Höcke: „Wie Asterix haben auch wir einen Zaubertrank“

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Über die Machtoption der AfD und die Verteidigung der „gallischen Dörfer“ im Osten: Björn Höcke im Gespräch mit Sebastian Hennig. Auszug aus der brandaktuellen COMPACT-Edition „Höcke: Interviews. Reden. Tabubrüche“. Das Beste von Höcke aus den letzten fünf Jahren… Ab heute (Samstag) bundesweit am guten (!) Kiosk – oder jetzt hier zu bestellen.

höcke konferenz2017

Björn Höcke auf der COMPACT-Konferenz 2017. Foto: COMPACT

?Gibt es denn überhaupt einen solchen Reformwunsch [weg von den  Altparteien]in breiten Kreisen der Bevölkerung?
Ich glaube schon, auch wenn es in unserem Land trotz AfD und Pegida noch auffallend ruhig ist. Es gärt und brodelt im Untergrund – die geballte Faust bleibt meist noch in der Hostentasche. Der zeitkritische Kolumnist Hans Heckel wies darauf hin, dass von etablierter Seite alle Ventile zur Druckentlastung fest verstopft worden sind. Das erkläre die merkwürdige Stille in Zeiten, in denen doch eigentlich Unruhe die erste Bürgerpflicht wäre. Diese Tatsache allerdings als einen Sieg über die »Populisten« zu verbuchen, könnte sich für die politisch-mediale Klasse als »größter Irrtum der deutschen Geschichte seit dem Ende der DDR« herausstellen. Eine Prognose, die uns zuversichtlich stimmt. Die Entladung des aufgestauten Drucks wird irgendwann kommen, die geballten Fäuste werden dann in die Luft gerissen und das Volk, der große Lümmel, an den Festungstoren der Machthaber rütteln. (…)

?Die Deutschen sind eben nicht gerade für ihr Rebellentum berühmt.
Sie denken wahrscheinlich an die süffisante Bemerkung von Lenin über die Revolutionsunfähigkeit der Deutschen, die vor der Erstürmung eines Bahnhofs eine Bahnsteigkarte ziehen würden. Da ist tatsächlich etwas dran, denn wir sind ein sehr »legalistisches« Volk, das sein Aufbegehren am liebsten mit Paragraphen absichert. Dazu kommt noch ein ausgeprägter Langmut, der uns in der Geschichte zwar längere Durststrecken und Talsohlen hat überstehen lassen, aber in bestimmten Perioden auch zum Verhängnis werden kann. Mein Parteifreund Marc Jongen stellte bei uns Deutschen eine ausgeprägte »Thymosschwäche« fest, also einen Mangel an Mut, Zorn und Empörung – und tatsächlich ist es manchmal schwer zu ertragen, was sich dieses Volk an Zumutungen und Ungerechtigkeiten alles gefallen lässt ohne aufzustehen. In einem anderen Winkel unserer Volksseele steckt aber auch das Rebellische und Widerborstige. Wahrscheinlich ist das Eine ohne das Andere nicht zu haben.

Koalition mit Altparteien?pastedGraphic.png pastedGraphic.png pastedGraphic_1.png pastedGraphic.pngNun wird auch nach dem Weggang von Frauke Petry in der AfD immer noch von einem Konflikt zwischen »Realos« und Fundis« gesprochen, in Analogie zu den Grünen. 

Ich halte das ganze für einen Scheinkonflikt. Angesichts der unhaltbaren Zustände in unserem Land und des Totalversagens der politischen Klasse kann Realpolitik nur auf fundamentaler Kritik des Bestehenden beruhen. Wer von Volksverächtern die Rettung des Volkes erwartet, ist ein hoffnungsloser Naivling. Wir dürfen bei der Frage bezüglich einer künftigen Zusammenarbeit mit anderen Parteien nie vergessen: Eine Kollaboration ausgerechnet mit denjenigen Kräften, die unser Land in den Abgrund reißen, ist absurd. Jedwede Überlegung über ein Zusammengehen oder Koalieren mit Teilen des politischen Establishments setzt deren Läuterung und prinzipielle Neujustierung voraus. Das ist erst zu erwarten, wenn das Altparteienkartell unter der steigenden Krisenlast zerbrochen ist.

