Berlins ehemaliger Innensenator Heinrich Lummer ist tot. Der gebürtige Essener verstarb bereits am Samstagabend in einem Pflegeheim in Berlin-Zehlendorf im Alter von 86 Jahren. Mit ihm ist ein streitbarer CDU-Politiker von uns gegangen, wie es ihn längst nicht mehr gibt: Als  Innensenator und stellvertretender Bürgermeister (1981 bis 1986) unter Richard von Weizäcker wurde Lummer wegen seiner markigen Sprüche und seinem harten Durchgreifen gegen die autonome Hausbesetzerszene West-Berlins ebenso geliebt wie gehasst.

    Als auf Berlins Straßen Chaos herrschte, griff der gelernte Elektromechaniker und studierte Politologe mit harter Hand gegen die linke Szene durch. Auf einer Pressekonferenz in einem soeben geräumten Haus in Berlin-Schöneberg erklärte er, dass derartige Rechtsbrüche während seiner Amtszeit nicht mehr toleriert würden. Das wäre heute undenkbar, wo grüne Bezirksbürgermeister die Linksextremisten aus der Rigaer Straße in Friedrichshain zum runden Tisch treffen und städtische Wohnungsbaugesellschaften deren Ausschreitungen, Gewalt und Brandstiftungen noch mit Hauskauf-Angeboten belohnen. 1981 ließ Lummer in einer Großaktion der Polizei acht Häuser gleichzeitig räumen. Bei den Straßenschlachten kam der Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay unter tragischen Umständen ums Leben, was zu einer Eskalation der Krawalle führte. Der CDU-Mann ließ sich vom Hass auf den Straßen jedoch nicht einschüchtern, sondern blieb einzig den Bürgern mit seiner volksnahen Art verpflichtet. Für die Linken wurde er zum Feindbild Nummer eins, was ihn bei vielen Westberlinern umso beliebter machte.

    Besetztes Haus in der Rigaer Str. 78 in Berlin-Friedrichshain. | Foto: Wikimedia Commons
    Ein Schlaganfall beendete die politische Karriere jäh. Lummer war jedoch mehr als ein Mann fürs Grobe: Mit 66 Jahren widmete er sich einer vernachlässigten Leidenschaft und nahm mit dem Fach Kunstgeschichte nochmals ein Studium auf, zeitweise arbeitete er als Moderator für einen Berliner TV-Sender. In weitsichtigen Artikeln und Büchern kommentierte der Ehrenvorsitzende des Vereins „Die Deutschen Konservativen“ weiterhin das politische Geschehen, warnte vor der Überfremdung Deutschlands wie Parallelgesellschaften in der Hauptstadt und sah die durch den Islam drohenden Gefahren voraus.

    Auch für COMPACT verfasste Lummer Artikel. So schrieb er in unserem Spezial „Volksaustausch“: „Als im Juni 1953 beim Aufstand in der DDR offenkundig wurde, dass die Regierung das Volk nicht hinter sich hatte, bemerkte Bertolt Brecht zynisch, dann müsse sich die Regierung eben ein neues Volk wählen. Eine solche Wahlchance ist nur wenigen Regierungen vergönnt. Die jetzige Regierung hat sie: Man eröffne den in Deutschland lebenden Ausländern die Chance, Deutsche zu werden, damit sie wählen können, und gleichzeitig, Ausländer zu bleiben. Und schon hat man Hunderttausende, wenn nicht Millionen dankbarer Wähler.”

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    Einen solchen Politiker mit Format wird man in der Merkel-CDU nicht mehr finden. Möge Heinrich Lummer in Frieden ruhen.

    16 Kommentare

    1. Möge er ewigen Frieden finden. Solche Menschen braucht das Land. Wir steuern auf eine grüne Katastrophe zu.

      P.S.
      Mir ist er beim Kleingärtner-Sketch mit Hape Kerkeling in Erinnerung. geblieben.

    2. Rechtsstaat-Radar an

      Heinrich Lummer war mein Lieblingspolitiker! Ihm folgten Gerhard Meyer-Vorfelder, Manfred Kanther und Alfred Dregger. Aber Lummer stand noch weit vor ihnen, auch vor Meyer-Vorfelder.

      Als die Fusion der beiden "Länder" Berlin und Brandenburg zur Diskussion stand und diskutiert wurde, wie das "neue" "Land" denn nach dem "Zusammenschluss" heißen sollte, da sagte Heinrich Lummer:

      "Ich wurde als Essener in Preußen geboren und ich möchte in Preußen sterben!"

      Nach der Fusion könne und dürfe das "Land" nur Preußen heißen, so Lummer.

