Interview: Deutsche Interbrigadistin im Donbass

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Noch immer sind die wahren Ereignisse des Februar-Putsches in Kiew nicht aufgeklärt. Jetzt redet eine Deutsche, die sich zum Zeitpunkt des Staatsstreiches in Kiew, heute auf der Krim und im Donbass aufhält, im russischen Fernsehsender KM TV Klartext: Auf dem Maidan wurden Drogen verteilt, so Margarete Seidler. Zudem spricht sie über den wirklichen Verlauf des Massakers am 20. Februar.

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Hier Auszüge des Interviews:

Wir sprechen heute über Majdan, dessen Zeugin Frau Seidler war, über die Krim und vor allem, wie diese Ereignisse in den westlichen Medien dargestellt werden. Also, erzählen Sie uns bitte von Anfang an, wann waren sie auf Majdan und was haben Sie dort gesehen? Und vergleichen Sie bitte wie es in der Realität mit dem was von Medien berichtet wurde.

Ich arbeitete bis Mitte Februar im Zentrum von Kiew, unser Büro befindet sich neben der Werchownaja Rada an der Gruschewskij Strasse. Ich konnte alles von Anfang an beobachten. Unsere Organisation hat unter anderem orthodoxe Prozessionen organisiert, z.B., am 21. November haben wir zu Ehren des (…) Michael eine große Prozession organisiert, wo etwa 10.000 Menschen teilgenommen haben. Am Anfang stand die Absage von Ex-Präsident Janukowitsch das Assoziierungsabkommen in Vilnius zu unterschreiben – das war der Hintergrund der Beginn der Ereignisse. Alles wurde finanziell und medial von der EU unterstützt und leider auch von der Bundeskanzlerin. Eine große Rolle hat besonders am Anfang Vitali Klitschko gespielt, mit dem ich selbst auch geredet habe. Da er in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis hat, er selbst auf dem Majdan Psychopharmaka oder Drogen verteilte, mit denen Menschen drei Tage nacheinander ohne Schlaf verbringen konnten.

Erzählen Sie bitte ausführlicher, woher wissen Sie das.

Erstens habe ich Freunde dort gehabt, z.B. ein Journalist, der ständig da gedreht hat, auch andere Zeugen haben mir das erzählt, ich persönlich habe das nicht gesehen.

Sie sagen, auf dem Majdan wurden Drogen verteilt. Große Mengen?

Ja, es gibt Zeugen, Majdandemonstranten selbst die diese Drogen genommen haben und danach dafür teuer bezahlt haben, vor allem was medizinische Hilfe betrifft.

Warum nahmen sie diese Mittel? Wussten sie nicht, was sie bekommen?

Viele behaupten das nicht gewusst zu haben, man hat ihnen Tabletten als Prophylaxe gegen ansteckende Krankheiten angeboten (Tuberkulose oder Krätze). Weil sie dort zusammen übernachtet haben.

Interessant, darüber wird wenig berichtet. Ich will noch etwas fragen, als es dann zur Gewalt kam, was wissen sie, was haben sie gesehen, wie dann im Westen berichtet wurde?

Als alles anfing wurde die ganze Schuld dem Janukowitsch zugeschoben, „dem blutigen Diktator“, quasi „friedliche“ Demonstranten wurden von den „blutigen“ Truppen von Berkut angegriffen, in Wirklichkeit war das umgekehrt. Soldaten von der Berkut haben ein Befehl bekommen, mit ihrem eigenen Körper (waffenlos) die Demonstranten aufzuhalten, besser gesagt von der Menge, die mit Waffen und Giftgas gekommen ist.

Was haben Sie persönlich gesehen?