? In der Daueropposition werden Sie aber keine politische Wende herbeiführen. 

Die Opposition ist auch nur der erste Schritt zu einer politischen Wende: Wir müssen uns als Bürger und Patrioten natürlich gegen die Zumutungen der heutigen Politik mit allen legalen Mitteln wehren. Dieser Widerstand hat verschiedene Ebenen, er kann auf der Ebene des Straßenprotestes wie bei Pegida oder auch im parteipolitischen Rahmen geschehen. Die »Festung der Etablierten« muss von mindestens zwei Seiten in die Zange genommen werden: von der protestierenden Bürgerbasis her und von uns als parlamentarischer Speerspitze der Bürgeropposition. Wichtig wäre noch eine weitere Front aus den frustrierten Teilen des Staats- und Sicherheitsapparates heraus, die die Wahnsinnspolitik der Regierenden ausbaden müssen und auf das Remonstrationsrecht zurückgreifen könnten.

? Noch einmal: Protest, ob nun auf der Straße oder im Parlament, reicht aber nicht aus, um einen Politikwechsel zu erreichen.

Ja, auch wenn ich großen Respekt und Hochachtung vor dem Mut, dem Elan und der Beharrlichkeit von Pegida, Ein-Prozent und anderer Bürgerprotest-Gruppen habe: Ein widerständiges Potential muss irgendwann einmal auch staats- und regierungsfähig werden. Das heißt: Wir brauchen für die Zukunft eine handlungsfähige politische Mannschaft, die in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen. Hier haben wir, wie Alexander Gauland richtig bemerkte, noch viel zu lernen. Und unsere Zeit in der parteipolitischen Opposition sollten wir für den Aufbau dieser Kompetenzen nutzen. Aber auch hier müssen wir realistisch bleiben: Trotz aller Euphorie und Hoffnung angesichts der parlamentarischen Erfolge würde es selbst als künftige Regierungspartei nur bedingt möglich sein, eine grundlegende Wende herbeizuführen. Zum einen bedarf es dazu eines veränderten gesellschaftlich-kulturellen Unterbaus, der bis heute noch überwiegend anti-national geprägt ist, und zum anderen müssen die Voraussetzungen für ein konsequentes »Durchregieren« vorhanden sein – wir dürfen die wahrscheinlichen Zugeständnisse an etwaige Koalitionspartner und die systemischen Blockierungen nicht unterschätzen. (…)

Höcke bei COMPACT-TV, März 2016

Rückzug in die gallischen Dörfer

? Eine […] Katastrophe könnte mit dem Ende Deutschlands als Nationalstaat einhergehen. Dann hätte sich der Liberalismus als eine Krankheit mit tödlichem Ausgang erwiesen. 

Wenn man mit »Liberalismus« hier verkürzt eine ausschließliche struktur- und bindungsauflösende Energie meint: ja. Aber die Geschichte ist keine Einbahnstraße und mit zunehmender Gefahr wächst bekanntlich auch das Rettende. Man muß es nur erkennen und beim Schopfe packen. Allen Unkenrufen zum Trotz: Auch bei einem Zerfall der Nationalstaaten und dem sich dann ausbreitenden Chaos ist noch lange nicht alles verloren. Ich erwähnte vorhin den möglichen Rückzug auf Länderebene, wo besonders im Osten noch großes Potential vorhanden ist, das inhumane Projekt einer Migrationsgesellschaft zu stoppen. 

?Und wenn das nicht gelingen sollte? 

Dann haben wir immer noch die strategische Option der »gallischen Dörfer«. Wenn alle Stricke reißen, ziehen wir uns wie einst die tapfer-fröhlichen Gallier in unsere ländlichen Refugien zurück und die neuen Römer, die in den verwahrlosten Städten residieren, können sich an den teutonischen Asterixen und Obelixen die Zähne ausbeißen! Wir Deutschen – zumindest die, die es noch sein wollen – sind dann zwar nur noch ein Volksstamm unter anderen. Die Re-Tribalisierung im Zuge des multikultu- rellen Umbaus wird aber so zu einer Auffangstellung und neuen Keimzelle des Volkes werden. Und eines Tages kann diese Auffangstellung eine Ausfallstellung werden, von der eine Rückeroberung ihren Ausgang nimmt. 

