(Meldung:) Auf einem Strategiepapier schwingt die CSU gegen den Konkurrenten AfD die Nazi-Keule. AfD-Parteivorsitzender Jörg Meuthen beklagt im Gegenzug den Niveauverlust in der politischen Auseinandersetzung.

    Die CSU versucht einerseits, entlaufene Konservative wieder einzufangen und sich zugleich vom Konkurrenten AfD abzusetzen. Also holt man bei der heutigen Klausurtagung die Nazi-Keule raus: Wir, die CSU, sind die guten Konservativen, die AfD hingegen, das ist „brauner Schmutz“, sogar ein „Feind“ Bayerns. Markus Söder bezeichnete sie sogar als „unbayerisch“.

    Die AfD sei, so heißt es in einem 10-Punkte-Strategiepapier, „kein politischer Wettbewerber, sondern politischer Gegner”. Sie versuche, ihrem „Radikalismus einen bürgerlichen Anstrich zu geben – und ist doch nichts anderes als eine Alternative zur NPD“. Der Subtext ist deutlich: Bitte verwechselt uns bei der Oktober-Wahl nicht.

    Der Parteivorsitzende Jörg Meuthen diagnostiziert in seiner Antwort gegenüber der Augsburger Allgemeinen der CSU eine „Verzweiflung“, und die müsse „sehr groß sein“, so dass sie inzwischen sogar „im Antifa-Jargon angelangt” sei. In Wahrheit sei die AfD „klar konservativ”, „bürgerlich-freiheitlich” und „patriotisch”,

    Der „Niveauverlust“ der CSU sei erschreckend, aber der Wähler werde das zu quittieren wissen, fügte Meuthen hinzu.

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