Ich habe Stöcke gesehen und zwar direkt vor unserem Fenster, wo wir gearbeitet haben. Auf einmal haben sie wild“ Moskalej ans Messer!“ „Kommunisten an die Galgen!“ und „Slawa Ukraine!“ gebrüllt. Ich sah vor mir eine große Menge, 800 bis 1.000 Menschen, mit Helmen, Stöcken und Schildern, mit schwarz-roten Swoboda-Fahnen. Wir haben gehört, dass sie das Offiziershaus stürmen wollen und haben große Angst gehabt. Wir wussten nicht, was kommt. Ich wusste nicht ob ich noch am Leben bleibe. Wir haben gebetet und Gott sei dank, sind sie weiter in Richtung Werchownaja Rada gegangen. Und das habe ich zweimal erlebt, das nächste Mal war ich in der Stadt zu Fuß unterwegs und da gingen sie wieder, ich musste sogar durch diese Menge und war sehr erschrocken, sie waren sehr aggressiv.

Können Sie noch mehr über Giftgase sagen?

Ich habe sie natürlich nicht untersucht, da war bestimmt Tränengas aber auch andere chemische Mittel, die sie direkt ins Gesicht der Soldaten gesprüht haben. Die Polizisten standen tapfer, obwohl sie mit Molotowcocktails beworfen wurden, das habe ich gesehen. Einige Polizisten wurden getötet. Wie können die Medien sie als friedliche Demonstranten bezeichnen, verstehe ich nicht, das ist eine Lüge. (…)

Sie befinden sich jetzt ständig in Sewastopol?

Ja

Wie sieht es dort jetzt aus, ist das Leben besser geworden dort?

Das Leben ist ruhig geworden. Es gibt natürlich noch Probleme, es findet gerade der Übergang von Griwna auf den russischen Rubel statt. Leute stehen manchmal Schlangen an den Banken, aber das sind nur vorübergehende Probleme, wirkliche Probleme sehe ich dort nicht. Die Leute nehmen das auch ganz ruhig an, es ist klar, so ein Übergang kann nicht ganz problemlos stattfinden, aber wir bekommen Unterstützung von Russland. Die Ukraine hat die Wasserversorgung für die Krim ausgeschaltet, alle bemühen sich das zu lösen, für ein halbes oder sogar ein Jahr reicht das Trinkwasser noch.

Wie wird das gelöst, gibt es Brunnen oder wird Wasser aus Russland eingeführt?

Es gibt Wasserreserven, die jetzt voll sind, es gibt im Norden etwas eigenes Wasser, aber für die ganze Krim reicht es nicht. Soweit ich weiß, gibt es jetzt ein Projekt mit Kuban (Russland) Wasser über Kertsch durch Rohre zu transportieren.

Sagen Sie mir, die Krimbevölkerung, was denkt sie jetzt über Russland? Gibt es keine Enttäuschung? Unsere sogenannte fünfte Kolonne hat prophezeit, wenn die Krim zu Russland zurückkehrt, gibt es eine Enttäuschung. Können Sie das widerlegen? Was sagen Ihre Gefühle dazu?

Ich habe Freunde in Sewastopol, Armiansk, Jewpatorija, ..nein nein alle stehen zu Putin unterstützen ihn und sind sehr dankbar für die Wiedervereinigung. Ich war Zeugin dieser Unterstützung. Ein gutes Beispiel war die Siegesfeier am 9.Mai. Ich habe die Livesendung im Fernseher gesehen, aber meine Kollegen, auch der Vorsitzende des „Narodnij Sobor“ Igor Michajlowitsch, sie waren dort. Ich glaube, so ein Jubel hat Sewastopol schon lange nicht mehr erlebt. Das Volk hat seine Dankbarkeit ausgedrückt. (…)

Sagen Sie bitte, nach Ihrem Gefühl, ist Deutschland ein souveräner Staat, oder ist es unter einer gewissen Kontrolle zum Beispiel, der USA?

Ja, leider denken viele deutsche Bürger, dass Deutschland souverän ist, aber es ist nicht so. Es gibt einen geheimen Vertrag zwischen USA und Deutschland, ich glaube, von 1947, der erst 2099 enden soll, und in diesem Vertrag steht, dass Deutschland keine wichtigen Entscheidungen allein treffen darf, alles muss mit der USA abgestimmt werden. Wie kann so die Rede von Unabhängigkeit des Landes sein? Zum Beispiel, als Deutschland der EU beigetreten ist, waren viele Politiker dagegen, die Deutsche Mark war sehr stark, alle wussten, dass das nicht gut gehen wird, aber diktiert haben das die USA, das war es dann.

