Wir kennen den Witz aus der medialen Propaganda: „Deutschland wird immer reicher“. Der nötige Nachsatz „aber leider wir die Knete immer unfairer verteilt“ fehlt dabei oft. Jetzt, in Tagen des ungebremsten Miethorrors, den nur noch ein Christian Lindner (FDP) als „fair“ zu bezeichnen wagt, zeigt sich am Beispiel Immobilie, wer in den vergangenen Jahren von Wirtschaftswachstum profitierte.

    Der neue Vermögensbericht der Bundesbank verrät nämlich, dass besonders die Vermögen der Immobilienbesitzer kräftig ansteigen. Deren Nettovermögen betrug noch vor zwei Jahren schlappe 277.000 Euro. Das ist aber ein Plus von 37.200 Euro gegenüber 2016, also innerhalb eines Jahres: nicht schlecht. Der Durchschnitt der Mieterhaushalte liegt nicht ganz so hoch, bei 10.400 Euro nämlich. Die Autoren des Vermögensberichts folgern messerscharf: „Den in den letzten Jahren ansteigenden Immobilienpreisen kommt ein nicht unerheblicher Einfluss auf die Entwicklung der Vermögen zu“.

    In Deutschland sei, so fahren die Autoren fort, die Vermögensverteilung ungleicher als im Durchschnitt der EU-Länder. Ein Grund dafür ist auch, dass hierzulande nur 44 Prozent der Bürger in eigenen vier Wänden wohnen. In Berlin sind es gar nur 25 Prozent. Der Rest muss steigende Mieten blechen. Aber ein Eigenheim käme für sozial Schwächere ohnehin nicht in Frage, denn die Immobilien-Kaufpreise sind ebenfalls gestiegen: in Berlin um immerhin 20,5 Prozent innerhalb eines Jahres (2017-18).

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    So sind die Berliner Mietpreise in den vergangenen 10 Jahren um ca. 50 Prozent angestiegen. Aber nicht nur dort. Bereits der Uno-Report wies vor einem Jahr auf dieser Katastrophe hin, bezeichnete laut Spiegel die „hohen Mietpreise und Mietpreissteigerungen“ in Deutschland als besorgniserregend.

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