Hollywood Kinderkino: Analkugeln und Dildos für Grundschulkinder

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Sommerferien in Berlin 2019: Meine Tochter (13 J.) war gestern im Kino Colosseum auf der Schönhauser Allee, in einem Film, zugelassen ab sechs Jahren. Ich war nicht sonderlich begeistert, aber da meine Tochter gern zu den Mädchen gehören will, die mitreden können, erlaubte ich es ihr. Sie ging mit ihrer 3 Jahre jüngeren Freundin hin. Im Publikum saßen noch jüngere Kinder. Dass in einem amerikanischen Krankenhausfilm für Kinder Organspende thematisiert wird, fand ich schon grenzwertig, aber es überraschte mich nicht.

Der Hammer kam aber, als meine Tochter mir weiter berichtete, dass ein Trailer für den Hollywoodstreifen „Good Boys“ lief, demnächst in ihrem Kino. Sie sagte, da hätten sie einen Riesendildo und Analkugeln gezeigt, was denn das sei, und doch sicher ekelig? Ich war ehrlich entsetzt. Sie zeigte mir dann den besagten Werbefilm im Internet: Der „Produzent“ überbringt dort den drei Hauptdarstellern, Jungs im Grundschulalter (zwölf Jahre), eine schlechte Nachricht: „Ihr dürft den Trailer zu eurem eigenen Film nicht sehen, der ist zu krass für Kinder in eurem Alter. Drogen, Gewalt, die Ausdrücke, (…) und auch wenn wir entschieden haben, dass ihr das im Film macht, dürft ihr das nicht ansehen. (…) Ihr dürft das zwar sagen, aber ihr dürft es euch nicht ansehen, wie ihr es sagt. Das ist voll abgefuckt: Willkommen in Hollywood!“

Danach werden die Teufelsohren auf dem Buchstaben o von „Good Boys“ eingeblendet. Die „Waffen“ sind ein komplettes S/M-Set inklusive Handschellen. Die Sexspielzeuge werden schon im Trailer mehrfach explizit eingeblendet. Satanische Grüße aus Hollywood? Zwischen den Zeilen hätte man „lesen“ können: We fuck up your children, do you even notice, stupid?! Im Internet variieren die Angaben zur Altersfreigabe von „ohne“ bis „12″. Relevant finde ich, dass der Trailer in einem Film, der ab sechs zugelassen ist, gezeigt wurde. Und müssen Zwölfjährige über Sexspielzeug Bescheid wissen?

Die Kinder im Film hantieren also mit Dildos, Analkugeln („die nach Kacke stinken“) und man sieht, wie ein Junge in die Suchmaske eines Computers „P O R . .__“ eingibt (nette Anregung zum Nachmachen für zu Hause für das junge Publikum), und die drei sehen sich dann ebenjene Pornos aufgeregt bis angewidert an, bis einer der drei Jungs sagt: „Naja, geküsst haben sie sich nicht, zumindest nicht auf den Mund“. Guter Gag. Für Sechsjährige? Weiterhin gibt es Kloppereien, die im echten Leben schwere Verletzungen nach sich zögen, und die Kinder rennen über eine sechsspurige Autobahn – auch nachahmenswert bzw. besonders pädagogisch wertvoll?

Über explizite Reklamen im öffentlichen Raum, den ja auch ältere Menschen mit Moralvorstellungen aus einer anderen Zeit, Menschen aus anderen Kulturen und eben unsere Kinder teilen, wie neulich die von Astra-Bier mit in die Kamera gerecktem Stinkefinger und dem Slogan „Hodenlose VäterInnen feiern…“ kann man evtl. noch angestrengt lächeln, wenn man die Ironie versteht – was nicht jeder kann, der zu jung oder der Sprache nicht mächtig genug ist. Bei Kinderfilmen sollte die Freizügigkeit aufhören: Zum Schutz der Seelen unserer Kinder. Und nebenbei: Es ist doch auch kein Wunder, wenn erst-kürzer-hier-Lebende uns dann abartig finden, oder?

Dass sexuelle Nischen ins Rampenlicht gezogen werden, als ob auch Tante Erna sowas unbedingt nötig hätte (Vielfalt!!! auch im Bett), mag dem Turbokapitalismus zu schulden sein, oder es hat eine bestimmte Agenda. Kinder fragen dann oder denken zumindest: „Mama, sei ehrlich: Hast Du sowas auch schon mal?! Meine Tochter fragte das mit Angst im Blick. Und sie fragte immer wieder. So wird die Integrität und Autorität von Erwachsenen untergraben, wenn die Grundschüler im Unterricht sitzen und sich die Lehrerin vorstellen, ob sie wohl … Lieber Leser, Sie wissen, worauf ich hinaus will? Gibt es ein Recht auf Nichtwissen über bestimmte Abgründe, das die Kindheit schützt? Welche Kontrollbehörde hat hier versagt?

Unsere Kinder haben ein Recht, uns Erwachsene als integere Vorbilder zu sehen. Es ist schwer, Werte in der Familie zu vermitteln, wenn die „Gesellschaft“ ständig mit anderen „abgefuckten“ Standards um die Ecke kommt. Es wird immer schwerer, seelisch gesunde Kinder aufzuziehen, wenn immer jüngeren Kindern immer perverse Sachen angetragen werden, als ginge es um Nachbar’s Katz. Filme wie „Good boys“ gehören in eine andere Alterskategorie.

