Kampf um neue Weltordnung: USA drohen Italien wegen Einstieg in Chinas Neue Seidenstraße

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Italiens Vizepremier und Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Luigi Di Maio (5-Sterne-Bewegung), weiß, wie er seinem ökonomisch gebeutelten Land helfen kann: durch Einstieg in Chinas  „Neue Seidenstraße“. Das löst in den USA und der EU erwartungsgemäß Unbehagen aus: Transaltlantiker fürchten die Entstehung eines starken Eurasiens. Der Kampf um die neue Weltordnung beginnt.

Auch dem Spiegel fiel auf, dass Di Maio in den letzten Monaten wiederholt nach Peking gereist ist. Der Grund dafür ist bekannt: es geht um die Zusammenarbeit in Afrika, vor allem aber um Beteiligung Italiens an der Neuen Seidenstraße. Dieses Projekt, auch unter dem Namen „One Belt one Road“ bekannt, deren Erstellung China geschätzte 900 Milliarden Dollar kosten wird, beinhaltet zahlreiche Handelwege – Straßen, See- und Flughäfen – von China bis nach Europa.

Da ist viel zu gewinnen: riesige Aufträge beim Bau und privlegierten Zugang zu dem dort entstehenden Markt winken. Die Stadt Triest soll sogar Umschlagplatz für den Handel zwischen China und Europa werden. Di Maios Chefstratege bei dem Deal ist Staatssekretär Michele Geraci, der in China bereits viele jahrelange Arbeitserfahrung gesammelt hat.

Kein Wunder, dass Amerika in Panik gerät: Der US-Botschafter hat wiederholt insistiert, Italien solle beim Staatsbesuch von Chinas Machthaber Xi Jinping am 22. März, den Deal nicht unterschreiben. Man droht Italien mit Aufkündigung der transatlantischen Freundschaft. Mehr noch: Garrett Marquis, beim US-Präsidenten für Belange der Nationalen Sicherheit zuständig, orakelte: Italien gefährde mit dem China-Pakt seine „globale Reputation“.

Auch in Brüssel, Berlin und Paris wurde bereits im vergangenen Jahr geunkt, das Seidenstraßen-Projekt brächte nur Chinas hochsubventionierten Unternehmen gute Gewinne. Den wahren Grund sprach freilich der Chef des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD) aus: für ihn beinhaltet Pekings Engagement die „Gefahr einer zunehmenden Spaltung der EU“.

Und im Mai 2017 schrieb die New York Times im Vorfeld des großen Seidenstraßen-Gipfeltreffens in Peking: «Präsident Xi will Chinas Reichtum und industrielles Fachwissen nutzen, um eine neue Art der Globalisierung zu schaffen, die ohne die Regeln der alternden, vom Westen dominierten Institutionen auskommt. Das Ziel ist die Neugestaltung der weltweiten Wirtschaftsordnung, und Länder und Unternehmen enger in die Umlaufbahn Chinas zu ziehen.“

Trotz des maroden Transatlantismus in Brüssel haben bereits 13 kleinere Mitgliedstaaten der EU an Chinas Tür geklopft. Auch Deutschland wäre mit diesem eurasischen Deal gut beraten. Denn, wie Bernhard Tomaschitz in COMPACT Spezial 16 in seinem Artikel „Die neue Seidenstraße“ schreibt:

Deutsche Unternehmen ergriffen schon frühzeitig die Öffnung Chinas als Chance. 16 Werke hat VW im Reich der Mitte mittlerweile, vier weitere sind im Bau. 1984 begann die Expansion nach Fernost, mittlerweile beschäftigen die Wolfsburger dort 60.000 Arbeitskräfte. 2011 erwirtschafteten die chinesischen Töchter von VW gut vier Milliarden Euro Gewinn, von denen je die Hälfte nach Wolfsburg und zum chinesischen Partner SAIC beziehungsweise FAW flossen. Mehr als ein Viertel der 8,4 Millionen Fahrzeuge, die VW 2011 verkauft hat, wurden nach China exportiert – und fünf Millionen sollen bis 2020 im Reich der Mitte selbst gefertigt werden.

