Intellektuelles Highlight der Mainstreampresse: Zuviel „Tatort“ macht die AfD stark

24

Man muss kein AfD-Fan sein, um bei Attacken der Mainstreammedien auf die Oppositionspartei vor Fremdscham in den Boden zu versinken. Keine Unterstellung ist zu dreist, keine historische „Analogie“ zu schief, als dass sie nicht gedruckt würde. Die unbegabtesten Schmierer und Hetzer, bei dem Thema kriegen und nutzen sie ihre Chance. Vor einiger Zeit hat die Alpenprawda das Ununterbietbare doch noch unterboten. Man glaubt es nicht.

Dass Kriminalfilme den Kinderchen und manch Erwachsenem schaden, ist antiquierter Bürgerglaube, der in Gutmenschen-Magazinen wie der Zeit nach jedem Schul-Amoklauf als recyclefähig gilt. Geschenkt. Aber die Süddeutsche Zeitung erklärt durch Krimi-Konsum jetzt ein neues „Verbrechen“: auf das AfD-Wählen. Die Botschaft lautet: Tatort macht AfD-Wähler. Kein Witz. Oder eigentlich doch…

Die Kolumne trägt den Titel „Der tägliche Tod“, und selten hat ein Autor derart viele Hirnfürze knattern lassen. Der ist hauptberuflich übrigens Drehbuchautor für das Zwangsgebühren-TV, für Sender wie ARD, NDR und Kika. Es beginnt so: Die Zahl der Krimis im TV nimmt zu. Diese finsteren Filmchen suggerieren, dass die Welt voll von bösen Menschen sei. Die Ermittler, ob Kommissare, Inspektoren oder Detektive, misstrauen einfach jedem. Verständlich, denn jeder könnte der Täter sein. Da der Zuschauer sich aber mit den Ermittlern identifiziere – was übrigens eine fragwürdige Behauptung ist –, „lerne“ er durch diese Filme, seinen Mitmenschen zu misstrauen, böse Absichten zu vermuten.

Ja, in diesen schlimmen Krimis sei „überall nur das Verderbte zu entdecken. Die Welt der Tatorte, der Sokos, Polizeirufe, der Teams für Zwei, der Rentnercops und wie sie alle heißen, ist ein gewohnheitsgesteuertes Universum herbeifantasierter, böser Machenschaften, voll von Pessimismus und Aggression. Charme, Großzügigkeit und Offenheit, Spaß an der menschlichen Diversität oder sogar Humor haben hier wenig Platz.“ Diese Atmosphäre der Angst aber nutze, man ahnt es schon, den bösen Rechtspopulisten (wem sonst, möchte man inzwischen fragen). Diese Angsterzeugung treibt den zitternden Zuschauer direkt in die starken Arme von Björn Höcke.

Um diesen Schwachsinn abzudichten, beruft sich der Geistesriese auf das Standardwerk „Von Caligari zu Hitler“, 1947 vom damaligen Star-Intellektuellen Siegfried Kracauer verfasst. Die darin vertretene These: Der Weimarer Film habe von 1919 bis 1933 in ständiger Angstlust Tyrannen und deren Herrschaft thematisiert (Dr. Caligari und Nosferatu sind zwei heute noch bekannte Beispiele) oder Autoritäten wie Friedrich II. verherrlicht. Darin habe der Film die psychische Befindlichkeit der damaligen Bevölkerung gespiegelt. Am populären Filmangebot der jungen Republik ließe sich also zeigen, weshalb sie nach 14 Jahren im Hitler-Terror endete. Nun ist Kracauers Modell durchaus umstritten. Manch Kritiker bemängelte beispielsweise, dass der Autor nicht konsequent die populärsten Filme jener Zeit als Beispiele herangezogen habe, was zur Ermittlung der Massenmentalität aber unerlässlich sei.

Freilich interessieren den Süddeutschen-Kolumnisten solche methodischen Probleme nicht. Außerdem gilt ihm der Krimi-Boom nicht als Ausdruck der Publikumsverfassung, sondern als dessen Auslöser. Ein fetter Unterschied zu Kracauer. Deshalb das Fazit: „Sollten wir also Kracauers Studie ,Von Caligari zu Hitler‘ einen zweiten Teil anfügen mit dem Titel ,Vom Tatort zur AfD?‘ Vieles spricht dafür. Die Fernsehanstalten könnten den Einfluss, den sie auf das Bewusstsein der Menschen haben, für etwas Besseres nutzen. Für mehr Aufklärung, die auf Englisch ,enlightenment‘ heißt. Das hat mit Licht zu tun und auch mit Leichtigkeit, nicht mit ewigem Kult um die Düsternis.“

Vielleicht hätte der Lichtmensch zuvor fragen sollen, warum das Publikum so sehr auf TV-Krimis (und auch auf Kriminalromane) abfährt? Vor allem: seit wann? Dann wird’s nämlich peinlich… Der Krimi-Boom begann Anfang der 2000er, als der Neoliberalismus sich dran machte, soziale Standards in Europa zu senken. In Deutschland übernahm die SPD unter Kanzler Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 eine Avantgarde-Funktion ein. Seitdem steigen Unsicherheit und Angst. Aber das dürfte in der Süddeutschen Zeitung kaum jemand schreiben. Denn dieses Blatt hat damals Schröders Reformkurs deutlich verteidigt.