Anzügliche Werbung, die Produkte bewirbt, die ins Private gehören und die Randgruppen bedient (oder ob wir Tante Erna einfach mal fragen sollen, ob sie nicht doch auch … ?), hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen – so amüsant sie auch für manche Erwachsene sein mag. Denn glücklicherweise können immer noch viele Kinder ab sechs – trotz wirrer Schulreformversuche – lesen. Oder sind wir schon so resigniert und sehen es, wie „Dildoking“, der in Berlin neulich plakatierte: „Alles für’n Arsch“?

Info: „Good Boys“ ist ein Komödie von Lee Eisenberg und Gene Stupnitsky mit Jacob Tremblay, Molly Gordon und Millie Davis. Drei Sechstklässler begeben sich  auf eine epische Reise zu ihrer ersten Kuss-Party – und kommen dabei mit Drogen und Teenagerinnen in Kontakt, als sie versuchen das Spielzeug ihrer Eltern reparieren zu lassen.

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10 Kommentare

  1. Avatar

    Es sind die bequemen Eltern, die sich nicht unbeliebt machen wollen. Ist doch alles nicht so schlimm. Doch ist es. Handys weg. Nachfragen im Kindergarten abläuft, evtl. darauf bestehen dabei zu sein. Und wenn nicht möglich, privater Kindergarten, oder am Besten einen christlichen Kindergarten, da können sie von ausgehen, daß es dort so etwas nicht gibt. Aber als Atheist erträgt man dann lieber, daß die Kinder kaum noch die Möglichkeit haben sich normal, ihrem Alter entsprechend zu entwickeln. Kein Getuschel mehr, rote Köpfe etc.
    Und wie immer die Eltern, sind Vorbilde, aber zum Teil so mit sich selbst beschäftigt. Schauen Sie einmal die Mütter an,, Kinderwagen vorweg, Handy in der Hand und dann wird getippt. Wir sind die Vorbilder, wir haben es in der Hand. Auch beim Fernsehkonsum, auch beim Lesen von Büchern, etc. Es ist anstrengend, aber entweder wollen wir Kinder, dann haben wir auch die Pflicht auf sie zu achten und sie zu erziehen. Auch wenn es andere machen. Mein Sohn hat zb. keine PC Spiele bekommen, war schwierig am Anfang, aber es ist heute noch so, daß er damit nichts anfangen kann. Er war ein Kind was draußen gespielt hat.

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    Barbara Stein am

    Ich erinnere mich an ein Gespräch mit dem ersten Geschäftsführer in unserer Gaststätte nach der Wende aus dem Westen. Ein lieber Kerl, jung und schwul. Hat öfters abends in die Tageskasse gegriffen und ab nach Prag ins Kasino. Das durfte er! Aber er durfte nicht sämtliche Rechnungen verschlossen liegen lassen und somit unser Restaurant in den Ruin bzw. die Insolvenz zu treiben.
    Und er war der Ansicht, dass es nun endlich an der Zeit war, dass auch der Osten mit dem ganzen Pornodreck bekannt gemacht wurde. Ich war entsetzt, wie man über diese Scheußlichkeiten so elegant hinweggehen konnte. "Es wurde Zeit …!" Und nun wird es Zeit nach Ansicht der geisteskranken VIPs und damit auch den Politikern, die sich für dieses Metier eigentlich regelnd einschalten müßten, dass auch hier nun die Tore geöffnet werden können, nicht wahr, Frau Giffey?

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    Wenn man bedenkt das in Kindergärten Leute antanzen mit einem Koffer voller Sexinstrumente und die Beschäftigten nach draussen schicken, dann sagt das wohl alles !
    Warum machen die Eltern und die Beschäftigten solch ein üblen Scheiss überhaupt mit ?

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    DerSchnitter_Maxx am

    Alle P’e’d’o’s sind schon wach … und freuen sich auf die, gut vorbereiteten und angelernten, Kinderlein … ! 😉

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    DerSchnitter_Maxx am

    Alle P’e-d-o-s sind schon wach … und freuen sich auf die, vorbereiteten und angelernten, Kinderlein … ! 😉

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    Rudolf Spaniel am

    Wählen bringt uns nicht weiter, es nutzt nur dem System. Es soll alles so weiterlaufen wie bisher.

  7. Avatar
    heidi heidegger am

    Hollywood-Babylon. Deshalb kuckt little heidi auch vorwiegend ²New Hollywood (bezeichnet US-amerikanische Filme, die von 1967 bis Ende der 1970er Jahre das traditionelle Hollywood-Kino modernisierten). – kennt ihr *5 easy pieces* mit J. Nicholson, häh?

    ² konkret: von 1967 *Bonnie&Clyde*/od. von mir aus *THE GRADUATE* bis 1974 *JAWS*(Blockbuster-Schrott unn datt)

    Aber: der sexistisch-unreife Teddybär TED (beide Teile-2012u. ?? ‧ Fantasy/Buddy-Film) war aukidauki, weil: auch Flocky flucht, kifft und hält heidi vom Erwachsenwerden ab. Auch heidis Liebesleben leidet, weil F. müffelt und dann aber immer in die Wanne und Bettchen mit will usw. 🙂 😕

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      Jeder hasst die Antifa am

      Flocky wird wohl nicht müffeln ,er wird sauer sein weil du eine Ziege mit in Wanne und Bettchen nimmst.meeemeep weghoppel hihihi aukidauki.

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        heidi heidegger am

        Nimm das zrugg Kalll-Heinz äh Tiffi, heast?! G. wird Dich (sonst) äh genetisch-intelligent-artifiziell verändern oder so..hihi.

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