      Sehr geehrter Herr Lummer,

      insbesondere wegen Politikern wie Ihnen habe ich früher stets die CDU gewählt. Sie fehlen und ich habe es bereits sehr bedauert, dass Sie durch den Schlaganfall außer Gefecht gesetzt worden sind, wenn gleich auch nicht ganz, denn schreiben konnten Sie noch immer. Sie nahmen immer wieder zu wichtigen Themen in der zutreffenden und notwendigen Art Stellung. Die CDU wähle ich schon lange nicht mehr, denn es gibt ja nun die AfD. Währen Sie noch jünger und gesund, ich bin sicher, Sie hätten gemeinsam mit Herrn Dr. Gauland die CDU verlassen und spielten eine wichtige Rolle in der AfD.

      Mit herzlicher Anteilnahme werden die Konservativen, zu denen ich als Nationalkonservativer mich zähle, Sie in guter Erinnerung behalten und Ihr Andenken bewahren!

      Mögen Sie in Frieden ruhen!

      Ihr (preußisches) Rechtsstaat-Radar

    3. Ein Reaktionär weniger ,es sind genügend nachgewachsen,hat sich selbst überlebt.

      • brokendriver an

        Weiß deine Mutter, daß Du ernsthaft erkrankt bist und dein Geisteszustand nicht mehr der

        aller beste ist ?

        Hast Du einen Vormund oder bist Du schon in einer geschlossenen Anstalt mit Internet-Anschluß ?

        • Kann nix dazu sagen,da Ich die Primitivlinge Brokendriver u. Antifa schon lange nicht mehr lese,so wie neuerdings Trump u.Ä.

        • Fischer's Fritz an

          @SOFAKLECKS
          "Kann nix dazu sagen, da Ich die Primitivlinge Brokendriver u. Antifa schon lange nicht mehr lese"
          Aber kommentieren können Sie deren Posts? :-)

      • Jeder hasst die Antifa an

        Schade Sofaklecks du lebst und Lummer musste sterben,so ist es im Leben die guten sterben zuerst und die Pfeifen leben weiter,

        • heidi heidegger an

          Der späte Wurm entkommt dem (Todes)Vogel. S o ist es mit dem Leben und dem Schterbäään, mein gutes Tiffi, nun macht der ²Lummer (s)einen langen Schlummer – übrigens kein ²Reaktionär sondern eine Art ²Thermidorianer, voilà!

          ² denn: h i n t e r die franz. Revolution wollte er nicht zrugg. Oder evtl. doch: Brüderlichkeit und so..Wohnraum (christl./CDU)-brüderlich teilen war ihm fremd, aber dafür das Eigentum heilig und das hatten wir äh die ja auch: Freiheit-Gleichheit-Eigentum *tataaa*

      • Rechtsstaat-Radar an

        Kommen Sie, geben Sie sich einen Rück! Ihr Ausgang ist "linksunten"….

    4. Diese Spezies stirbt leider langsam aus und die heutigen, vom Volk gewählten Verwalter haben ihre Verantwortung schon längst in Richtung EU und UN zu einem Teil abgetreten und den Rest schaffen sie auch noch und die Bevölkerung schaut ungerührt zu, wie man ihnen den Boden unter den Füßen wegzieht, das mag mit der großen Unkenntnis zum einen zusammenhängen und mit dem gottseeligen Vertrauen in Richtung ihrer Helfershelfer zu tun hat, denn die predigen das Wort des Herrn und haben sich von ihm schon lange verabschiedet und weil das Firmenschild immer noch zu sehen ist und auch immer wieder in Erinnerung gerufen wird, glauben viele noch an deren Erleuchtung, obwohl sie schon längst in die Ketzerei abgedümpelt sind und mit den Marxisten gemeinsame Sache machen, zum Schaden aller Bürger, die es erst dann merken, wenn alles unumkehrbar geworden ist.

    5. Leider:
      Politiker dieses Formats mit Rückgrat und eigener Meinung sind mit dem Ende der Ära Kohl ausgestorben!!!

      • brokendriver an

        Stimmt…siehe AnneKret Krampf-Auto-Bauer…die Zierpflanze der Angela Merkel…

    6. heidi heidegger an

      Kunstgeschichte? Das passt: denn das sieht nicht aus, wie die "Rigaer" da ihre Bettwäsche zur Strasse hin raushängen. Hat doch mit Fassadenkunst oder *²Murales* nix zu tun! Politisch hatte die Lummel ein gutes Leben: musste sich nicht mit rechten Hausbesetzungen abgeben und in einer Kaserne musste er auch nicht leben, wie der Rasterfahndungserfinder einst..der Dings.

      ² die beschmierte Berliner Mauer, einst.