Die Groko steht. Ressorts wurden auch schon verteilt. Das Innenministerium wird um den Bereich Bau erweitert – und Heimat. In der heutigen Zeit, ist das leider keine gute Nachricht…

    Der versprochene „Aufbruch“ fing gut an. „Der Fortschritt ist eine Schnecke“, beschrieb SPD-Vizechef Ralf Stegner am Dienstagabend den Gesprächsverlauf der Verhandlungen. Welt-Online sprach noch am Mittwochmorgen vom „Gerücht vom Scheitern der GroKo“. Mittwoch sei aber „Tag der Entscheidung“, wusste Martin Schulz…

    Nun ist die Entscheidung gefallen. CDU, CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt – zumindest im Grundsatz. Und die Ressortverteilung ist auch schon geklärt. Posten, Posten, Posten!

    Die CDU soll unter anderem das Wirtschafts- und das Verteidigungsministerium bekommen. Bleibt Flinten-Uschie bei der Truppe?

    Die SPD soll das Außen- und das Finanzministerium sowie das Ressort für Arbeit und Soziales erhalten. Außerdem bekommen die Sozialdemokraten noch das Familien-, Umwelt- und Justizministerium. Finanzminister soll wohl Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz werden. Ob Heiko Maas weiterhin Gummiparagrafen gegen Regierungskritiker kneten darf, ist noch nicht bekannt.

    Fest steht: der angekündigte Aufbruch ist ein Bluff; ist Flucht vor der Verantwortung, wie es in der aktuellen COMPACT heißt. Vor der „Sanierung der Staatsfinanzen durch Abbau der Überschuldung; Sicherung des Industriestandorts Deutschland; Befestigung der Grenzen gegen den zunehmenden Druck willkürlicher Massenmigration; Sicherung eines ordnungsgemäßen Schulbetriebs mit leistungsgerechten Noten und Schulstufen; Einrichtung eines wirksamen Schutzes des öffentlichen Raumes gegen Gewalt; Wahrung der Errungenschaften unseres Grundgesetzes wie zum Beispiel der Trennung von Kirche und Staat“ und, und, und…

    Heimatminister Seehofer?

    Die CSU soll die Ressorts Verkehr/Digitales und Entwicklungshilfe enthalten, sowie das Innenministerium, das um einen Heimatbereich erweitert werden soll! Als künftiger Minister für Inneres, Heimat und Bau wird CSU-Chef Horst „die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“ Seehofer genannt.

    Verlierer werden Bundesminister… Wird Ober-Loser Martin Schulz dann etwa doch Vizekanzler?
    Update: Nein, Schulz soll Außenminister werden, uff…

    Seehofer, über den die FAZ noch kürzlich schrieb, dass er „in Berlin als politisch Untoter gilt“, ist der richtige Gurkentyp für ein Gurkenressort „Heimat“, dass man in einer Zeit aus dem Hut zaubert, in der Deutsche zu „Beheimateten“ und „schon länger hier Lebenden“ degradiert werden.

    Heimat müsse ja ständig neu ausghandelt werden, so der linke Zeitgeist. Besser Drehhofer die Sache überlassen als denen, „die eine heile deutsche Vergangenheit beschwören“, wie Frank-Walter Steinmeier am Tag der Deutschen Einheit schon mal gewarnt hatte. Für Horst ist alles verhandelbar – Obergrenzen zum Beispiel…

    Für alte Deutsche ist das neue Ressort wohl aber gar nicht gedacht. Wahrscheinlicher ist, dass es zum zentralen Nervenpunkt der noch gesetzlich zu beschließenden Einwanderungsgesellschaft BRD werden soll. Heimat für alle! Damit der Dummichel auch schön nichts merkt, setzt man den rustikalen CSU-Horst aus Ingolstadt da rein…

    In Bayern wurde 2013 das Landesfinanzministerium in Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat umbenannt. In der vom Ministerium herausgegebenen „Heimatstratgie“ heißt es:

    Bayern schneidet beim demografischen Wandel heute insgesamt gut ab. (…) Die Tatsache, dass die Bevölkerung im Freistaat von 2002 bis 2012 um rund zwei Prozent gewachsen ist, resultiert im Wesentlichen aus Zuwanderungen.

    Wenn Merkel da nicht hellhörig geworden ist…

    Zu den Leitzielen des bayrischen Staatsministeriums für dies und das und Heimat heißt es bei Wikipedia:

    „Die Aufgabenbereiche der Landesentwicklung stehen unter dem Leitziel gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. (…) Damit verbunden sind Aufgaben des StMF ((Staatsministeriums der Finanzen)), die aus den Herausforderungen des demografischen Wandels entstehen.“

    Muss Heimatminister Seehofer sich bald mit bundesweiten Quotenregelungen für Flüchtilanten rumplagen? Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes empfahl ja schon 2016, Unternehmen zum Glück der Vielfalt zu zwingen…

    Blödsinn? Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen ist auch für den Bereich Gleichstellung zuständig. Auf der hauseigenen Webseite heißt es zur „Potentialentwicklung“:

    Wir werden einen Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern als Mittel zur Information, Dokumentation und Kontrolle der Gleichstellungspolitik erstellen. Er kann auf dem Weg hin zu einem zukünftigen „Gesetz für Chancengerechtigkeit und Vielfalt“ wichtige Impulse liefern.

    Warten wir ab, ob „Behörde für Vielfalt, Gleichstellung und Kontrolle der schon länger hier lebenden“ kein passenderer Name für das neue Ressort wäre.

    Kein Bock mehr, sich ein X für ein U vormachen zu lassen? COMPACT-Leser wissen, was läuft.

    Kommentare sind deaktiviert.