?Sie monierten vorhin die Infantilisierung der Politik, um nun Ihrerseits Comicstrips für politisch-strategische Überlegungen zu zitieren!

Warum nicht? Die politische Dimension von Comics muss ja nicht auf den legendären »Donaldismus« beschränkt bleiben. Und gleich noch eine schlechte Nachricht für unsere künftigen »Römer«, die diesen edlen Titel eigentlich nicht verdient haben: Wie Asterix haben auch wir einen Zaubertrank. Das Rezept ist natürlich – wie schon bei Miraculix – streng geheim. Aber wenn man etwas genauer nachdenkt, kommt man vielleicht auf die Zutaten… Um wieder zum Ernst der Sache zu kommen: Unser oberstes politisches Ziel ist es natürlich, alle diese Szenarien zu verhindern und den fahrenden Zug vor dem Aufprall zu stoppen. Das wird schon schwer genug sein. Aber auch in der erhofften Wendephase stünden uns harte Zeiten bevor, denn umso länger ein Patient die drängende Operation verweigert, desto härter werden zwangsläufig die erforderlichen Schnitte werden, wenn sonst nichts mehr hilft. (Ende des Auszugs)

Unter dem Cover finden Sie das vollständige Inhaltsverzeichnis der COMPACT-Edition „Höcke: Interviews, Reden, Tabubrüche“ (124 Seiten, 8,80 Euro): hier zu bestellen.

 

 

In dieser COMPACT-Edition werden Sie auch die andere Seite des Politikers kennenlernen – die weiche, die nachdenkliche, die differenzierende: COMPACT druckt, was andere verschweigen. Im Übrigen enthalten wir uns in dieser Edition jedes eigenen Kommentars. Sie, der Leser, bekommen Höcke im Original zu lesen – denn Sie sind der Souverän, der selbst urteilen kann.

Inhalt

Best of Höcke
Medienhetze gegen Höcke
Biographie

Der Mensch und seine Ideale
Freiheit, Tradition – und Abenteuerlust
Volk und völkisch
Rinks und lechts

Für ein freies und soziales Deutschland
Widerstand gegen den Raubtierkapitalismus
SPD-Kritik: «Wir sind an der Seite der Fleißigen und Sparsamen»
Die Langfinger der Treuhand
Bildungspolitik: «Ganz normaler Wahnsinn» – mit Methode!
Solidarischer Patriotismus
Die Staatsbürgerrente
Grüne: «Die antideutsche Partei par excellence»

Impulse und Provokationen
«Ich sehe das Volk!»
Rettung für Europa, Hilfe für Afrika
Dresdner Rede: «Die letzte evolutionäre Chance»
Für die Festung Europa
Japan als Vorbild

Partei, Bewegung und Perspektiven
«Es gibt zwei Strömungen in unserer Partei»
Petry Heil? «Wir müssen eine echte Volkspartei werden»
Nach dem Triumph
Wer das Volk leugnet, leugnet die Demokratie
«Wir sollen gespalten werden!»
Vom Schielen auf die ominöse Mitte
Kyffhäuser Rede 2019: «Geht in die FDP, und lasst uns endlich in Ruhe!»
Die Asterix-Option

COMPACT-Edition „Höcke: Interviews, Reden, Tabubrüche“ (124 Seiten, 8,80 Euro): hier zu bestellen.

Über den Autor

Jürgen Elsässer

Jürgen Elsässer, Jahrgang 1957, arbeitete seit Mitte der neunziger Jahre vorwiegend für linke Medien wie Junge Welt, Konkret, Freitag, Neues Deutschland. Nachdem dort das Meinungsklima immer restriktiver wurde, ging er unabhängige Wege. Heute ist er Chefredakteur von COMPACT-Magazin. Alle Onlineartikel des Autors

27 Kommentare

  1. Avatar
    Jeder hasst die Antifa am

    AfD ob erster oder zweiter in Sachsen ist Scheißegal die Regierung wird sowiso von der Nationalen Front unter Führung der SED den sogenannten Buntparteien gestellt, es kann dann nur noch schlechter werden und damit arbeitet die Zeit für die AfD die CDU wird mit den verhassten Kommunisten und den Irren Grünen ins Bett steigen um ihre Macht zu erhalten.

