Spätestens mit der nächsten Bundestagswahl dürfte Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin endlich Geschichte sein. Aber geht sie danach auch wirklich in den Ruhestand? Das, so Jean-Claude Juncker, könne er sich nicht vorstellen. Der Prädident der EU-Kommission hätte da noch einen EU-Job für die Mecklenburgerin.

    Gegenüber der Funke-Mediengruppe schwärmte er: „Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Angela Merkel in der Versenkung verschwindet“. Allein schon die Persönlichkeit verbiete das: „Sie ist nicht nur eine Respektsperson, sondern ein liebenswertes Gesamtkunstwerk.“ (1) Deshalb halte er es für denkbar, dass sie eine Rolle auf europäischer Ebene übernehme.

    „Hochqualifiziert wäre sie“, findet Juncker, aber leider ende die deutsche Wahlperiode erst 2021. Warum Juncker es bedauert, dass Frau Merkel aktuell nicht zur Amtsübernahme bereit wäre? Nun, zwei große EU-Ämter werden bald frei: das des EU-Kommionschefs (derzeitig Juncker) und des Ratschefs (derzeitig Donald Tusk). Wahrscheinlich würde er eines davon gerne an Angie übergeben. Aber er hat noch eine Notlösung: Zur Ermittlung seines eigenen Nachfolgers empfiehlt Juncker, dass die stärkste Partei aus der kommenden EU-Wahl ihn vorschlagen oder stellen solle.

    – Man muss nicht betonen, was für eine Katastrophe die Realisation von Junckers feuchten Träumen bedeuten würde. Aber zum Glück hatte Merkel bereits verkündet, kein politisches Amt mehr übernehmen zu wollen.

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    (1) Der Begriff „Gesamtkunstwerk“ stammt von Richard Wagner. Er beschrieb damit die antiken Tragödien bzw. seine eigenen Muskdramen, in denen alle Kunstrichtigungen ihrer Zeit zur Synthese gelang(t)en.

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