Kein Witz: Krankenkasse zahlt nun doch nicht für Sexroboter

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Eine Anfrage der FDP-Fraktion, ob Sexroboter von Ärzten als „medizinisches Therapiegerät“ verschrieben werden können und ob Krankenkassen dann die Behandlung erstatteten würden, hat die Bundesregierung abschlägig beschieden.

_ von Federico Bischoff

„Die gesetzliche Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitsstand zu verbessern. Es ist nicht ersichtlich, wie sogenannte Sexroboter zur Erfüllung dieser Aufgabenstellung beitragen könnten“, lautet die Antwort des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Sondierung der Liberalen bezog sich auf ein Eckpunktepapier für eine Strategie zu Künstlichen Intelligenz (KI) der Regierung, in dem propagiert wird, dass Deutschland „zum weltweit führenden Standort für KI“ werden solle.

Der technologiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Mario Brandenburg, reagierte verständnislos: „Die Bundesregierung verschläft einmal mehr die Zukunft“ und sei „visionslos“.

Auch wenn der Einsatz von Sexrobotern als Therapiemaßnahme nach wie vor umstritten ist, kann man diese für den Privatgebrauch schon seit geraumer Zeit kaufen oder auch mal im Puff besuchen. Man(n) muss sich nicht mehr um die Partnerin bemühen, liebevoll sein oder sich gar waschen… Jetzt kommt auch der letzte Loser zum Zug. Ein Trend vor allem in Japan – in Europa jetzt auch „im Kommen“ – wie man in der aktuellen COMPACT (hier zu bestellen) nachlesen kann. (Es folgen Ausschnitte aus dem Artikel „Sex mit Samantha“ von Federico Bischoff):

Die Entfremdung der Geschlechter macht Fortschritte: In japanischen Puffs bezahlen die männlichen Kunden schon seit einigen Jahren viel Geld für lebensechte Puppen. Der letzte Schrei für Gefühlsarme sind Roboterinnen.

Lesen Sie den Artikel „Sex mit Samantha“ in der aktuellen COMPACT – Jetzt am guten Kiosk oder hier zu bestellen!

«Meine Sexpuppe ist viel besser als meine echte Frau», sagt Masayuki Ozaki aus Tokio. Der 45-jährige Physiotherapeut hat seinen Silikon-Dummy, der auf den Namen Mayu hört, in einer Ehekrise entdeckt. «Nachdem meine Frau ein Kind bekommen hatte, hatten wir keinen Sex mehr, und ich fühlte mich völlig vereinsamt», erzählte er 2017 der New York Post. «Aber als ich dann Mayu in der Auslage des Erotikshops sah, war es Liebe auf den ersten Blick.»

Seine Familie sei zunächst nicht begeistert gewesen. «Meine Frau war wütend, als ich Mayu nach Hause brachte, aber mittlerweile hat sie’s widerwillig akzeptiert.» Die Gattin hat sich auf Hausarbeiten wie Kochen und Putzen zurückgezogen, die die Neue nicht machen kann. Seine Tochter hingegen freut sich, dass sie jetzt groß genug ist, um die Kleider der Puppe anziehen zu können.

Immer gefügig

Android woman (Galaxy, September, 1954, illustration) / public domain /  http://io9.com/5115376/can-a-robot-consent-to-have-sex-with-you

Ozaki räumt freimütig ein, dass ihm menschliche Beziehungen nichts mehr geben. Bei einem Strandspaziergang mit Mayu – die Puppe schiebt er im Rollstuhl vor sich her oder klemmt sie sich unter den Arm – gibt er zum Besten: «Japanische Frauen sind kaltherzig. Sie sind selbstsüchtig. Männer brauchen doch jemanden, der ihnen zuhört und nicht herummotzt, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen.» Besonders erschreckend: «Ich kann mir nicht vorstellen, zu menschlichen Lebewesen zurückzukehren. Ich will mit ihr [er meint die Puppe]  beerdigt werden und in den Himmel kommen.»

Senji Nakajima hat sich gleich drei Fake-Frauen zugelegt: Megumi, Saori and Saorin. «Vor sieben Jahren begann ich, mich für Puppen zu interessieren. Heute liebe ich sie noch mehr als zu Beginn. Sie beklagen sich nie, und sie werden nie älter.» Saori ist sein Liebling: Sie darf bei ihm im Bett schlafen, und er badet sie zärtlich in der Wanne. Aber er kann auch anders. «Wenn ich schlecht drauf bin, könnte ich sie erdrosseln, aber dagegen hat sie auch nichts» sagte der 62-Jährige gegenüber Tokyo Sports.

