„Heimat – dank der AfD auch für die CSU ein Thema?“ Oder kuschen vor Merkels Herrschaft des Unrechts?

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„Heimat“, ein derzeit strapaziertes Thema: umstritten, verpönt, missverstanden, gefeiert und mit einem eigenen Minister sowie Misstrauen versehen. COMPACT hat diesem und Aussagen dazu von weiteren Politikern seine aktuelle Ausgabe gewidmet, und sie schreiben auch hier auf COMPACT online darüber.

Gastbeitrag von Johannes Huber (AFD), Studium der Soziologie, Mitglied des Bundestages, stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD Freising-Pfaffenhofen, unter dem Titel „Heimat – dank der AfD auch für die CSU ein Thema?“ 

Großes Erstaunen hat nicht nur in der bayerischen AfD der plötzlich entdeckte Heimatbegriff der CSU ausgelöst. Ausgerechnet vor der bayerischen Landtagswahl und ausgerechnet von Horst Seehofer, der bisher am Ende immer damit aufgefallen ist, vor Kanzlerin Merkel und ihrer „Herrschaft des Unrechts“ zu kuschen, werden nun in einem aktuellen FAZ-Interview Heimattöne angeschlagen. Fraglich bleibt aber zum einen, ob Merkel wie in der Islam-Debatte auch diesen Vorstoß wieder kassieren wird, und zum zweiten, wie glaubwürdig die bayerische Regionalpartei CSU ist.

Seehofer räumt nämlich selbst ein, dass der Auslöser der Debatte das Ergebnis der Bundestagswahl im September 2017 ist, „in dem die tiefe Verunsicherung von Millionen von Wählern und Wählerinnen zu spüren war“. Der Bundesinnenminister würde also nicht über Zusammenhalt, Heimat, das Bedürfnis nach Gemeinschaft und die Bewahrung kultureller Identität sprechen, wenn die AfD nicht mit diesen Begriffen auf der Fahne und einer vorgelebten Heimatverbundenheit als stärkste Oppositionspartei in den Bundestag eingezogen wäre. Die spürbare Verunsicherung in der Bevölkerung über die Folgen der sich spätestens seit dem Fall des Eisernen Vorhangs beschleunigten Globalisierung und damit der Entgrenzung aller Lebensverhältnisse waren also für die CSU bisher kein Grund, als Regierungspartei zu handeln.

Heimat und Identität sind hingegen für die Anhänger der AfD klare Leitlinien. Es sind ewige Werte, die ständig gefühlt und nicht nur zu Bundes- oder Landtagswahlen hervorgekramt werden. Diese Wertvorstellungen von der Bewahrung und der Liebe zur Heimat sind ironischerweise auch die Gründe, wieso die AfD stets angegriffen und als Feindbild stigmatisiert wird. Und zwar auch von diesen politischen Gegnern, die den Heimatbegriff nun ohne Gefühl dafür, sondern aus rein wahltaktischen Überlegungen okkupieren wollen und durch die Unterstützung der unkontrollierten Grenzöffnung der wirkliche Auslöser der tiefen Verunsicherung in der Bevölkerung sind.

Bundesinnenminister Seehofer versucht, sich dieser mit der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ vor allem bei den Bürgern in den neuen Bundesländern anzunehmen. Diese scheinen für den CSU-Vorsitzenden eine Problemgruppe zu sein, weil sie nicht „zwangsläufig integriert in unsere offene Gesellschaft“ sind. Für die kleinen Leute vor allem in Ostdeutschland soll vielmehr das gleiche Ziel der Integration gelten wie für Zuwanderer aus fremden Kulturen. Ganz Deutschland kann sich damit eine Vorstellung über die Arroganz der CSU machen, die sozial weniger starke deutsche Staatsbürger auch noch verhöhnt. Es ist also kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen in Bayern und Deutschland von ihrer ehemaligen politischen Heimat abgewandt haben oder länger politisch heimatlos waren und immer zahlreicher in der AfD ankommen.

Schließlich ist Heimatpolitik für das Innenministerium eher eine Politik der Vielfalt. So schöpft Seehofer nicht nur den Begriff „Heimaten“, sondern will sogar mit der deutschen Islamkonferenz künftig einen „deutschen Islam“ verfassen. Deren Anhänger sind für ihn mittlerweile „selbstverständlich ein Teil dieses Landes“. Da ist er wieder – der Drehhofer, der lautstark aus Bayern gebrüllt hat und noch immer als Bettvorleger in Berlin gelandet ist.

Sein Nachfolger als Ministerpräsident in Bayern, Markus Söder, kopiert gerade mit Nachdruck das AfD-Wahlprogramm. Ob das aber bei den Bürgern als glaubwürdiger als die Politik seines Parteivorsitzenden Seehofers ankommt, sei dahingestellt. Denn noch vor kurzem verkündete Söder vor circa 1000 Anhängern der Ditib in Nürnberg: „Der Islam ist ein Teil von Bayern. Und deshalb ist es unser Job, diese Pflanze zu hegen und zu pflegen, sie zu gießen und sie zu ernähren.“

An den Früchten hat die deutsche Bevölkerung aber mittlerweile erkannt, was diese Pflanze insbesondere durch die unkontrollierte Grenzöffnung hervorgebracht hat: mehr Messerattacken, mehr Vergewaltigungen und auch mehr Ehrenmorde. All das kann mit Sicherheit nie als Teil des Lebens in unserer Heimat akzeptiert werden. Dagegen hilft es auch nicht, als Symptombekämpfung Kreuze in allen Amtsstuben aufzuhängen. Vielmehr zeigt es die „Methode Söder“, mit Geld alle Probleme zuzudecken und die Verunsicherung der Bevölkerung nur besser zu managen.

Im Unterschied dazu hatte die AfD seit Anbeginn das Ziel, die echten Probleme dieses Landes zu lösen, weil es letztlich um unsere deutsche und in meinem Bundesland auch um die bayerische Heimat geht, die es zu bewahren gilt.

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