KenFM auf der COMPACT-Souveränitätskonferenz 24. 11.2012

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„Wie wird Deutschland wieder souverän? Wie lange wollen wir für den Euro zahlen, für die USA in Kriege ziehen?“ Diese Leitfragen unserer Souveränitätskonferenz am 24. November in Berlin bewegen, am Vorabend des Euro-Chrashs und eines neuen US-geführten Krieges im Nahen Osten, immer mehr Gemüter. Die Zahl der Anmeldungen steigt, vor allem gewinnen wir immer mehr prominente Namen als Unterstützer. Nach Peter Scholl-Latour wird nun auch Karl Albrecht Schachtschneider, der Doyen des Staatsrechts, eine Rede halten. (Vollständige Referentenliste)

Auf der anderen Seite melden sich jetzt aufgeregt die Linienrichter der Political Correctness zu Wort, etwa bei Spiegel Online, und wollen die Konferenz schlecht reden. Kein Wunder, dass der Spiegel – seit dem Tod des alten Augstein stramm amerikanistisch ausgerichtet – bei einer Konferenz nervös wird, die Deutschland aus der einseitigen US-Orientierung lösen will und dazu die Diskussion mit Experten aus Paris und Moskau sucht…

Ganz besonders freuen wir uns, dass Ken Jebsen am 24. November mit dabei sein wird, der als langjähriger Moderator beim RBB einem jugendlichen Publikum das schmutzige Politgeschäft auf ansprechende Weise erklärt hat. Seit einigen Monaten arbeitet COMPACT mit KenFM eng zusammen. Das passt inhaltlich gut, und die beiden Medien – Internet-TV KenFM und Print-Magazin COMPACT – haben ein hohes Synergiepotential. COMPACT will 100.000 Abonnnten, KenFM eine halbe Million Hörer – zusammen schaffen wir das.

KenFM wird auf der Konferenz, im Wechsel mit Jürgen Elsässer, die Redner moderieren. Unter anderem Helmut Schäfer (FDP), den langjährigen Staatsminister im Auswärtigen Amt. Wie Ken Jebsen hat er sich mit dem Nahen Osten beschäftigt, hat erstmals Direktkontakte der Bundesregierung zu Jassir Arafat eingefädelt. Sein Referat behandelt das Thema, ob Israel tatsächlich „Teil der deutschen Staatsräson“ sein kann, wie das die Kanzlerin 2009 postuliert hat… KenFMhat im Vorfeld der Konferenz schon ein kurzes Interview mit Herrn Schäfer geführt, das man in Kürze auf KenFM sehen wird, und wird den Politiker vertiefend auf der Konferenz befragen.Am besten JETZT GLEICH ZUR KONFERENZ anmelden und vom vergünstigten Vorverkauf profitieren.

Ken Jebsen hat in der November-Ausgabe von COMPACT einen Artikel verfasst, der auf seiner Radio-Sendung vom 13. September 2012 basiert: „Alles Antisemiten – außer Mutti.“ Untertitel: „Ständig wird Antisemitismus entdeckt: Bei Grass, bei Olympia, bei der Beschneidungsdebatte, bei Butler, auf Graffitis. Hysterie als Dauerzustand?“ Im Artikel heißt es unter anderem: (Zitat COMPACT 11/2012) Der Vorwurf des Antisemitismus wird vorsätzlich eingesetzt, wenn es darum geht, dem politischen Gegner einen Schlag zu versetzen. Auch bei uns in der Bundesrepublik, was leicht bewiesen werden kann. Wagen wir den Versuch.

Beispiel Günter Grass: Der Literaturnobelpreisträger schreibt im April 2012 ein Gedicht über Israel und dessen erklärten Erzfeind Iran. Sofort steht die israelische Regierung Kopf und auch der Zentralrat der Juden in Deutschland kämpft mit einem vorgetäuschten Herzinfarkt.

Grass wird zum Unbürger Israels erklärt, man denkt in Tel Aviv laut darüber nach, ihm seinen Literaturnobelpreis vielleicht aberkennen zu lassen, und Journalisten wie Henryk M. Broder greifen schon wieder ganz tief in die braune Kiste und bezeichnen Grass als einen Mann, der früher bei der SS war und heute auch so schreibe.

Beispiel Beschneidungsdebatte: Das Kölner Landgericht beurteilte den religiösen Ritus als Körperverletzung und forderte dessen Verbot. Wer ist betroffen? Unter anderem die etwa 100.000 Juden in Deutschland – sowie Millionen Moslems, die auch hier leben. Wer aber flippt vollständig aus? Nur der Zentralrat der Juden. Sind wir Juden hier überhaupt noch willkommen, fragt die Lobby  ganz pauschal und kommt zu dem Schluss: Wenn dieses Antibeschneidungsgesetz durchkommt, können Juden in Deutschland nicht mehr leben.

Und was ist mit den Millionen hier lebenden Moslems? Sind sie rein zahlenmäßig nicht deutlich stärker betroffen? Ist für sie die Beschneidung nicht ein ebenso wichtiger Teil der religiösen Identität? Und trotzdem ist nirgendwo der Satz aufgetaucht: Türken oder Araber oder Kurden oder Palästinenser können, wenn dieses Urteil durchkommt, hier nicht mehr leben. Moslems haben sich dem Protest gegen das Urteil auch angeschlossen, das ist richtig, aber in ganz anderem Ton, mit ganz anderem Auftreten gegenüber dem deutschen Gesetzgeber.

Fakt ist: Wenn ein deutsches Gericht ein Grundsatzurteil zur Körperverletzung fällt, gelingt es Israel, für sich eine Ausnahme durchzusetzen. Kein anderes Land würde derart in der Bundesrepublik intervenieren und hat das auch nicht getan. (Zitat COMPACT 11/2012 Ende)

Den Artikel vollständig lesen in der COMPACT-Printausgabe 11/2012. Hier bestellen.

 

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

 

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