Bei uns lesen Sie Standpunkte und Fakten, die aus dem medialen Einheitsbrei herausstechen. Die aktuelle COMPACT-Ausgabe „Der Osten steht auf“ gibt es am Bahnhofskiosk oder direkt hier zu bestellen. Noch besser: Gleich heute ein Abo abschließen und keine Ausgabe mehr verpassen !




Über den Autor

Avatar

24 Kommentare

  1. Avatar
    Kritischer Rationalist aus Hessen am

    Die GEZ-Mafia weiß genau, dass bald High-Noon ist und in der schieren Verzweiflung wird aus allen Verblödungs-Geschützen gefeuert. Keiner von den Verantwortlichen wird noch seine üppigen Pensionen bekommen. Diese werden in rechtstaatlichen Gerichtsverfahren als Strafe für Ihre Missetaten gestrichen. Sie werden glücklich sein mit einer Grundversorgung auf H4-Niveau ihr letzten Tage bestreiten zu können. Ähnliches kann auch gerne beim Schröder-Plagiat (Bundesgrüß-August) zur Anwendung kommen.

  2. Avatar

    Wer hat die Erfindung dr Glotze vorangetrieben? Zur Verbesserung des Erreichens der Allgemeinheit mit Propaganda Reichspropagandaminister Dr.Göbbels! Das TV haben die Siegermächte leider nicht wie andere NS-Erfindungen in die Tonne getreten sondern zu Schaden der ganzen Menschheit für sich selber weiterentwickelt und auf die Menschheit losgelassen!
    Die haben wohl geglaubt wenn "die Guten" bestimmen was gesendet wird, wird auch die verderblichste Technik besser!
    Wenn man nur den Schulfunk der 60er und 70er senden würde, würde niemand mehr für die Werbeeinblendungen bezahlen und die Zwangsbebühren (Steuern, denn kein Zahler darf die Inhalte mitbestimmen.) reichen bei weitem nicht aus um den ganzen Wasserkopf des Betriebes Radio und Glotze zu bezahlen. Man richtet sich da nach dem einfachsten Publikum, wie bei den Heftromanen: Western und Heimat sind nicht mehr gefragt, bleiben die Krimis. AfD – Wähler läßt der ganze TV – Betrieb wohl eher kalt!

    • Avatar
      Paul, der Echte am

      "NS-Erfindungen" wenn es Compact gestatten würde könnte ich Dir mal die Erfindungen der "bösen" Jahre aufschreiben

      Lesen und vor allem auch das noch zu verstehen bildet ungemein

    • Avatar

      Ja die Messer haben schuld und die SUV’s.

      Morgen dann das Internet. Strom sowieso.

      Am besten alles abschaffen und verbieten, solange bis der Mensch mündig ist. Vorsicht vorm Faustkeil!

  3. Avatar
    Jeder hasst die Antifa am

    Es sind immer die gleichen Gestalten die uns dargebracht werden ein Quotenneger,zwei Schwuchteln zwei Lesben ein paar Schatzsucher und bunter Multikulti wird diese Rosarote Wolkenkuckusheim nur gestört von den pöösen Rääächtradikalen von AfD und Pegida und die Täter sind am ende die bösen alten weißen Männer.

  4. Avatar

    Da hat wohl einer erkannt, dass völlig überzeichnete Propaganda nach hinten los geht. So direkt wollte Schlaubischlau das dann aber doch nicht sagen.

  5. Avatar
    Paul, der Echte am

    Wer sich den Schwachsinn der Systemmedien antut wird über kurz oder lang verblöden.

    Und genau das ist deren Ziel!

  6. Avatar

    Ausgerechnet der überangepasste Tatort, den man eigentlich als Telekolleg für gesellschaftliche Political Correctness betrachten kann. Das "zeichnet unsere Lügenpresse aus", die sind soweit linksliberal, für denen ist sogar EU-Parlament und Bundestag faschistisch.

  7. Avatar

    Ich kann dem eigentlich nur zustimmen.