Ähnliche Erfolgsstorys schreiben andere deutsche Autobauer, vor allem der Luxusmarken wie BMW und Porsche. Dass es hier nicht um konjunkturelle oder branchenspezifische Ausreißer, sondern um eine strategische Chance für Deutschland geht, hat Wirtschaftswoche-Chefredakteur Klaus Methfessel gut zusammengefasst: «Ohne die massenhaften Käufe von BMWs, Audis und Volkswagen durch chinesische Verbraucher, ohne die hohe Nachfrage nach Maschinen Made in Germany durch chinesische Unternehmen hätte Deutschland nicht so schnell die Rezession 2009 überwinden können. Heute ist China unser zweitgrößter Lieferant und unser fünftgrößter Abnehmer von Waren. (…) Damit nicht genug, avancierte China im vergangenen Jahr [2011] zum wichtigsten ausländischen Investor in Deutschland.»

Das Schöne ist, dass die beiden stärksten Exportnationen der Welt keinen Verdrängungswettbewerb gegeneinander führen. Wo die deutsche Qualität höher ist als die eigene, importieren die Chinesen fleißig (zum Beispiel deutsche Roboter: plus 300 Prozent 2011) und erhöhen so die Produktivität der eigenen Fertigung, die damit wiederum auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger wird. Umgekehrt investiert China die eigenen Handelsüberschüsse in die Stabilisierung des kränkelnden Europa – klugerweise aber nicht in die löchrigen Euro-Rettungsschirme, sondern in die Realwirtschaft, etwa in den Athener Hafen Piräus. Ende November 2017 kündigte Peking auf dem Wirtschafts- und Handelsforum China–Ostmitteleuropa in Budapest Investitionen von mehr als einer Billion Euro an.

Der ungarische Premier Viktor Orban – ansonsten für antikommunistische Rhetorik bekannt – pries die Volksrepublik und deren Projekt einer neuen Seidenstraße als «Stern des Ostens». Auch die Regierungen Tschechiens, der Slowakei, Estlands, Albaniens und Mazedoniens zeigten sich angetan.

Lesen Sie über das Projekt der Neuen Seidenstraße, über den     Handeskonflikt China-USA, den neuen Aufstieg des Reichs der Mitte, den Dauer-Brennpunkt Korea und vieles mehr in COMPACT Sezial 16 „USA – China: Endkamf um die neue Weltordnung“ – hier bestellen

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13 Kommentare

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    Schon die ursprüngliche Seidenstraße hat mit den norditalienischen Stadtstaaten zusammengearbeitet, die den Seeweg auf das Mittelmeer reduziert hatten, der Landweg stand damals um Vordergrund. Die Übernahme der Macht durch die Seevölker der Engländer und später ihrer Kolonie, der Amerikaner zielte nur auf die Welteroberung und Kolonialisierung aus. Der Amerikaner exportiert erst seinen Lebensstil und dann seine Ware – anders wird er Letztere nämlich nie los und China hat solches nie gemacht, nie nötig gehabt!
    Für das "alte Europa" ist es höchste Zeit, sich von den USA völlig zu trennen! Der Handel mit Asien fünktionierte schließlich schon, als Amerika noch garnicht "entdeckt" war! Unsere Industrie hat in China ja schon den Handelspartner, den es braucht und sollte sich die USA am A… vorbeiziehen lassen – und schon garnicht von der erpressen lassen! Ohne die Briten, die ihre Exkolonie stets überall mit reinziehen, hat selbst die EU eine echte Chanche, sich nachhaltig und exklusiv vom "Westen" zu lösen! Zum aggressiven "Westen" zu gehören, war schon 500Jahre lang keine gute Idee! Bindet man auch Rußland mit ein ergibt sich die einmalige Gelegenheit sich von den Angloamerikanern völlig unabhängig zu machen!

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      2. Die Geschichte zeigt, daß in Abschnitten, in den der Landweg bevorzugt wurde, die Zeiten geordneter und friedlicher waren, während zu Hochzeiten von "Seevölkern" eher Krieg und Chaos regierten. Man muß die Angloamerikaner so isolieren, daß es keinen mehr interessiert, wenn in den USA ein Prozeß stattfindet, amerikanisches Recht nirgendwo mehr außerhalb de USA gilt. Dazu muß sich nur der "Rest der Welt" gegen die US-Hegemonie einig sein, sämtliche Transatlantiker aus der Politik rauswerfen; die können ja da rüber gehen und dort bleiben!
      Ganz wichtig ist, daß der Begriff Dollar aus der Weltwirtschaft verschwindet! China baut seine Wirtschaft in Yüan auf, nicht in der Feindwährung Dollar! Dafür gehört Rußland in eine eurasische Wirtschaftszone hinein! In die USA sollte niemand mehr etwas exportieren müssen – und sich dafür von ihr Vorschriften machen lassen!
      Helft Venezuela gegen die USA, damit es ihm nicht ergeht wie dem Nahen Osten, der auch den Dollar los werden wollte …

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    COMPACT: Danke für den Hinweis. Dieser Kommentar ist im Stress leider durchgegangen, Wir haben ihn jetzt nachträglich gelöscht.