  2. Avatar

    twitter Lustig … dabei hat Herr Höcke absolut nichts zu den "Trump Höhen" gesagt schon schreit wer Antisemit

    katatehh
    ‏ @katatehh
    16 Std.vor 16 Stunden
    Antwort an @COMPACTMagazin

    "…alle Ventile zur Druckentlastung fest verstopft worden sind." – Dieser Antisemit und Rassist scheint ja auch wieder von Pogromen wie in den 90er zu träumen.

  3. Avatar

    "Zaubertrank" … auch gegen Narrative wo sich das Moorhuhn wie der selige Münchhausen am eigenen Zopf aus dem „Holodomoor“ gezogen?
    Sonst versinken wir doch endgültig im religiösen Wahn.

    • Avatar

      Eine Aufgabe für bisherige Miesmacher und Kritikaster genau an den Engstellen des Denkens nun den Jubel Perser zu geben.

  4. Avatar

    Herr Höcke macht sich Gedanken, tiefsinnige Gedanken um die Zukunft dieses Landes. Das finde ich gut, denn gedankenlose Mitläufer der Merkel haben wir leider schon genug. Ich hoffe auf ein gutes Wahlergebnis der AfD in Thüringen – und wünsche mir eine rege Unterstützung auch durch die westlichen Landsleute. So wie es gerade vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen geschieht. AfD-Politiker aus allen Landesteilen unterstützen im Wahlkampf, beispielhaft seien Gauland und Meuthen genannt. Ein Land, ein Volk, ein Deutschland!

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    DerSchnitter_Maxx am

    Alles wäre allemal besser … als wie es jetzt ist. Oder … wenn dieser geistesgestörte Irrsinn, eingeleitet und angerichtet von den erbärmlichen Verräter-Altparteien … fortgesetzt und fortgeführt würde – und dass … wenn nichts dagegen unternommen wird, wird es mit UN-Sicherheit ! 😉

    • Avatar

      Feindstaatenklausel !!!

      Seit 1945 unverändert: Deutschland für UN noch "Feindstaat" – WELT
      19.09.2012

  6. Avatar

    In der "Compact"-Redaktion schrillt die Alarmsirene…

    Umfrageklatsche für Rechte: SPD zieht in Brandenburg mit AfD gleich
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/infratest-cdu-in-sachsen-bei-30-prozent-spd-in-brandenburg-mit-afd-gleichauf-a-1283252.html

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      Donnerbalken am

      Du @hannswerner bist ein schönes Beispiel für Systemdümmlinge und Obrigkeithörigkeit. Der typische Untertan, der damals auch dem Führer einen umsonst gelutscht hätte, gleicher Typ Mensch. Ein kleiner Wichtigtuer findet ein mainstream- Binse und bewundert diesen Einheitsbrei, wie ein Kleinkind sein erstes Töpfchen-Kakka. Mama komm schnell…MASELTOV Hänschen!!!
      Du darfst hier nur zur allgemeinen Belustigung beitragen, damit den anderen nicht langweilig wird. Oder meinst du wirklich, dass dein Töpfcheninhalt überlebenswichtig für Compact ist oder du die Deutungshoheit gewinnen könntest? Würdest du tatsächlich Schaden anrichten können dürftest du hier garantiert nicht mal Pipi machen. Du bist lediglich der Compact-Running -Gag (auch deine IP-Geschwister). Ein Hofnarr der völlig umsonst (und kostenlos) für Elsässer arbeitet. 🙂

      So nach dem Motto: Seht mal Kinder, so endet ihr wenn ihr euren Spinat nicht esst.

      Bis demnächst mal wieder!

    • Avatar

      HANNSWERNER;
      Und am 1. September kommt der Weihnachtsmann, der dem kleinen Hannsi einen großen blauen Luftballon schenkt.

    • Avatar
      Querdenker der echte am

      1. Hinten wird der Sack zugebunden!!!

      2. Abgerechnet wird zu Schluss!!

      So war es, so ist es und so wird es immer sein!!!

