Aussteigerin Franziska Schreiber bestätigt das schmutzige Spiel durch eine eidesstattliche Erklärung

    Franziska Schreiber ist eine ehemalige Funktionärin der AfD aus dem sächsischen Jugendverband und vor einiger Zeit ausgetreten, weil ihr die Partei zu rechts wurde. So weit ist das nicht der Rede wert, und auch ihr Buch “Inside AfD” müsste man eigentlich nicht groß beachten – Aussteigerprosa gibt es von Abtrünnigen aller Parteien, man denke nur an Angela Marquardt, die von der PDS  zur SPD überwechselte und seither in der Versenkung verschwunden ist, oder auch an die SPD-Schelte von Wolfgang Clement, der danach sein Altenteil nicht mehr verließ.

    So unerheblich also Frau Schreibers Einschätzung über ihre einstige politische Heimat ist, so schwer wiegen ihre Aussagen über das Agieren des Inlandsgeheimdienstes in die Partei hinein – zumal sie mit diesen Aussagen die ehemalige Parteichefin Frauke Petry schwer belastet, der Franziska Schreiber politisch durchaus zugetan ist. Beide eint die Klage über den angeblichen Rechtsruck der AfD. Es muss also viel passiert sein, wenn die eine Krähe der anderen ein Auge aushackt.

    Passiert ist, so Schreiber in ihrem Buch und am Mittwoch in einem von einer eidesstattlichen Erklärung bekräften Statement vor der Presse: Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, habe Frau Petry in deren Amtszeit als Parteichefin signalisiert, unter welchen Voraussetzungen „die Partei mit einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu rechnen hatte“ und ihr empfohlen, „was sie dagegen tun müsse“. Dazu habe gehört, dass der saarländische Verband der Partei wegen rechtsextremer Tendenzen aufzulösen und gegen den Thüringer  Parteichef Björn Höcke ein Ausschlussverfahren einzuleiten sei. Schreiber will von diesen Vorgängen von Petry selbst  in mehreren persönlichen Gesprächen erfahren haben. Petry habe ihr gegenüber betont, die AfD dürfe nicht den „Vorteil“ verspielen, dass der Chef des Inlandsgeheimdienstes der Partei „wohlgesonnen” sei.

    Etablierte Hetze gegen Höcke: (Foto: Berliner Kurier, Januar 2017)

    Alles nur ein PR-Gag von Schreiber gegen ihre frühere Busenfreundin Petry, um den Absatz ihres Buches anzukurbeln? Tatsächlich hat diese abgestritten, Maaßen getroffen und Ratschläge erhalten zu haben. Ihr Gatte Marcus Pretzell, ehemals AfD-Vorsitzender in NRW, polterte auf Facebook: „Schreiber lügt“. Allerdings, und das ist der Hammer, wird Schreibers Aussage vom BfV bestätigt. Demnach gab es tatsächlich mehrere Treffen mit Petry – nur Ratschläge will Maaßen der damaligen AfD-Chefin nicht gegeben haben. Diese kleine Einschränkung ist aber unmaßgeblich: Schon allein das bloße Zusammentreffens von Petry mit dem Geheimdienstler ist ein riesiger Skandal – schließlich hat sie an den Parteigremien vorbei agiert und sich weder ein Plazet dafür geholt noch diese zumindest im Nachhinein informiert.

    Von links wird nach den Schreiber-Enthüllungen entrüstet suggeriert, Maaßen haben der AfD sozusagen helfen wollen, salonfähig zu werden – eine Variante der alten Antifa-Mär vom Zusammenspiel des bösen Staatsapparates mit den “Faschisten” zur Vorbereitung einer Machtergreifung. Richtig daran ist nur die Beobachtung eines Zusammenspiels – aber dessen Zweck war ganz offensichtlich ein ganz anderer: Durch die Säuberung der AfD vom Höcke-Flügel wollte der Geheimdienst die Partei handzahm machen – als künftigen Steigbügelhalter und Koalitionspartner für die Union, als Herrschaftsreserve für das System bei einer Verschärfung der Lage. Petry war ein williges Werkzeug dieser Strategie – mit der Hoffnung auf eigenen Nutzen.

    COMPACT-Magazin Aboprämie Nie zweimal in denselben Fluss Höcke im Gespräch mit Hennig

    Höcke war und ist die Hassfigur für die Systemlinge, weil er immer für einen strikten Oppositionskurs plädierte, den parlamentarischen Kretinismus ablehnte und den Charakter der AfD als Bewegungspartei betonte. All dies kann man sehr schön nachlesen in seinem sowohl autobiographisch bewegenden wie programmatisch brisanten Buch “Nie zweimal in denselben Fluss”, das wir derzeit als Abo-Prämie für jeden neuen COMPACT-Abonnenten verschenken. (Achtung: Angebot läuft nur noch bis zum 24. August)

    Die AfD ist Petry gottseidank losgeworden – und Höcke hat gute Chancen, nächstes Jahr in Thüringen Ministerpräsident zu werden. Sicherlich hat das Bundesamt für Verfassungsschutz jetzt schon eine Task Force eingerichtet, um diesen Worst Case zu verhindern.  Vermutlich beschäftigen sich die Schlapphüte im Zuge dessen auch verstärkt mit COMPACT: Dass Petry zu Jahresanfang 2017, zeitgleich mit ihrer Offensive gegen Höcke, auch COMPACT angriff, uns den Zutritt zu einem Kongress verwehrte und sogar Klage gegen uns führte, dürfte nicht nur auf ihrem Mist gewachsen sein.

    Sicher ist: Man muss mit Höcke und auch mit COMPACT nicht immer einverstanden sein. Aber dass diejenigen, die die Opposition in diesem Land kastrieren wollen, sich in schöner Regelmäßigkeit auf ihn, uns oder uns beide einschießen, zeigt doch, dass diese Herrschaften (und ihr zum Teil weiblicher Appendix) uns für gefährlich halten.  Kurz und gut: Wer COMPACT unterstützt, hilft der Opposition gegen das Regime. Die Devise heißt: Das Volk an die Macht!

     

     

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