Vampir-Politik: Der CDU-Gesundheitsminister will unsere Organe.

    Dieser Mann ist gefährlich: Nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn soll künftig jeder Deutsche automatisch Organspender sein, solange er oder Angehörige nicht ausdrücklich widersprechen. Und Kanzlerin Merkel ist auch schon dafür.

    Eine Regelung, die unser Rechtssystem auf den Kopf stellt. Wie wär’s damit: Künftig nimmt jeder einen Asylbewerber in seine Wohnung auf – es sei denn, er oder seine Angehörigen widersprechen ausdrücklich? Aber in diesem Pseudo-Staat ist alles möglich.

    Über die Gefahren der Organspende klärte Gerhard Wisnewski bereits in COMPACT-Magazin 1/2013 auf. Hier ein Auszug:

    Organspende: Vorsicht, Mord!

    Das Geschäft mit der Transplantation ist milliardenschwer. Kein Wunder, dass der medizinisch-industrielle Komplex bei der Jagd nach lebendfrischen Körperteilen über Leichen geht.

    _von Gerhard Wisnewski (Auszüge aus COMPACT 1/2013)

    Die Süddeutsche Zeitung deckt am 20. Juli 2012 einen »Organspendeskandal« auf. Ärzte sollen bestimmte Organ-Anwärter auf den Wartelisten nach oben manipuliert haben, während andere weiter warten mussten. Alle Aspekte des Themas werden in der Folge in den Medien wieder und wieder durchgekaut – bis hin zu der Frage, ob durch die Manipulationen an der Warteliste möglicherweise todkranke Menschen sterben mussten, weil sie vergeblich auf ein Organ warteten. In Wirklichkeit wird das Wichtigste verheimlicht. Nämlich dass der weit größere Skandal nicht auf Seiten der Organempfänger, sondern der Organspender liegt.

    Die Spenderseite wird aber peinlich genau ausgeklammert. Denn der Skandal kommt zur Unzeit. Nur wenige Tage (am 12. Juli) vor der Enthüllung der Süddeutschen Zeitung haben Bundeskanzlerin und Bundespräsident das Gesetz über die sogenannte Entscheidungslösung ausgefertigt. In Zukunft sollen alle Bürger über 16 Jahre von ihren Krankenkassen schriftlich aufgefordert werden, sich für oder gegen die Organspende zu entscheiden.

    Ein Organspender-Ausweis soll gleich beiliegen. Das Problem ist nur: Wenn die Menschen die ganze Wahrheit über die Organspende erführen, wäre dies das Todesurteil für dieses Vorhaben. Die Medien diskutieren daher viel lieber über den Skandal auf der Empfängerseite, denn der ist gegen die unvorstellbaren Gräuel, die auf der Spenderseite möglich sind und die offenbar auch passieren, regelrecht harmlos. Deshalb kaut man lieber die Sache mit den manipulierten Wartelisten durch als die Alpträume, die auf der Spenderseite auf das Publikum warten.

    Möglich wird die Organspende nur durch die Konstruktion des „Hirntodes“. Sie soll das Paradoxon auflösen, dass man einem lebenden Menschen natürlich keine Organe entnehmen darf, die Organe eines Toten aber in der Regel wertlos sind. Also erfand man den Hirntod, bei dem der Mensch noch am Leben, aber angeblich irreversibel geschädigt ist. Nach dem Motto: »So tot wie nötig, so lebendig wie möglich« (Professor Franco Rest). Der Schlüssel zur Feststellung des Hirntodes ist die Hirntoddiagnostik. Die wichtigsten Voraussetzungen sind zwei klinische Untersuchungen, zwischen denen mindestens zwölf Stunden liegen müssen.

    Über die Untersuchungen wird ein sogenanntes Hirntodprotokoll angefertigt. Bei einem dokumentierten Fall lag das zweite Hirntodprotokoll bei der Organentnahme aber nicht vor. Dass die Organentnahme »trotzdem erfolgte, geschah mit Billigung und unter der Verantwortlichkeit des Mannes, der damals wie heute an der Spitze der DSO steht: Günter Kirste, 64 Jahre, Professor für Chirurgie, Medizinischer Vorstand der DSO – und damit qua Amt der Monopolist für Leichenorgane in Deutschland« (taz 7.5.2012). Und am 9. August 2012 Studiogast bei Beckmann.