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      Jeder hasst die Antifa am

      Die Umfragewerte sagen auch voraus kleine Kinder bringt der Klapperstorch und Hannswernerklausen glaubt fest daran.

  7. Avatar
    Jeder hasst die Antifa am

    Der Politiker der AfD der am wildesten von den Staatsmedien und von den untergehenden Parteien verunglimpft wird und gegen den gehetzt wird der ist für sie am Gefährlichsten damit kann man sagen Höcke hat alles richtig gemacht Höcke,Höcke,Höcke

  8. Avatar

    Seinerzeit den Mauerbau nahm der Großteil relativ klaglos hin. Erst später, als es zu spät war, weinten sie, weil es keine Bananen gab.

    Höcke ist noch einer der hellsten Köpfe. Aber ob er auch die nach-Merkel-Zeit voll auf dem Schirm hat? Die "Realos"(haha) denken so weit jedenfalls nicht und hoffen aus ihrer Deckung heraus, dass das dicke, böse Kind ihnen was ab gibt.
    Was wird passieren wenn Murksel in Rente geht? Die Union blinkt rechts (starker Staat mit Maaßen), die Sozen blinken sozial und die AFD wird überflüssig, weil alle Themen ausreichend besetzt sind. Ach nein halt, ihre zugewiesene Rolle als Blitzableiter und Prügelknabe dürfen sie noch eine Weile behalten. Bevor die AFD ausgeschlafen hat, machten andere längst Nägel mit Köpfen. Welcher Depp glaubt wirklich, man könnte diese Entwicklung in 6 oder 10 Jahren noch umkehren? Bestenfalls verwalten kann man das, dazu braucht es die AFD aber nicht. Oder halt doch, als nützlicher Id..ähm..Taktgeber für den künftigen starken Staat. Irgendwie muss die AFD ja wirken.

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      Die Original AFD-DNA ist die einer Altherrenriege, die ein wenig entspannt auf FDP (nur ohne Eur) machen wollten. Wählerpotential 1-2%, wenn überhaupt. Dann kam 2015 und Lucke rief "HIER". Nur waren die 1 Thema-Euro-Fachidioten damit völlig überfordert und Lucke flog. Petry (V-Mann?) flog auch, wohl zu plump, damals hatte die Basis noch echten Biß? Dann re-übernahm wieder die alte Garde im neuen Gewand (Meuthen, etc.), die weniger plump als Petry sind. Lags an den zahlreich mit Maaßen geführten Gesprächen? Man weiß es nicht so genau was er ihnen geflüstert hat. 🙂

      Den Zuwachs an Flüchtlingskrisen-Wählerstimmen nahmen die verbliebenen Alt-Luckes gerne mit, dann aber wurde es denen zu heiß. Am liebsten wollte man ruhig und entspannt weiter den unauffälligen Kritiker machen, möglichst ohne groß anzuecken. Fremd-DNA wie der Flügel stört da nur. Das ist der Grund für die AFD-Internen Spannungen. Hasen und Wölfe vertragen sich nicht. Einigen wären so um die 7-9% (auch im Osten) lieb und möglichst ohne ständig auf’s Dach zu kriegen. Einfach in Ruhe Geld verdienen, stressfreie System-"Realos" halt, die vom System nicht als tatsächliche Gefahr wahrgenommen werden und für immer mitlaufen dürfen (ganz hinten natürlich).

  9. Avatar
    Schopenhauer am

    Das wir uns wie eine geschlagene Armee ins Hinterland zurückziehen, als so weit sind wir ja nun noch lange nicht. Ich glaube, diese Gedankenspiele helfen auch nicht grade weiter. Man sollte doch die Offensive bevorzugen. Und außerdem: Eine geschlagene Armee, die mit der Waffe in der Hand zu den Kapitulationsverhandlungen kommt, wird immer besser behandelt als eine, die sich völlig wehrlos gemacht hat. DER Moment, ist DAS entscheidende Moment für den Fall. Aber es gilt natürlich immer: vae victis!