    Mit jedem weiteren Tatort den ich mir aus Verzweiflung über das alternative Programm antue, kocht mir der Hals mit welcher unsäglichen Scheisse des ÖRF mehr und mehr genervt und manipuliert wird. Insgesamt ist dieses Programm im Niveau kaum mehr zu unterbieten. Der Countdown was man gerade noch so ertragen kann geht rapide gegen 0. Verbunden mit der Erkenntnisse dass die Verursacher diesen Hennedrecks, die auch noch mehrheitlich politische Parteien repräsentieren, aus den Zwangsbeiträgen unverschämt ihre Taschen füllen und sich fürstliche Pensionen gönnen, ergibt das letztlich nur einen Schluß: Die einzige Partei die dieses korrupte Moloch trocken legen will ist die AfD.
    Also weg mit den ganzen Mist, Will und Maischberger auf Hartz 4, und dem korrupten Abzockerpack die Pensionen entziehen.
    Und wenn schon Tatort, dann bitte einen aus den 70ern. …ausser dem Prolet aus dem Ruhrpott.

  8. Avatar

    Das Kriminalfilme nicht nachhaltig beeindrucken meint COMPACT.
    Als ich 12 Jahre war, gingen meine Kumpels und ich in Wild Westfilme. Jango / Ringo usw.
    Wenn wir da wieder rauskamen hat mindestens eine Stunde keiner gesprochen, weil wir alle tief geschnallt herumliefen.
    Und das war nur ein Filmchen von eineinhalb Stunden, wo noch nicht mal Blut floß. Und auch nur einmal im Monat.
    Die Kinder heute werden mit den brutalsten Filmen berieselt, wo blutige Leichen gezeigt werden und das dauerhaft.
    Es gibt aus ein nettes Liedchen von einem Araber; ich fick deine Mutter. Auch sehr nett.
    Es steht fest, diese Gesellschaft geht in dieser Form dem Ende entgegen. Dann herrscht wieder Ordnung und was für eine.

  9. Avatar
    heidi heidegger am

    Nun, ich persönlich mag ungedrehte-nie geschaute-nie geschriebene *cold case* Dinger à la: die Welt ischd ein Dschungel (auch d. Verbrechens) und wir stehen staunend vor der äh *conditio humana (zit. Elsässer)*..nur eine japanische Serie traute sich in einer Folge i. d. 70ern d a s zu transportieren..ich sag aber nicht welche, ätsch! 🙂

    • Avatar

      @ H.H.

      Bleibt die Frage, welche ungedrehten Filme man gesehen
      oder nicht gesehen haben muss, um beispielshalber SPD
      zu wählen oder eben nicht.
      Sokrates würde sagen, dass man gar nicht so außergewöhnlich
      dumm sein muss, um SPD (CDU u. Linke geht auch) zu wählen,
      egal welche Propagandasender man schaut.
      Es reicht ein wenig Angst vor der den Klimawandel leugnenden AfD
      (das wissen auch die Tatort-Produzierer) und schon macht der Stift,
      wie von Geisterhand geführt, sein Kreuz bei der SPD.
      Und die, die die altehrwürdige SPD nicht wählen wollen, ob wohl sie
      Tatort gar nicht sehen, haben auch nur Angst vor der kreischenden
      Pöbelralle und dem dahinsiechenden Schawan, aber nicht vor solchen
      (zur) Schaustellern wie Till Schaweiger und Janosz Behmermann.
      (Man muss halt alles im Kontext sehen.)
      Übrigens: Japanische Serien mochte ich nie, die amerikanischen waren
      ohnehin wesentlich besser.
      In Dr. Richard Kimble – Auf der Flucht, beispielshalber, wurde uns die
      Natur des Menschen erstmals offenbart und die Lust an der Angst
      vor dem tyrannischen Staat bzw. Justitia kultiviert bzw. ästhetisiert.
      Seitdem wähle ich (beispielshalber) die AfD.

  10. Avatar
    Jeder hasst die Antifa am

    Die heutigen ARD,ZDF Krimmis sind Total uninterresant weil das Ergebniss schon feststeht meist armer Flüchtling wird einer Straftat verdächtigt aber die tollen Kommissare finden den Übeltäter es war Klaus ein rechtes AfD Mitglied, also tumpe Massenverblödung.

    • Avatar
      heidi heidegger am

      *kicher* ja, das knüpft an meinen Kommi quasi an (oder umgekehrt), obwohl du deinen paar Minuten früher schriebst. 🙂

  11. Avatar

    Hm, in den öffentlich-rechtlichen Krimis der jüngeren Vergangenheit – waren da nicht regelmäßig die Goldstücke die Guten/die Opfer – und rächte Deutsche die Bösen?! Wenn dem so ist, ist das eigentlich keine AfD-Promo. Habe dazu keine Statistik, schaue mir deutsche Krimis – seit Schimanski abgedankt hat – sowieso nicht mehr an.