Der größte Schürzenjäger im Bereich der Plastikliebe ist Yoshitaka Hyodo. Sein ganzes Häuschen in Saitama ist wie eine plüschige Puppenstube, zehn der leblosen Techno-Mädchen nennt er sein eigen. «Die Leute denken vielleicht, ich bin schräg, aber das ist auch nichts anderes, als Sportwagen zu sammeln. Ich weiß nicht, was ich ausgegeben habe, aber es war billiger als ein Lamborghini.» Der 43-jährige Blogger ist mittlerweile von der Fleischeslust – in diesem Fall: der Silikonlust – abgekommen und beschwört die Gefühlsebene. «Es geht mehr darum, dass ich mit ihnen eine emotionale Verbindung aufbaue.»

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Die Drei sind mit ihrem Spleen nicht allein: Jedes Jahr werden in Japan etwa 2.000 Sexpuppen zum Stückpreis von umgerechnet etwa 5.000 Euro verkauft. Das Land leidet unter sinkenden Geburtenraten. Junge Männer verweigern sich zunehmend den Instinkten ihres Geschlechts und ziehen sich von der feindlichen Umwelt, vor allem von der weiblichen, zurück. Man nennt sie Herbivores, Pflanzenfresser. In der Umfrage einer Partnervermittlung beschrieben sich 74 Prozent der befragten Männer als ganz oder überwiegend vom Pflanzenfresser-Typus. Die Regierung in Tokio hat vor einigen Jahren Sexratgeberinnen aus Schweden eingeflogen, um Schlafzimmerkurse anzubieten. Doch am demografischen Absturz hat das nichts geändert. (Ende des Auszugs. Weiterlesen können Sie hier!)

 

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12 Kommentare

  1. Andreas Walter am

    Wie jetzt? Und was passiert mit meiner Zuzahlung? Bekomme ich die wenigstens zurück?

    Sexpupen aber gibt es tatsächlich, und werden hauptsächlich in Asien hergestellt.

    Gibt sogar Miniversionen, die wesentlich kleiner sind als eine echte, ausgewachsene Frau, nur etwa 1/3 davon, aber mit dem Aussehen einer jugendlichen aber entwickelten Erwachsen.

    Doch wenn es als Therapie, als Ersatz funktioniert, auch für ganz schwierige Fälle, dann wohl lieber so.

    Ich möchte zumindest nicht in der Haut eines Päderasten stecken. Das ist wie Lebenslänglich, wenn man nicht kriminell werden will.

  2. Jeder hasst die Antifa am

    Schade das die Kasse nicht zahlt,da könnte man die hässlichen Grünen Weiber durch attraktive Gummipuppen ersetzen.

  3. Im Puff bei Miss Google….

    Nur mal am Rande bemerkt …. Politiker finden immer eine Moeglichkeit Partys und Bordellreisen mit einer ordentlichen Rechnung zu belegen….. , oder auch offiziell ….,Ausgabenrechnung Wahlveranstaltung im Lalula Club….

  4. Harald Kaufmann am

    Himmel, Gesäß und Nähgarn, als 68zigjähriger benötige ich Zahnersatz und keine Gummipuppe. Es ist ausnahmsweise mal gut, dass solche Gummipuppen-Perversionen von den Kassen abgelehnt werden.

  5. Es sind ja nicht nur die Sexroboter. Es sind manigfaltige Gummi- und Plastikteile auf dem Markt, die nur eine Aufgabe haben. Aufmerksamkeit, Zuneigung, Fuersorge, Gefuehle allgemein und Liebe zwischen lebenden Menschen abzuschaffen. Den Grundstein dazu sollte man nicht in Korea, USA oder Japan suchen. Momentan werden die Hilfebeduerftigsten, kleinsten und Erbarmungswuerdigsten mitten in Europa, naemlich in Deutschland, staatlich verordnet darauf getrimmt ausschliesslich Sex zu praktizieren, welcher durch Hilfsmittel aus Gummi und Plastik eine Wesensaenderung herbeifuehren soll die fuer Liebe zwischen lebenden Menschen keinen Platz laesst. In Rheinland-Pfalz tut sich damit momentan die SPD deutlich hervor. Die Deutschen sind nicht in der Lage diesen Perverslingen Einhalt zu gebieten. Mein Vater haette denen den Schuppen abgerissen. Sex ist Etwas, aber nicht Alles.