    Wie dem auch sei. Der Kampf, der zivile Ungehorsam muß weitergehen und zwar auf allen Ebenen. Jeder wie er kann und wie es ihm angemessen erscheint. Auch wenn man zweifelt und meint sein Beitrag wäre Nichts, dann soll er sich vergegenwärtigen, daß es Millionen gibt, die wie er handeln. Eine Million Mal dieses Nichts, ist eine gewaltige Macht!

  10. Avatar
    heidi heidegger am

    Lieber Höcke und (noch viel) lieber JE,

    — Fferd(a) Ataman sagen aktüell in SPIEGEL: "ouuahalllah* -> 33 Prossent in Deusschland haben die NSDAP gewählt."

    in: [/kültür/gesellschaft/liebe-cdu-macht-den-antifaschismus-wieder-buergerlich] —

    ..habt ihr zwei Connections zum Presserat o. ä.? – Kann man dieser (gelöscht) das sehr sehr dumme Maul stopfen lassen gerichtlich irgendwie, häh?

      • Avatar
        heidi heidegger am

        indressant! danke.

        Seht ihr (häh?), s o wünsche ich (die heidi) mir Rückmeldungen äh Ergänzungen im Forum! *kicher*

      • Avatar

        Alles nicht,aber das Wichtige. Und ihre 65% Frauen,Humbug, so weit war damals die Wahlforschung nicht. Und warum hätten ausgerechnet die Frauen mit ihren kleinen Köpfen NSDAP wählen sollen?

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        Früher war alles besser? am

        Auch heute wählen vorwiegend frauen links (und kleine Männer…kein Witz!).

        Mag daran gelegen haben, dass sie keine Angst vor der Einberufung hatten. Vllt. fanden sie auch nur die schnittigen Uniformen schick (so wie die französischen, etc. Damen, die sich nen feschen deutschen Offizier…) und himmelten den starken FÜHRER an. Wir werden es wohl nie so ganz genau erfahren, warum bei Dummheit immer frauen vorne weg sind, so wie heute in der Flüchtlingsindustrie (darf man das noch so nennen?) und überall dort, wo mächtig Scheiße gebaut wird.

        Wir lieben sie aber trotzdem :-).

      • Avatar
        Querdenker der echte am

        33 % und 65 % Frauen Damals?
        Und trotzdem hat es gereicht!
        Für WAS steht nicht zur Diskussion!!

      • Avatar
        heidi heidegger am

        Loide, so geht das aber nicht: hört ihr denn nicht den Ruf därr Parrrtei, äh-laset ihr nicht den heidi-Report zu den letzten Wahlen 1933 mit mährr als e i n e r Parrtei, häh? tsstss..

        FferdaAtaman sagendenkenschreiben so: *ahouuulahh, 1933 Hitla Kanzla = 33 Prossent Deussland sagen ²lütfen (²bitte, auf deutsch).*

    • Avatar
      heidi heidegger am

      Um das abzuschliessen (ich hätte evtl. damit gar nicht erst anfangen sollen..*ächz*): SPIEGEL mitsamt Ferda A. kamma journalistisch sowieso und viertelst-intellektuell dann bitte gerne schnell entsorgen äh vergessen.

      Denn es gab/gibt den Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband und in Austria das *dritte Lager* und die Bürgerlichen und die Roten und TiefstRoten. Das weiss sogar Katja T./FR in ihrer Beschäftigung mit der *Kornblume*.

      Und nun lesen wir *liebe-cdu-macht-den-antifaschismus-wieder-buergerlich* alles klar!

      • Avatar
        heidi heidegger am

        @Soki, das war allerliebst: "so weit war damals die Wahlforschung nicht"..

        hihi, damit nimmst Du Prof J. Falter ("wer wählte Hitler, häh?"), dem Doktavater der kleinen CDU-Exfamilienministerin Schröder, die äh akademische Daseinsberechtigung quasi und das mag ich dann doch sehr, als Schmunzelei quasi. 🙂

    • Avatar
      heidi heidegger am

      "Die politische Dimension von Comics muss ja nicht auf den legendären »Donaldismus« beschränkt bleiben."

      ähem, Donald "born to loose" Duck ist ein Neo-Liberalaer, weil er Dagobert, diesem Bonzen, nicht an den Kragen will, sondern seine Erfolglosigkeit immer als schicksalhaft bejammert. achach..

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