    Und erst neulich war im politischen Weiterbildungsmagazin COMPACT Online zu lesen, wenn ich mich recht erinnere, das immer mehr Kommissarinnen – also Frauen – die bösen Buben jagen, viel häufiger als sie das in Wirklichkeit tun. Da die AfD bekanntlich als "frauenfeindlich", um nicht zu sagen "sexistisch" bekannt ist, ist da ja auch eher Anti-AfD gemünzt.

    Voll unklug eigentlich der Artikel der Alpen-Prawda. Zielführender wäre doch ein Appell, das nur noch Bio-Deutsche als die hässlichen Täter, und nur noch Muslime und Afris u.a. diskrimierte Minderheiten bzw. bald diskriminierte Mehrheiten als Opfer von Gewaltverbrechen gezeigt werden. Also genauo wie im wirklichen Leben …

  12. Avatar
    katzenellenbogen am

    Bitte geht’s noch? Gerade der Tatort ist ein Musterbeispiel linker Propaganda, der Täter ist immer, entgegen aller kriminologischer Datenlage ein wohlhabender Mittelständler, in einem Köln-Krimi wurde ein Obdachloser von feiernden Bankern erschlagen, und nicht, wie in diesem Milieu üblich, von einem besoffenen Leidensgenossen. Und immer wieder dräut die rechte Gefahr in Form eines brandgefährlichen, extrem mächtigen Nazinetzwerkes (Auch COMPACT und J. E. hatten übrigens schon die Ehre, anspielungsweise vorzukommen). Nicht der Tschetschene killt den Afghanen, sondern der deutsche Wutbürger!
    Der einzige Grund, warum „Tatort" zum AfD-Wählen führen könnte, wäre der, dass man dadurch gegen eine dermaßen penetrante Hetzpropaganda durch das gebührenpflichtige Staats-TV protestieren möchte!

  13. Avatar

    wir können dieses tatort geschmiere nicht mehr ansehen ! es nimmt formem an, die gegen das volk schiessen . von den kartellmedien in politische märchen – weiss gegen schwarz gefakt werden ! sehe sei vielen jahren den kriminellen mist nicht mehr !

  14. Avatar
    DerSchnitter_Maxx am

    Solange andere mit … Meinungsunterdrückung, Einschüchterung u. Verunglimpfungen, Kapital, Gewalt, nuklear- und konventionellen Waffen oder anderen medialen Tricks und hinterfotzigen Methoden u. Mittel versuchen … ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen und Geltung zu verschaffen, solange werde ich meine Stimme und Meinung unaufhörlich … in jedweder Art, Weise und Form als -einzige- "Waffe"-ohne Rücksicht- nutzen und einsetzen – PUNKT !

    Wem das nicht passt … der kann mich mal oder hat das Recht und die Möglichkeit, das Land zu verlassen 😉

  15. Avatar

    Heute ist alles ein öder Einheitsbrei, mehr Erziehungsfernsehen als gelungene Unterhaltung. Zugegeben:Die "Tatort"-Folgen mit Til Schweiger sind grosse Klasse, besonders der Kino-Tatort – da wurde gezeigt, was man aus solch einer antiquierten Reihe machen kann! Leider fehlt es im modernen deutschen Kino und TV an mutigen Visionären wie einst Horst Wendland, Fritz Lang oder Alfred Vohrer.

  16. Avatar

    Der Krimi-Boom begann Anfang der 2000er Jahre? Wenn damit gemeint ist, dass zunehmend mehr meist öde Serien nach gleichem Schema entstanden sind – die goldene Ära deutscher Krimis ist jedenfalls lang vorbei:
    Wie aufregend waren die 1960er mir Edgar Wallace, Jerry Cotton, Kommissar X, Schurken wie Dr. Mabuse und Dr. Fu-ManChu, aufregenden Darstellern wie Joachim Fuchsberger und Klaus Kinski.
    Dann kam das Fernsehen mit seinen Mehrteilern nach Francis Durbridge mit einer Sehbeteiligung, von der heute nicht mal mehr zu träumen ist. In den 1970rn war’s dann schon vorbei, aber die letzten zeigten sich auch in den ersten Folgen von "Tatort" mit Sieghard Rupp als Zollfahnder Kressin (Mein Lieblings-"Tatort"-Ermittler). Schimanski schaffte noch das Kunststück zwischer Sozialkrimi und Action, lebte aber auch viel vom Darsteller. Meine liebste deutsche Krimiserie bis heute ist "Peter Strohm":
    Dieser stilisierte Vorspann, das klasse Titellied, Stories mit europäischem Flair, harte Action und mit Hauptdarsteller Klaus Löwitsch hatten sie einen echten Kerl, der auch aussah wie man sich einen Polizisten halt vorstellt.

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln.

Empfehlen Sie diesen Artikel