    Die schriftliche Dokumentation des Hirntodes des Patienten war demnach zum Zeitpunkt der Organentnahme (und damit der Tötung des Patienten) in diesem Fall nicht greifbar. Was natürlich die Möglichkeit einschließt, dass der Patient in Wirklichkeit gar nicht »hirntot« war. Und das ist nicht etwa ein Einzelfall. Was nirgends in der Zeitung zu lesen stand: dass immer wieder Hirntodbefunde von Organspendern verschwinden.

    »Irgendwann wurden wir aus dem Zimmer geschickt, man wollte ein EEG ableiten«, erinnerte sich Renate Greinert, deren Sohn bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde (und die mehrere Bücher über die Organspende und den Tod ihres Sohnes geschrieben hat). »Außerdem wartete man auf ein Team von Neurochirurgen. Die 20-minütige Hirnstrommessung dauerte 1 ½ Stunden.« Wobei auch die Frage ist, warum die Angehörigen für die Abnahme eines Elektroenzephalogramms überhaupt das Zimmer verlassen mussten. Wurde vielleicht gar kein EEG abgenommen, sondern etwas ganz anderes gemacht? Denn siehe da: »Dieses EEG existiert nicht mehr«, so Greinert, »dafür befindet sich in Christians Akte ein schnell aufgezeichnetes EKG.« Ein Einzelfall?
    Keineswegs:

    (…)
    Das heißt aber: Ohne ordentlichen Nachweis des »Hirntodes« ist der Mensch nicht einmal nach der umstrittenen Definition des »Hirntodes« tot. Einem lebenden Menschen Organe zu entnehmen, kann man aber wohl kaum anders denn als Mord bezeichnen.
    (…)

    Das ist aber noch immer nicht alles. Unglaublich, aber wahr: Die sogenannte Hirntoddiagnostik beinhaltet Tests, die den Patienten umbringen können.
    (…)
    Können die Ärzte im Rahmen der oben dargestellten Torturen den »Hirntod« dokumentieren, müssen sie im Wesentlichen nur noch die Angehörigen überreden, der Organentnahme zuzustimmen. Meistens ist es ziemlich leicht, die unter Schock stehenden Hinterbliebenen zu »bequatschen« und mit moralischen Argumenten unter Druck zu setzen. (…)

    Welchen Sinn ergibt es, einen Patienten sterben zu lassen oder zu töten, um einen anderen zu retten? Medizinisch natürlich gar keinen. Auch dann nicht, wenn durch die Tötung mehreren anderen geholfen wird. Denn einen Menschen zu opfern, um andere zu retten, hat mit Moral nichts zu tun, aber sehr viel mit Mord oder mit fressen und gefressen werden.

    Den Unterschied macht daher allein das Geld, denn für Transplantationen fließen horrende Summen: »Der Markt der Transplantations- und Pharmaindustrie ist Milliarden Euro schwer«, schreibt der Sachbuchautor Richard Fuchs in einem Artikel (»Die Wertschöpfung einer ›Organspende‹: Wirtschaftsfaktor Organtransplantation«, ohne Datum, Stand 2011). Allein der Markt für sogenannte »Immunsuppressiva«, welche die Abstoßung des fremden Organs beim Empfänger unterdrücken, umfasse jährlich 1,6 Milliarden Euro.

    Die Fallpauschalen für Transplantationen hätten 2011 je nach Organ und Aufwand zwischen 18 000 und 215 000 Euro gelegen. »Nicht selten kommt es wegen Abstoßung zu weiteren Transplantationen.« Kurz und gut: Für die Spender und ihre Angehörigen ist die Organspende nichts weiter als ein Alptraum. Für den medizinisch-industriellen Komplex hingegen ein Traum. Das ist die Realität der Organspende, zu der neuerdings immer mehr Bundesbürger gedrängt werden sollen.

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    (Artikel vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 1/2013.)

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