Sie haben jetzt diesen Vertrag erwähnt, weiß die deutsche Bevölkerung darüber nichts? MS: Viele wissen bis jetzt darüber nichts, das war ein geheimer Vertrag, ja. Und wann haben Sie über diesen Vertrag erfahren?

Ich kann jetzt nicht genau sagen, wann dieser Vertrag erwähnt wurde oder aufgetaucht ist. Aber im Internet gab es Hinweise darauf und es gibt sogar Fotos von dem Original. Aber bis jetzt ist es so, dass ziemlich viele Deutsche nichts darüber wissen. Ich würde sagen das ist die Mehrheit.

Das vollständige Interview im russischer Sprache finden Sie hier.

(…) Quelle: Facebook; Übersetzung: Galina Troizky

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6 Kommentare

  1. Avatar

    Huch,
    ich hatte geglaubt, nach ab dem zwei plus vier Vertrag hatten wir volle Souveränität?
    Auf welchen Quelle ist denn der Knebelvertrag „2099“ zu hinterlesen?
    Im Arbeitsvertrag der „Axel Springer SE“ ?

  2. Avatar

    Hat gut der Historiker Foschepooth bei Whistleblower Preis 2013 nachgezeichnet

    Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=E79NARBuMS8#t=293
    Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=uUmYipZJO8s

  3. Avatar
    karlfriedrich14 am

    Interessante Mitteilungen, wenn auch vieles nicht aus erster Hand bzw. schwer nachprüfbar ist.
    Bedauerlich, dass z.B. das Befinden der Krimtartaren und anderer Minderheiten überhaupt nicht angesprochen wird. Hier wie dort – natürlich immer durch die jeweilige Brille gesehen: Friede, Freude, Eierkuchen …

    • Avatar
      ralf kroke am

      wie ist denn das befinden der Krimtartaren? Hat diese Minderheit etwas aus zustehen gehabt? Gab es Übergriffe oder warum erwähnen Sie das Thema?

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        karlfriedrich14 am

        Eben, das würde ich gerne wissen. Deswegen erwähnte ich das Thema. Hoffe, dass ich damit niemandes Scheuklappen verletzt habe.

  4. Avatar

    „Es gibt einen geheimen Vertrag zwischen USA und Deutschland, ich glaube, von 1947, der erst im 2099 enden soll, und in diesem Vertrag steht, dass Deutschland keine wichtige Entscheidungen allein treffen darf, alles muss mit der USA abgestimmt werden. Wie kann so die Rede von Unabhängigkeit des Landes sein? Zum Beispiel, als Deutschland der EU beigetreten ist, waren viele Politiker dagegen, die Deutsche Mark war sehr stark, alle wussten, dass das nicht gut gehen wird, aber diktiert haben das die USA, das war es dann.“

    Haben wir bisher gedacht der bezieht sich nur auf die Medien.
    Wie unsere Marionetten agieren sagt was anderes. Auch der Fall Wulff (ESM) ist da interessant.
    Wäre an der Zeit mal völkerrechtlich auf den Tisch zu hauen.
    Staats- und Verfassungsrechtler, sowie Völkerechtler gibt es hier und im Ausland genug. Auch der Fakt mit der fehlenden Souveränität. Beim NSA-U-Ausschuss jetzt gerade, wird um die Kartoffel herumlaviert.
    Zuviele „Agenten“ bei vor allem CDU,SPD. Machterhalt (Proporzerhalt), evt. Korruption. Das sind die „neuen“ Werte und Vorbilder. Nicht zu vergessen dabei ein Schreimeier.
    Wenn der Geheimvertrag die Medien umfasst und man sich die Nachrichten, Artikel, Berichte usw. des Mainstreams anschaut: Lügen, Heuchelei, Propaganda. Man kann feststellen, ja „Vertrag“ erfüllt.

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