  6. Harald Kaufmann am

    Verdammt nochmal und Himmel, Gesäß und Nähgarn.

    Als 68jähriger brauche ich keine Gummipuppe, sondern einen Zahnersatz, den ich mir bisher nicht leisten kann und konnte.

    Dafür sollten Krankenkassen stehen und nicht für solchen perversen Firlefanz, schließlich gehört Freund Willy nicht in Gummipuppen.

    Reicht es, wenn ich bei der Krankenkasse mich mal melde und nur Asyl rufe?

    Ansonsten muss ich wohl den Rest meines Lebens auf Felgen kauen.

    In was für einer total bekloppten Welt leben wir alle eigentlich?

  7. Aristoteles am

    Es klingt zwar absurd –
    aber schlafmützig ist, wer die Augen vor solchen Zukunftsbasteleien verschließt.
    Zwar heißt es immer so schön, dass nur wer mit der Vergangenheit richtig lebt,
    auch einen guten Weg in die Zukunft finden kann.
    Umgekehrt scheint aber auch nur der ein guter Bewahrer (Konservierer) zu sein,
    der sich der Zukunftsentwicklung nicht verweigert.

    Ich habe mal im Fußballstadion eine Gummipuppe herumfliegen sehen,
    naja, die war nicht gerade schön und trug zur allgemeinen Belustigung bei,
    als sie von Hand zu Hand geschmissen wurde … –
    aber wenn die Japaner daran ihre Freude
    und keine andere Beschäftigung oder Sexualsublimierung haben.

    Genauso unsinnig ist es, sich vor der Genforschung zu verschließen
    und dieses Feld denjenigen zu überlassen, die ohnehin diese Forschung betreiben.
    Vielleicht rettet ja irgendwann ein Arminius-Roboter die Deutschen.

  8. brokendriver am

    Krankenkasse zahlt nun doch nicht für Sexroboter…

    Ob das CDU-Merkels Neu-Bürger erfreut ?

    Doch lieber knallharten Safer-Sex mit einem Google-Algorithmus ???

    …mit tollen Fotos auf Fatzebuch oder Dumm-Dumm-Zwitscher ?

  9. Krankenkasse zahlt nun doch nicht für Sexroboter.

    Das ist ja auch ein ungläubiger Sexroboter! Das geht doch nicht!!

    Ob denn die Goldstücke Sexroboter überhaupt annehmen würden oder weiterhin lieber 70-Jährige auf dem Friedhof vergewaltigt bleibt abzuwarten. Muß wohl ein Kopftuch oder Burka tragen der Sexroboterin.

    Eben in der öffentlichen Verrichtungsanstalt beim "trumpeln": Ich bin ein tollwütiger Rassist…..

    Gemeint ist Donald Trump. HASS-REDE ist strafwürdig und ist verboten.

    Wo bleibt der da Rundfunkrat oder ist der mit Schmiergeld gemästet worden wie die CDU?

    Der richtige "HASS" muss wohl von den richtigen Gut-Menschen kommen, dann ist das in der BRD GmbH offenkundig völlig in Ordnung: Ich bin ein tollwütiger Rassist…..

  10. heidi heidegger am

    "build me a woman, make her ten feet tall, don’t make her ugly, don’t make her small.." so heisst’s in einem alten neger-blues und die DOORS sangen’s auch..ich hätte dann gern zwei mal das modell *kati witt* auf leasing-basis, hihi.

    • heidi heidegger am

      OT: GABI (meine elfe) et moi haben ja ne on/off forumsdingens. also hier:

      *Man habe sich mehr und mehr entfremdet, GABI sei mit ihrer offenen und ungezügelten Art einfach nicht mehr klargekommen, sagt die 57-Jährige heidi. "GABI hat sich nach dem letzten kommi schon sehr oft bei mir beschwert, dass vieles nicht hätte sein müssen. Dass ich sehr viele intime Details ausgeplaudert habe, gerade Sexuelles." heidi hatte im forum unter anderem verraten, dass sie noch nie eine frau zum Orgasmus gebracht hat – auch nicht GABI.*

      lol+rofl..im orginal: nacktschnecke schäfer und ihr bursche.

  11. Warum keine Flüchtlingsroboter? Vielleicht geben dann Die Linken und ihre Mitkonkurrenten Ruhe…

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