht mehr nötig. Ein unter dem Motto “Berlin trägt Kippa” angemeldeter Aufzug am Hermannplatz ist am selben Tag massiv gestört worden. Nach der Attacke in Prenzlauer Berg wollten zwei Berliner ein Zeichen des Friedens und der Toleranz setzen. Keine Minute nachdem sie ihre Aktion mit dem Zeigen einer israelischen Fahne und einer Kippa als Kopfbedeckung begannen, beschimpfte sie ein etwa 50-jähriger Passant.

    Ungefähr fünf Minuten später rannte eine Gruppe junger Männer auf die zwei Demonstranten zu. Einer von ihnen entriss den Protestlern die Fahne. Die Polizei nahm die Verfolgung auf und konnte den Mann stellen. Er wurde vorübergehend in Gewahrsam genommen und dann wie fast immer in Neukölln auf freien Fuß gesetzt. Nach Auskunft eingesetzter Beamten erwartet ihn wenigstens ein Verfahren wegen Diebstahls. Die Demonstranten erhielten die Fahne zurück. Während ihrer kleinen Kundgebung wurden beide Männer bespuckt. Herzlich willkommen im bunten, multikulturellen Neukölln.

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