Beide scheinen sich gut zu verstehen: Greta Thunberg und Jean-Claude Juncker, wie das obere Foto zeigt. Und nachdem die 16jährige Schwedin eine erfolgreiche Promo-Tour für das Klima-Establishment in Deutschland absolviert hat, verkündet der Präsident der EU-Kommission ebenfalls eine Mahnung zu diesem Thema.

    Zunächst outete sich Jean Claude Juncker im Intervieew mit der Funcke-Mediengruppe als Fan der Fridays for Future-Proteste: „Ich halte es für begrüßenswert, dass nach jahrelanger Erlahmung jugendlicher Protestkräfte endlich wieder junge Menschen auf die Straße gehen, weil sie sich Sorgen um unsere Zukunft machen.“ Dass dabei Schulstunden entfallen, stellt für ihn kein großes Problem dar. Denn außerhalb der Unterrichtszeit erhielte der Klimawandel geringere Aufmerksamkeit: „insofern halte ich das für einen nicht zu kommentierenden Nebenaspekt“.

    Dann aber zeigte er sich verwundert über das deutsche Schneckentempo beim Realisieren des Öko-Lobby-Diktats: „Ich staune, dass Deutschland die festgelegten Klimaziele ungenügend umsetzt“. Aber imerhin, so fügt er gnädig hinzu, habe Deutschland jetzt ein Klima-Kabinett gebildet. Das wiederum gehe in die richtige Richtung. Deshalb gab er sich optimistisch: „Ich denke, dass sich Deutschland aufraffen wird, sich mit gemäßigtem Tempo den Zielvorgaben zu nähern“.

    Das Ziel der Bundesregierung, die Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent bis 2020, gilt jedoch als nicht (mehr) realiserbar. Dafür sollen bis 2030 ganze 50 Prozent und bis 2050 sogar 80 bis 95 Prozent wegfallen. Fachminister müssten die Einhaltung dieser Ziele übrwachen.

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    Allerdings, so fügte Juncker gnädig hinzu, dürften die Interessen der Autoindustrie nicht völlig missachtet werden. Die sei schließlich der entscheidende Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Deshalb wäre er „überhaupt kein Anhänger dieser Anti-Auto-Kampagne“. Mit dem damit verbunden Thema Arbeitsplätze wolle er nicht leichtfertig umgehen. Dennoch bräuchten wir „einen Mobilitätswechsel und müssen stärker auf andere Verkehrsmittel setzen als auf das Auto.“

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