Italiens Innenminister Salvini will das Tagesgeld für Asylbewerber kürzen. Auch der Zugang zu Fortbildungs- und Sprachkursen soll erst nach Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung möglich sein.

    In der Debatte um die Massenmigration fällt regelmäßig das Argument, dass eine Senkung der Geldleistungen oder die Umwandlung von Geld- in reine Sachleistungen den Zuzug stoppen oder zumindest reduzieren würde. Italien scheint das jetzt testen zu wollen.

    Um die Migrationsroute via Mittelmeer nach Italien zu stoppen, hatte Italiens Innenminister Matteo Salvini (Lega) kürzlich vorgeschlagen, die marrokanische Küstenwache aufzurüsten. Jetzt brachte einen neuen Vorstoß, um Italien als Migrationsziel unattraktiv zu machen.

    So sollen die 136.00 Asylbewerber in Italien nur noch wenig Geld und keinen Zugang zu Integrationsmaßnahmen wie Italienischsprachkurse, Berufsausbildung sowie psychologischer Betreuung mehr erhalten, sondern erst, wenn das Asyl-Verfahren mit Anerkennung bzw. Aufenthaltsgenehmigung abgeschlossen wurde.

    Salvini: „Mehr Kontrollen und weniger Ausgaben. Im Bereich Zuwanderung verändern sich die Dinge endlich, wie versprochen“. Ein Asylverfahren dauert in Italien ca. 2 Jahre. In dieser Zeit erhalten die Bewerber derzeit zwischen 35 – 45 Euro täglich. Dieser Betrag soll laut Salvini auf 20 Euro gekürzt werden.

    Unser aktuelles COMPACT-Magazin vom Juli 2018 können Sie hier bestellen oder hier abonnieren.

    Allerdings scheinen Schlepper Italien als Zielland ohnehin abzuschreiben und sich künftig mehr auf Spanien zu konzentrieren (COMPACT berichtete).

    Kommentare sind deaktiviert.