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    Dazu ist Fakt: Italien hat sich schuldhaft über Jahrzehnte wie Griechenland unheilbar verschuldet und hofft nun, dem entkommen zu können über chinesiche Kredite, wo jeder halbwegs macht-intelligente Polit-Beoabachter weiß, daß dies nicht folgen- und kostenlos bleiben wird, denn die KP-Chinesen sind keine selbstlosen Wohltäter, sondern extrem egoistische nationale und ökonomische Interessen-Verfolger!! Das wird bei Zeiten auch noch die deutsche Industrie erleben, die sich in große Abhängigkeit begeben hat!! Ob das Leben in der Welt unter baldiger chinesischer Dominanz besser sein wird als unter den gewiß zu kritisierenden USA, ist sehr fraglich, aber die Ost-Agenten um Elsässer und Co. hoffen natürlich auch hier wieder, wie ein Triebtäter doch noch zu ihrem Genuß zu kommen!!

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      Ich sag mal so ; an den Strippenziehern ändert sich nix. TWIX!

      Der bedrohte Friede – heute | Carl Friedrich von Weizsäcker | ISBN: 9783446176973

      Als Arbeitssklaven möchte der feudale Merkill-Adel uns nicht mehr.
      Die Tothschild / Rothschild haben Ersatz wir sind die Überflüssigen.

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      INFO68
      Ich war vor einem Jahr genauso Ahnungslos wie Sie.
      Bis ich auf Dr. Heiner Flassbeck ( Ökonom ) im Internet gestoßen bin.
      Herr Dr. Flassbeck wird Ihnen erklären, wer Italien und Frankreich in diese Situation gebracht hat.
      Nämlich Deutschland, was dabei ist die EU zu zerstören.
      Ein kleiner Hinweis vorab.
      Deutschland hat 2002 durch Lohnzurückhaltung 20 % billiger produzieren können, wodurch wir zum Exportweltmeister geworden sind, was 1999 in den EU Verträgen nicht abgemacht war.
      Deutschland hat schlicht und einfach mit seiner Politik dazu geführt, dass Italien so gewählt hat und das es die Gelben Westen in Frankreich gibt.
      Heimtücke und Arglist.
      Was macht Deutschland mit dem Geld. Wir sehen es gerade.

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        Wenn Deutschland nicht mit China mitgeht sind wir erledigt.
        Aber alles Wissen über die Produktion haben die Chinesen doch von uns kostenlos bekomme.

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        Zum zusätzlichen Wissensgewinn empfehle ich "Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen", von Markus Krall.
        DURCH LOHNZURÜCKHALTUNG, tz,tz,tz was es nicht alles gibt…

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      Der ganze medial gehypte Aufschwung Chinas steht selbst auf tönernen Füssen. Stichwort: Schattenbanken, -wirtschaft! Deren finanziellen Aktiva werden auf ca. 7000 Milliarden $ geschätzt und wenn dieser Laden implodiert, dann wird das nicht nur China sondern auch den Rest der Weltwirtschaft in den Abgrund reissen. Aber insbesondere deutsche Politiker sind blind für diese Gefahr und werden nicht müde, die unglaublichen Chancen einer zunehmenden Verwebung der Wirtschaften beider Länder hervorzuheben.

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    Jeder hasst die Antifa am

    Die Zukunft der deutschen Wirtschaft liegt im Osten und fernen Osten,dort gibt es noch großes Marktpotential.die EU ist ein sterbendes Gebilde.

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      Die BRiD ist fertig, kaputt wie ein alter Drahtesel

      Nur die Finanzaemter funktionieren noch

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        Lila Luxemburg am

        "Nur die Finanzaemter funktionieren noch"

        Die werden auch noch funktionieren, wenn ansonsten hier nichts funktioniert.

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