Sachbeschädigung, Aufruf zur Menschenjagd, KZ- und Gaskammer-Phantasien: Die Antifa, wichtige Stütze des Establishments (aber zu blöd, das zu bemerken), ist inzwischen auch fester Bestandteil in dessen Wahlkampf. Mit Aufrufen zu Menschenjagd auf politische Gegner sowie direkten Anschlägen und Mord-Songs von Links-Rappern verbreiten sie im Vorfeld zur Hessenwahl das gewünschte Klima von Terror.

    Auf das Haus der AfD-Unterstützerin Erika Steinbach wurde ein Farbbeutelanschlag verübt. Das Bekennerschreiben, das die Gruppe „Die Farbeibrigade“ auf der Hass- und Hetzseite Indymedia veröffentlichte, stellt den Bezug zur Landtagswahl her: „Es sind nur noch wenige Tage bis zur hessischen Landtagswahl, bei der die AfD auch in den Landtag einziehen wird. Das finden wir scheiße!“

    Natürlich muss man den politischen Gegner, den man „scheiße“ findet, zum Faschisten stilisieren, um den eigenen Faschismus zu rechtfertigen: „Die AfD ist eine in Teilen offen faschistische Partei, die mit ihrem Einzug in den Landtag den Rechtsruck massiv vorantreiben wird. Erika Steinbach ist eine der aktiven AkteurInnen dieser gesellschaftlichen Zustände und hat deswegen von uns heute Besuch bekommen.“ Es folgt noch der Aufruf zu einer Protestdemo, die den „Faschisten“ zeigen soll, „dass ihr menschenverachtendes Weltbild für den Arsch ist.“

    Das war noch der harmloseste Teil der Antifa-Wahlkampfhilfe. Denn auf Indymedia wurde gleichzeitig der AfD- und JA-Funktionär Jonas Batteiger (Frankfurt) mit Foto geprangert. Dazu ein Text, der außerdem in ganz Bockenheim verteilt und plakatiert wurde: Batteiger, „der bei vergangenen Veranstaltungen der AfD/JA als Ordner aufgetreten ist, wird vermutlich auch heute, bei der abschließenden Veranstaltung in Frankfurt Enkheim, diese Rolle begleitet haben. Demnach dürfte er auf dem Heimweg von dem kleinen Überraschungsbesuch erfahren. Es wird sich zeigen, ob es so eine gute Idee war, in das ,linke’ Bockenheim zu ziehen, wenn seine Nachbarn jetzt erfahren, wo er politisch steht.“

    Der AfD-Politiker wird damit für vogelfrei erklärt. Sollte irgendein Linker doch noch Skrupel haben, erfährt er am Ende des Textes, was von ihm erwartet wird: „Um in es in Worten zu sagen, die Batteiger aus seiner Partei bekannt vorkommen dürften: RassistInnen jagen!“ Das ist ein Aufruf zur Menschenjagd. Zu jener Hetzjagd, die man Chemnitz gerne, aber vergeblich dem Widerstand unterstellen wollte.  Wie sagte eine Spiegel-Kolumnistin kürzlich: Es könne gar nicht genug Antifa geben…

    Passende Begleitmusik liefern zunehmend pubertätsgepickelte Antifa-Rapper, darunter auch  Julian K. Der singt in seinem bereits im März publizierten, aber zum derzeitigen Linksterror perfekt passenden Song “FCK AFD” (bislang 7.238 Aufrufe). Darin erzählt er dem Hörer, dass er Frauke Petri (was hat die denn noch mit der AfD zu tun?) gerne an Schweine verfüttern würde. Für Alexander Gauland holt er mal eben die „Schrot“ (-Flinte) raus. Dann verrät er dem Publikum seinen Wunschtraum: KZ-Aufseher sein und AfD-Politiker vergasen! Im Ernst! Bei einem Politiker wie Albrecht Glaser „werd selbst ich zum Vergaser“. Angereichert mit Motiven aus Splatterfilmen: Armin Paul Hampel möchte er gerne mit der Flex traktieren. Gegen dieses Mordinstrument habe er „nichts mehr zu melden – wie ein Jude im KZ“.

    Verherrlichung der schlimmsten Nazi-Verbrechen als politisches Mittel,  Verherrlichung von deren potentieller Wiederholung, Aufruf zu Verstümmlung und Mord: Wahrscheinlich möchte Julian K. zum nächsten #wirsindmehr-Gratiskonzert eingeladen werden. Als Vorband zu Feine Sahne Fischfilet. Wenn die Grünen in Hessen gewinnen, lässt sich da gewiss drüber reden. Deutschland im Jahre 2018…

    Julian K.: FCK AFD (Video)

    https://www.youtube.com/watch?time_continue=6&v=QJHE_n0HmT0

     

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    Angriff der Grünen
    Wer steckt hinter ihrem Aufstieg? Von Jürgen Elsässer

    Trio infernal
    Die neue grüne Spitze Habeck, Baerbock, Schulze. Von Iris N. Masson

    Der Grünch
    Zottelbär Anton Hofreiter als Wiedergänger einer Kinofigur. Von Daniell Pföhringer

    Im Osten geht die Sonne auf
    Der Bayernschock und seine Folgen für die AfD. Editorial von Jürgen Elsässer

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