Der Zug des 70jährigen Joschka Fischer (Grüne) ist endgültig bei der “Endstation Mainstream” angelangt. Jetzt erzählt der Ex-“Realo” einem Propaganda-Blättchen, dass Merkel ein Glück für Deutschland sei, über seine philosophische Lehre aus der Zeit des Taxifahrens und seine Motivation zum Amt des Außenministers.

    Im Interview mit dem Stern hat sich Joschka Fischer seinen letzten Sargnagel in die Stirn gehauen: Wie die Mehrzahl seiner 68er Genossen ist der 70jährige vom dumpfen Polizistenprügler zum allerdumpfesten Koformisten des globalen Kapitalismus “gereift”.

    So lobt er Merkel, die das Land an Freihandelsverträge verkaufen möchte und durch bedingungsfreies Einwandern in eine soziale Krise steuert: „Sie hat gewaltig gelernt mit den Jahren und ist eigentlich ein Glück für das Land“. Klar, denn sie betreibt nichtsals neulinke Politik, die – im Gegensatz zur Altlinken – ihr Klientel an den Globalismus verriet.

    Die etwas andere Würdigung von Joschka Fischers “Lebensleistung”. (c) COMPACT

    Dennoch will der Joschka ein Mann aus dem Volk sein. Und damit dies nicht vergessen wird, wärmt der grüne “Realo” im Interview nochmal seine Vergangenheit als Taxi-Fahrer auf. Dieser Job habe sein Menschenbild nachhaltig verändert. Zuvor sei er der Illusion aufgesessen, der Mensch sei eigentlich gut, wenn er die Verhältnisse zugunsten seiner Potential-Entfaltung verändern kann. Aber dann die große intellektuelle Wende: „Im Taxi habe ich erkannt, dass der Mensch von extremer Ambivalenz ist: großmütig und hundsgemein in einem.” – Toll Joschka,  Aber vielleicht hast du auch nur zu oft in den Rückspiegel geschaut?

    Außerdem warnte Fischer, Politik sei ein Ort, wo viele Idioten umherliefen und man – umgekehrt – auch selbst als Idiot bezeichnet würde. (Ach, Joschka, das tut uns aber leid!) Er selbst sei nur Außenminister geworden, damit die Grünen regieren konnten. – Danke schön, Joschka. Denn diese rot-grüne Regierung hat sich nicht nur in einem völkerrechtswidrige Krieg Serbien getrümmert, sondern auch Hartz-IV hervorgebracht. Eine der größten Demütigungen der Verlierer im neoliberalen Rattenrennen.

    Aber auch damit dürfte Fischer sicheinen frühen Wunschtraum erfüllt haben. Sagte er doch einst: „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“ – Hauptsache nur, die Deutschen haben es nicht. Im Falle der Hartz-Gesetzgebung ist das der rot-grünen Regierug  beim schwächsten Teil der Bevölkerung auch gelungen. Und Merkel führt diese Politik mit beschleunigtem Tempo fort.

    COMPACT – Das Fachblatt für schonungslose Kritik an Eliten und Mainstream-Medien. Jetzt abonnieren. Aufs untere Bild klicken:

    Kommentare sind deaktiviert.